Ein toller Schuss gegen den Frust

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Aus diesen Augen spricht die totale Entschlossenheit: Rehdens Kevin Artmann wollte unbedingt dieses Tor – und traf. ·

Rehden - Von Arne Flügge. Er rannte, kämpfte, gab keinen Ball verloren. Er motivierte, feuerte an, spielte tolle Pässe – und er traf zum entscheidenden 1:0. Dank Kevin Artmann, dem endlich sein erstes Saisontor geglückt war, hatte sich Fußball-Regionalligist BSV Rehden beim Sieg über den SV Eichede für den immensen Aufwand wieder einmal mit drei Punkten belohnt.

In den vergangenen Wochen hatte sich beim Rehdener Kapitän schon ein wenig Frust aufgebaut. Gute Chancen wurden häufig nicht genutzt, unnötige Gegentore kassiert. Am Ende reichte es zumeist nur für einen Punkt. „Und oftmals verlierst du dann auch so ein Spiel, weil du dir noch selbst einen reinmurmelst“, sagt der 28-Jährige: „Ich hatte zuletzt bei uns das Sieger-Gen vermisst.“

Und daher war Artmann nach den ersten 45 Minuten gegen Eichede auch ziemlich angefressen, weil der BSV Rehden gleich haufenweise Möglichkeiten versiebt hatte. „Wir haben so gut gespielt. Das war richtig klasse. Aber wir haben uns wieder nicht belohnt. Da war ich schon sauer“, räumt der Rehdener Kapitän ein.

Auch mit sich persönlich sei er zuletzt nicht absolut zufrieden gewesen. „Wenn du kritisierst und etwas einforderst, musst du das auch selbst einlösen. Das ist mir nur zum Teil gelungen“, sagt Artmann: „Ich habe zwar ordentlich gespielt und einige Tore vorbereitet – doch ich habe auch den Anspruch an mich, selbst zu treffen. Und das ist mir nicht gelungen.“

Bis zur 73. Minute am Sonntag gegen den SV Eichede. Der Ball kam zu Artmann, 18 Meter halbrechte Position. Die Kugel titschte noch einmal kurz auf, volles Risiko, hammerharter Flachschuss mit links – wumm, drin! „Ich habe mir gedacht: Nimm es, wie es kommt. Entweder du triffst den Ball und jagst ihn rein oder du knallst ihn in Richtung Bauernhof. Zum Glück habe ich den Ball perfekt getroffen, und er ist eingeschlagen“, beschreibt Artmann die spielentscheidende Szene.

Und nachdem sich die Kugel unter dem Jubel der 500 Zuschauer im Netz verfangen hatte, fiel auch bei Kevin Artmann die ganze Anspannung der vergangenen Wochen ab. Mit geballter Faust hob er zum Jubelsprung ab, schrie seine Freude heraus, ehe ihn die Kollegen unter einer Jubeltraube begruben.

„In diesem Moment ist alles zum Tragen gekommen. Der Frust, der sich bei mir aufgestaut hatte – und auch der Druck, den ich mir selbst gemacht hatte. Das alles hat sich entladen“, berichtet Artmann, der im Training Extraschichten eingelegt hatte. „Ich habe noch viel den Torabschluss geübt“, sagt der Ex-Profi von Werder Bremen. Es hat sich gelohnt.

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