Torwart erhält Zweijahresvertrag / Hohes Pensum in Regionalliga und Bezirksliga

Alles klar mit Tim Becker: Rehdens Eigengewächs bleibt

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Dies war sein erstes Regionalliga-Spiel – und prompt führte Torwart Tim Becker im Mai 2013 die Rehdener Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Inzwischen kamen weitere Einsätze für das Viertliga-Team hinzu – und ein neuer Vertrag.

Rehden - Von Cord Krüger. Er selbst musste sich um seine Zukunft beim BSV Rehden weniger Sorgen machen als der BSV Rehden um die Zukunft mit ihm.

Tim Becker, Eigengewächs der Schwarz-Weißen im besten Sinn, gehört mit seinen erst 22 Jahren schon zu den dienstältesten BSV-Akteuren im Regionalliga-Kader. Und der Torhüter hatte auch das Interesse anderer Clubs geweckt. „Aber wirklich gesprochen habe ich mit keinem von außerhalb, weil Rehden schon früher signalisiert hatte, mit mir sprechen zu wollen“, stellt Becker klar: „Das war mein erster Ansprechpartner.“ Nun entschied sich Becker weiter für seinen BSV: Am Dienstag unterschrieb er einen Zweijahres-Kontrakt.

„Wir freuen uns, dass uns Tim erhalten bleibt und hoffen auf eine weitere gute und erfolgreiche Zeit in Rehden“, stellte Fußball-Vorstand Markus Kompp nach der Signatur klar.

„Mein erster Vertrag“, sagt Becker schmunzelnd. Doch seinen Wert für den BSV hat der Schlussmann schon zur Genüge unter Beweis gestellt. 2011 aus der A-Jugend in den Herrenbereich gekommen, wurde der Blondschopf auf Anhieb zum Stammkeeper der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga. Bald trug er auch die Kapitänsbinde und trainierte im Kader der Ersten mit – damals noch in der Oberliga. „Inzwischen absolviere ich das volle Programm mit den wöchentlich vier Einheiten im Regionalliga-Team und trainiere einmal pro Woche mit der Zweiten – wenn es geht. Für die spiele ich ja meistens, und den anderen Tag des Wochenendes fahre ich dann mit der Ersten mit“, umreißt Becker sein Pensum, das vor Sonntagsspielen des Viertligisten noch um ein Samstagvormittags-Training anwächst.

„Sein Pensum in den vergangenen Jahren war enorm“, weiß auch Kompp, doch der Spieler selbst nimmt das cool hin: „Ein oder zwei fußballfreie Tage bleiben mir schon.“ Die nutzt der Bürokaufmann gelegentlich mit einem Kumpel zum Angeln an der Hunte oder auf dem Gelände seiner Teichgemeinschaft. Vielleicht holt sich der Ur-Rehdener dadurch die Ruhe, auf die es in seiner Position mehr ankommt als bei anderen. Denn Beckers bisherige Einsätze im Regionalliga-Team waren nie ganz ohne – von seinem Debüt am 1. Mai 2013 im Spiel ohne Wertung gegen Pleite-Club VfB Lübeck mal abgesehen. Doch knapp einen Monat später im Duell um den letzten freien DFB-Pokal-Platz bei Lupo Martini Wolfsburg ging es um viel Fernsehgeld. „Aber darüber haben wir an dem Abend gar nicht so nachgedacht“, erinnert sich der junge Keeper. Er jedenfalls hielt den Kasten sauber, der BSV gewann 3:0 – und zog danach bekanntlich das große Pokal-Los gegen Bayern.

In dieser Saison musste Tim Becker unter anderem Anfang März zur zweiten Halbzeit in der Partie bei Hannover 96 zwischen die Pfosten, weil sich Milos Mandic Mitte des ersten Durchgangs verletzt hatte. Stammkeeper „Milo“ arbeitet sich seit diesem Meniskusschaden gerade zurück, Celio Rocha als etatmäßige Nummer zwei rückte auf – und Becker bildete den Backup für den Rest der Serie.

Auf mehr schielt er vorerst nicht – selbst angesichts der aktuellen Lage, in der Mandic noch nicht fit ist und der BSV Rocha zwar halten will, aber bisher keinen Vollzug melden kann. Die Rolle als „dritter Mann“ nimmt Tim Becker ohne zu murren an. „Man sieht aber schon jetzt, dass der Weg aus der Zweiten in die Erste gelingen kann“, freut sich Becker über den Status Quo. Und seine Bezirksliga-Einsätze bedeuten ihm mindestens genauso viel. „Es ist wichtig, dass ich weiter Spielpraxis bekomme – und für die neue Saison hoffe ich auf weniger Gegentore als in dieser. Es wäre schön, wenn wir wieder an die Serie davor anknüpfen könnten, als wir überraschend in die Aufstiegsrelegation kamen. Personell hat sich seitdem bei uns ja nicht allzu viel verändert.“ Ob der Torhüter jedoch dann auch in seinem dritten Herren-Jahr die Binde des „Capitanos“ tragen darf, weiß er noch nicht: „Normalerweise müsste ein Kapitän schon bei jedem Training seiner Mannschaft sein“, meint Becker. Er stellt eben keine Ansprüche.

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