Trainer Kiene ist abergläubisch – und gewarnt vor robusten Konkurrenten

Alte Rituale vor Rehdens Reise nach Neumünster

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Schaffen Marcel Stutter (rechts), Jeffrey Obst (links) und der BSV Rehden am Sonntag in Neumünster den nächsten „dreckigen Sieg“? BSV-Trainer Alexander Kiene ahnt jedenfalls: „Wir müssen den Kampf annehmen.“

Rehden - Von Cord Krüger. Aus seinem Aberglauben macht Alexander Kiene keinen Hehl. „Das beginnt schon mit dem immer identischen Frühstück an Spieltagen“, verriet der Trainer des BSV Rehden ein Ritual, wann immer eine für ihn positive Serie läuft. Und weil der 37-Jährige nun seit seinem Amtsantritt und vier Regionalliga-Auftritten mit den Schwarz-Weißen ungeschlagen ist, kommt am Sonntagmorgen im Hause Kiene in Hannover das Gleiche auf den Tisch. Nur deutlich früher, denn schon um 7 Uhr startet der Coach nach Rehden, um ab 8.30 Uhr mit der Mannschaft zum VfR Neumünster ins Holsteinische zu reisen. Zum direkt hinter dem BSV in der Tabelle platzierten Konkurrenten im Abstiegskampf.

Ein Sieg in dem um 14 Uhr beginnenden Duell in der „Grümmi-Arena“ – und Rehden hätte bereits sechs Punkte Vorsprung auf einen Nichtabstiegsplatz. „Aber ich habe den Jungs schon gesagt: Dieses eine Spiel entscheidet nicht über Abstieg und Klassenerhalt – weder auf unserer Seite noch für Neumünster“, bemüht sich der A-Lizenz-Inhaber darum, Druck vom Team zu nehmen.

Doch mit solchen Situationen scheinen Kapitän Kevin Artmann & Co. bestens klarzukommen. Immerhin bogen sie die vergangenen drei Partien nach einem Rückstand noch zu zwei Siegen und einem Unentschieden um. Trotzdem könnte Kiene auf derlei Nervenkitzel gut verzichten: „Diese acht Punkte aus vier Spielen haben wir uns redlich erarbeitet. Man merkt, dass jeder Einzelne unbedingt da unten raus will. Und anscheinend bringen wir auch die konditionellen Voraussetzungen mit, diese Dinger noch zu drehen. Das gibt Selbstvertrauen – aber es wäre nicht schlecht, wenn wir mal wieder in Führung gehen könnten“, wünscht sich der Lehrer. „Doch dafür müssen wir in Neumünster von der ersten Minute an hellwach und präsent sein.“ Schließlich zeichne sich der VfR durch Geschlossenheit aus. So wies Kiene während des Video-Studiums seine Kicker auf die Kompromisslosigkeit im defensiven Mittelfeld und der Abwehr hin: „Die beiden Sechser und die Vierer-Kette haben Eintracht Braunschweig II den Schneid abgekauft“, analysierte der Rehdener Trainer nach Ansicht des Mitschnitts vom 2:1-Auswärtssieg bei der Zweitliga-Reserve. Gleichzeitig zeigte dieser Streifen die beiden Stürmer Michel Harrer und Christopher Kramer in freier Wildbahn, die mit ihrem vierten und zehnten Saisontor ein 0:1 in ein 2:1 umwandelten. „Wir müssen also den Kampf annehmen“, fordert Kiene. Dabei hofft er, dass „wir mit unseren läuferischen Qualitäten den großen und breiten Platz beim VfR nutzen können“.

Zudem darf er auf das bewährte Personal zurückgreifen: „Momentan gibt es keinen Grund, den Kader aus der Vorwoche zu verändern.“ Auch, weil sich seitdem niemand im Training lädiert hat. Und die beiden einzigen Verletzten machen weitere Fortschritte: Matthias Tietz ist gut zwei Wochen nach seiner Meniskus-Operation am Dienstag wieder ins Lauftraining eingestiegen, Mittelfeldkollege Serhan Zengin soll nach dann hoffentlich ausgeheiltem Muskelfaserriss kommende Woche damit beginnen.

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