FC Sulingen bleibt alles schuldig / Twistringen ein hochverdienter Sieger / Niklas Hiller stark

Pinheiro am Boden zerstört – 0:3

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Mann des Tages: Twistringens Niklas Hiller (vorn) hatte großen Anteil am 3:0-Sieg über den FC Sulingen.

Bsv Rehden - Von Arne Flügge. TwistringenBsv Rehden - Von Arne Flügge. Der Frust saß tief bei Pedro Pinheiro. „Wenn wir weiter so auftreten...“, sagte der Trainer von Fußball-Bezirksligist FC Sulingen, ohne den Satz dann zu beenden. Es ist aber leicht vorstellbar, was gefolgt wäre. Denn nach einer indiskutablen Leistung unterlagen die Sulinger am Samstag beim SC Twistringen mit 0:3 (0:1) und taumeln weiter in der Abstiegszone herum. „Wir machen es dem Gegner immer wieder zu leicht. Das ist Frust und Enttäuschung pur“, seufzte Pinheiro – und zählte auf: „Wir leisten uns zu viele individuelle Fehler vor den Gegentoren, sind total anfällig bei Kontern, haben keinen konstruktiven Spielaufbau, die Bälle landen immer beim Gegner, wir sterben in Schönheit.“

Genug Baustellen also beim FC Sulingen, die so schnell vermutlich auch nicht geschlossen werden können. Bonjour, tristesse! Willkommen im Abstiegskampf.

Von dem hatte Pinheiro bereits vor der Partie gesprochen. Und in Twistringen zeigte sich einmal mehr, dass er Recht behalten sollte. „Es sind nur einige dabei, die richtig fighten“, kritisierte der Sulinger Coach. Und: Elemente, die im Training einstudiert werden, finden sich auf dem Platz nicht wieder. „Da wird dann einfach etwas anderes gemacht“, klagte der FC-Trainer.

Und dann kommt fast zwangsläufig eine auch in der Höhe verdiente Niederlage heraus. Zumal der SC Twistringen gerade in der ersten halben Stunde richtig gut spielte, drauf ging und so die Gäste auch zu Fehlern zwang. Bereits in der dritten Minute durften die Hausherren das erste Mal jubeln. Nach einer schönen Kombination zwischen Timo und Niklas Hiller schaufelte Andre Lausch den Ball aus 18 Metern mit einem Heber über FC-Keeper Tobias Plümer hinweg in die Maschen. „Die Jungs wussten, dass Tobias manchmal etwas weiter vorm Tor steht. Das hat Andre richtig gut gemacht“, freute sich Twistringens Trainer Stefan Müller über den Kunstschuss. Der auch gewollt war, wie Lausch später beteuerte: „Den wollte ich so machen. Erst habe ich gedacht, der geht drüber, aber dann fiel der Ball doch noch zum richtigen Zeitpunkt runter und rein.“

Sehr zum Ärger von Pinheiro, der in der Folgezeit mitansehen musste, wie der SC Twistringen zwei, drei weitere Großchancen vor und zwei dicke Möglichkeiten nach dem Wechsel liegen ließ. „Wir müssen da das zweite oder dritte Tor machen“, ärgerte sich Müller. Denn so hieß es immer noch „nur“ 1:0. Doch die Sulinger waren in der Offensive einfach viel zu harmlos und zu ideenlos. „Wir hatten keinen Zug“, knurrte Pinheiro. Da half es auch nichts, dass die Gäste ab der 60. Minute mehr Ballbesitz hatten.

Die Twistringer verwalteten die Führung nur noch, verließen sich auf ihre starke Defensive – und auf ihre Konterstärke. Mit Erfolg: nach glänzender Vorarbeit von Timo Hiller erzielte Niklas Hiller in der 90. Minute das erlösende 2:0, nur eine Minute später traf der eingewechselte Julian Fuhrmann nach Pass von Niklas Hiller gar noch zum 3:0.

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