Torjäger des Lüneburger SK trifft doppelt / Gyasi mit Platzwunde früh raus

Nichts zu holen in der Heide: Wriedt ärgert Rehden – 0:2

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Etwas zu weit vorgelegt: Rehdens Joker Ramiz Pasiov (2.v.l.) nimmt einen Pass von Andor Bolyki (vorn rechts) auf, zieht davon, kommt dann aber nicht mehr an die Kugel. Lüneburgs Jannis Opalka (l.) und Alexandros Tanidis konnten nur mitlaufen.

Aus Bardowick Berichtet - Cord KrügerNach 87 Minuten hatte Kwasi Okyere Wriedt gestern seinen eindrucksvoll effektiven Arbeitstag beendet. Unter dem Applaus seiner Mitspieler und der 450 Zuschauer trabte der Stürmer des Lüneburger SK zur Auswechslung. Nur die Fußballer des BSV Rehden sparten sich natürlich ihren Beifall, denn Wriedt hatte sie mit seinen beiden Toren in der 3. und 35. Minute dieses Regionalliga-Duells im Bardowicker Stadion fast im Alleingang geschlagen. „Wir sind sehr enttäuscht“, seufzte BSV-Trainer Fabian Gerber nach der 0:2 (0:2)-Niederlage. „Vor allem, weil wir nicht das schlechtere Team waren.“

Mindestens ebenso schmerzte der Ausfall von Mittelfeldmann Jeff Gyasi, der nach 35 Minuten mit einer Kopfplatzwunde ausfiel. „Das passte eben auch noch zu diesem Tag“, schilderte Gerber: „Nach drei Minuten waren unsere Planungen allerdings schon über den Haufen geworfen.“

Denn da hatte es bereits im Kasten von Rehdens Torhüter Kevin Birk geklingelt. Wriedt nahm einen Steilpass von Mehmet Kurt durch die Schnittstelle an, sprintete durch, schubste den mitgelaufenen BSV-Innenverteidiger Stefan Heyken um und vollstreckte ungerührt von halblinks ins lange Eck.

Die Gäste brauchten ein paar Minuten, um sich zu schütteln. Die LSK-Kicker waren fast immer eher am Ball, sprachen viel, halfen sich – nahmen den Abstiegskampf eben ein bisschen besser an. Andor Bolyki vergab die erste Chance nach acht Minuten, als sein Schuss nach feiner Linkshereingabe von Abu Bakarr Kargbo per Lupfer in Lüneburgs Abwehr hängen blieb. Wieder Bolyki zwang Keeper Tim Wulf mit einem Versuch aus der zweiten Reihe zur Glanzparade (13.), und sein Außenspieler-Kollege Jeff-Denis Fehr hatte Pech, als LSK-Abwehrrecke Alexandros Tanidis seinen Kracher im Fünfmeterraum abblockte (15.). „Wir hatten unsere Chancen“, erinnerte Gerber an diese Szenen.

Doch es sollte nicht sein. Und nach einer halben Stunde musste der Chefcoach wieder umdenken: Jeff Gyasi und Lukas Pägelow blieben nach einem Kopfballduell im Rehdener Strafraum liegen, Pägelow konnte weitermachen, doch der zweikampfstarke BSV-Sechser musste mit blutender Stirn vom Platz. „Es ist ein ziemlicher Cut“, berichtete Gerber aus der Kabine, die Gyasi später in Richtung Krankenhaus verließ. Die Risswunde musste genäht werden.

Das 2:0 bekam er allerdings noch mit: Bastian Ungureanu war auf halblinks entwischt, Heykens Grätsche im Strafraum erreichte nur noch sein Schienbein – und Wriedt verwandelte den fälligen Elfmeter sicher – 2:0 (36.). Anschließend kam Matthias Tietz für Gyasi auf den Platz, rackerte in der Doppel-Sechs. Doch es reichte nicht. Vielleicht wäre noch etwas für die Schwarz-Weißen möglich gewesen, wenn Kargbo vor der Pause den Anschluss markiert hätte – doch sein Kopfball nach einem Freistoß von Viktor Pekrul klatschte an den Pfosten (41.). „Aber selbst danach war noch nichts verloren“, haderte Gerber.

Doch das spätere Tor, eine Mischung aus einem Bolyki-Schuss und einem Lüneburger Rettungsversuch, pfiff Schiedsrichter Jost Steenken zurück, weil der eingewechselte Winter-Neuzugang Ramiz Pasiov Tanidis geschubst hatte (68.). Der Stoß war nicht so heftig wie Wriedts Einsatz gegen Heyken vor dem 0:1 – doch das Klagen über den Referee brachte nichts, wusste der BSV-Coach: „Wir hatten uns hier gegen einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf viel vorgenommen – deshalb tut die Niederlage weh“, bilanzierte Gerber. Und zu dieser Zeit wusste er noch gar nicht, dass der Tabellen-Drittletzte VfV Borussia Hildesheim Norderstedt besiegt hatte. Rehdens Abstand zu den Abstiegsrängen schmolz somit auf fünf Punkte zusammen – bei drei noch offenen Hildesheimer Spielen mehr.

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