Gemeinsames Konzept des BSV Rehden mit Polizei, Rettungskräften und Gemeinde

Teamwork gegen Fan-Gewalt

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Heiko Heimann, Jürgen Koblofsky, Friedrich Schilling, Bernhard Haas und Claus Mackenstedt (von links) unterzeichneten das gemeinsam erarbeitete Konzept zur Gewährleistung der Sicherheit in den Rehdener Waldsportstätten. ·

Rehden - Randale von Dresdner Fans bei Zweitligist Arminia Bielefeld, eine Massen-Schlägerei vor dem Werder-Spiel gegen Bayern: Das vergangene Wochenende lieferte wieder mal neue Beispiele von Gewalt im Fußball.

Nun bewegt sich der BSV Rehden nicht in so hohen sportlichen Sphären, rangiert aber immerhin nur zwei Ligen tiefer. Und damit sich solche Szenen rund um die Waldsportstätten nicht abspielen, unterzeichneten gestern Vertreter von Polizei, Feuerwehr, DRK, Samtgemeinde und BSV ein gemeinsam erarbeitetes Sicherheitskonzept.

Aktuell bestand dazu kein Anlass, denn Polizeirat Heiko Heimann als „Leiter Einsatz“ der Polizeiinspektion Diepholz bezeichnete Rehdens Fankultur als „friedlich und unproblematisch“. Auch der Anhang der Gäste-Fans sei meist besonnen, „weil einer gewaltbereiten Szene in Rehden der Gegenpart fehlt“, wie Dietmar Gartmann als Chef des Einsatz- und Streifendienstes unterstrich.

So dürfte es bis auf Weiteres bleiben, denn BSV-Vorsitzender Friedrich Schilling sieht mittelfristig nicht die Chance, dass der Regionalligist den Sprung in die Dritte Liga schaffen könnte: „Aber wir wären froh, wenn wir noch möglichst lange in der Regionalliga spielen könnten – und vielleicht qualifizieren wir uns wieder für den DFB-Pokal.“ Mit Blick auf etwaige Zweitligisten als zugeloste Gegner „könnte dann aber ein Problem auf uns zukommen“.

Gut, dass alle Seiten für diesen Fall nun auch schriftlich ihre Unterstützung zusicherten. In der Praxis stehen sie für solche Fälle schon seit Jahren parat – von den Begehungen vor Saisonbeginn über Besprechungen vor den Heimspielen bis nach dem Abpfiff. DRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Koblofsky versprach, dass „wir mit unseren ehrenamtlichen Kräften dabei sind“ und erinnerte zudem an die nahe gelegene Rehdener Rettungswache. Ortsbrandmeister Claus Mackenstedt erklärte, dass „wir nicht immer zwingend vor Ort sein müssen“. Für Partien mit mehr als 5 000 Zuschauern sei die Feuerwehr aber für Parkplatz- und Ordnungsdienste präsent. Und Bernhard Haas, Allgemeiner Vertreter von Samtgemeindebürgermeister Hartmut Bloch, sagte zu: „Wir als Eigentümer der Waldsportstätten fühlen uns für die Sicherheit verantwortlich.“

Die Kosten zur weiteren „Aufrüstung“ des Stadions teilen sich aber BSV und Kommune. Investitionen zur Kapazitätserweiterung bleiben wohl größtenteils Vereinssache. Der bisherige Gästebereich etwa sei meist ausreichend, wie BSV-Boss Friedrich Schilling darstellte – für Partien wie gegen den VfB Oldenburg aber zu klein. „Daher überlegen wir, diesen Block zu vergrößern und mit einem zweiten Eingang zu versehen.“ Erster Hauptkommissar Udo Schilling, „Szenekundiger Beamter“ (SKB) bei Rehdens Heimspielen, würde dies begrüßen: „Dann hätten wir gar keinen Stress mehr.“

Duelle zwischen Rehden und dem VfB gelten als „Risikospiele“, mit Abstrichen rangieren auch die Heim-Auftritte gegen Meppen und Braunschweig II in dieser Kategorie. Dann befinden sich mehr Polizeibeamte als gewohnt im Stadion, aber meist nur in beobachtender Funktion. Eingreifen mussten sie bisher nur ganz selten. Und alle Unterzeichner des Konzepts hoffen, dass dies so bleibt. · ck

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