Stürmer wieder in Rehden / Winkelmann nach Oldenburg / Grashoff neu beim BSV

Kosenkow kehrt zurück, doch ein Sechser sagt Servus

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Rehdens Sportvorstand Markus Kompp begrüßte am Montagabend Malte Grashoff und Paul Kosenkow (v.l.) beim BSV.

Rehden - Von Cord Krüger. Drei Mal ist Rehdener Recht – nach dieser Devise kehrt ein in den Waldsportstätten bestens bekannter Offensivmann zum BSV zurück – mal wieder: Am Montagabend unterschrieb Paul Kosenkow seinen dritten Kontrakt bei den Schwarz-Weißen innerhalb von neun Jahren.

Er ist einer von drei Kickern, die nun zwischen den Regionalligisten VfB Oldenburg und BSV Rehden hin- und herwechseln: Malte Grashoff, seit zwei Wochen Gastspieler in der Mannschaft von Trainer Alexander Kiene, folgt Kosenkow aus Oldenburg zum Tabellen-Vorletzten. Dort soll er im defensiven Mittelfeld Marius Winkelmann beerben, der nach zwei Jahren zum VfB zurückkehrt.

Winkelmann geht mit gemischten Gefühlen, wie er gestern mit gedämpfter Stimme gestand: „Hier in Rehden hatte ich meine zwei besten Fußballer-Jahre. Ich hoffe, es bleibt kein Beigeschmack, dass ich jetzt mitten in der Saison gehe. Aber Oldenburg hat sich sehr um mich bemüht – und ich will den Fans dort beweisen, was ich kann.“ Denn in seinem damaligen halbjährigen Intermezzo seit Sommer 2012 „habe ich nicht die beste Rolle gespielt“. Hinzu kam der Reiz, dass der 24-Jährige nun mehr Zeit zwischen Hörsaal und Fußballplatz hat. Der Mittelfeldmann studiert in Oldenburg BWL, „und die täglichen Fahrten zum Training nach Rehden waren nicht zu unterschätzen.“

Dennoch behält der Mann, der für den BSV 63 Regionalliga-Spiele bestritt und 13 Tore schoss, die Route im Kopf: „Ich werde bestimmt mal zu den Heimspielen vorbeischauen, wenn es sich mit unseren Spielen vereinbaren lässt.“

Winkelmanns Abschied wurde konkreter, als kurz nach dem Start der Wintervorbereitung Malte Grashoff zum Probetraining an der Dickeler Straße auftauchte. Der gilt wie Winkelmann als „Sechser“, interpretiert diese Rolle allerdings rustikaler. „Malte soll für seine offensiveren Mittelfeldkollegen die Drecksarbeit machen und ihnen den Rücken freihalten“, umreißt Rehdens Sportvorstand Markus Kompp die Stellenbeschreibung des Rotschopfs, der beim TSV Schwarme das Fußball-Einmaleins erlernt hatte und über den MTV Riede, Werder Bremen (2002 bis 2006) und den damaligen B-Jugend-Regionalligisten SC Weyhe zum Leistungsfußballer reifte. 2009 ging es zurück zu Werder, wo er es im Herren-Alter in die Bundesliga-Reserve schaffte. 2013 führte ihn der Weg zu Preußen Münster und vergangenen Sommer nach Oldenburg. Dort sortierte Trainer Predrag Uzelac den 22-Jährigen aus, und nun schlug Rehden zu.

Am überraschendsten kam der Transfer Kosenkows. Doch „sein Draht zu uns ist nie abgerissen, und seinen letzten Wechsel hat Paul schnell bereut“, berichtete Kompp nach den jüngsten Wiederannäherungsgesprächen.

Zuletzt hatte der Flügelspieler die Schwarz-Weißen im Sommer 2013 verlassen – kurz vor dem Jahrhundertspiel des BSV gegen den FC Bayern in der ersten Runde des DFB-Pokals. Dieses Duell hatte Kosenkow mit seinen drei Toren im Entscheidungsspiel um den letzten niedersächsischen Cup-Platz gegen Lupo Martini Wolfsburg erst ermöglicht. Doch das Bayern-Duell verfolgte der zurück zum BV Cloppenburg gegangene Rechtsaußen als Zuschauer. Ein Jahr später hatte der BVC keine Verwendung mehr für ihn. Schon damals stand BSV-Vorsitzender Friedrich Schilling wieder mit ihm in Kontakt – und betonte, dass die bisherigen Abschiede stets ohne schmutzige Wäsche vonstatten gingen: „Paul hat sich uns gegenüber immer korrekt verhalten.“ Doch schließlich versuchte der heute 30-Jährige in Oldenburg sein Glück.

2006 war der Rechtsfuß erstmals nach Rehden gewechselt – vom BV Cloppenburg. 2009 kehrte er an die Soeste zurück, 2012 unterschrieb er wieder in Rehden. Nun Autogramm Nummer drei – „und wir hoffen, dass er jetzt länger bleibt“, wünscht sich Kompp.

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