Stürmer trifft zum 2:1-Sieg beim TSV Schilksee / „Ein richtig gutes Gefühl“

Joker Pasiov nimmt Rehden eine Last von den Schultern

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Vorbereiter der Rehdener Führung: Offensivspieler Danny Arend war Ausgangspunkt des 1:0.

Schilksee - Von Arne Flügge. Ramiz Pasiov wollte sich nicht als Matchwinner feiern lassen. „Die starke Mannschaftsleistung ist für den Sieg verantwortlich“, sagte der Stürmer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden bescheiden. Allerdings hatte Pasiov einen entscheidenden Anteil am 2:1 (1:1)-Auswärtssieg seines Teams gestern bei Schlusslicht TSV Schilksee.

In der 64. Minute eingewechselt, markierte der Angreifer nur acht Minuten später den Siegtreffer für sein Team. Pasiov schnappte sich 25 Meter vor dem Tor den Ball, dribbelte noch einige Meter und jagte die Kugel dann mit einem Flachschuss knallhart ins untere linke Eck. „Das war ein richtiger Strahl“, sagte Rehdens Co-Trainer Dario Fossi. Für den Torschützen war es „einfach ein gutes Gefühl“, denn als Stürmer werde man an Toren gemessen. Und daher „wäre es besser gewesen, wenn ich noch ein zweites gemacht hätte“, schmunzelte Pasiov. Schließlich hatte er fünf Minuten vor seinem Treffer aus einer fast identischen Situation noch übers Tor geschossen. Ball flach halten lohnt sich also immer ...

Trainer Fabian Gerber hatte mit der Einwechslung seines Siegtorschützen also ein glückliches Händchen gehabt. Um mehr Druck zu erzeugen, hatte der Coach die Doppelsechs aufgelöst und Pasiov als zweite Spitze neben Abu Bakarr Kargbo gestellt. Der Schachzug ging auf. „Es freut mich ungemein für Ramiz, dass er das Tor erzielt hat“, sagte der Coach, „denn in unserem System hat er es nicht einfach.“

Im Rehdener 4-2-3-1-System ist Kargbo mit bislang zehn Saisontoren gesetzt, „und da ist es natürlich auch schwer für mich“, räumte Pasiov ein. Dennoch hat er sich nie hängen lassen. „Ramiz gibt in jedem Training Gas. Dafür hat er sich heute belohnt und der Mannschaft geholfen“, erklärte Gerber. Pasiov hofft indes, vielleicht demnächst zusammen mit Kargbo von Beginn an auf dem Platz zu stehen. „Das wäre super“, sagte der Winterneuzugang, „wir harmonieren gut zusammen. Auf dem Platz und abseits des Platzes.“

Dieser Teamgeist kann Gerber nur recht sein. Er ist das Fundament für seine Spielphilosophie. „Es geht nur gemeinsam“, sagte der Coach. Und das setzte seine Mannschaft gestern in Schilksee von Beginn an um. „Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen“, analysierte Co-Trainer Fossi. Und zwangsläufig fiel in der 26. Minute auch das Rehdener 1:0. Viktor Pekrul spielte auf der rechten Seite Danny Arend an, der zog in den Strafraum und brachte den Ball auf den langen Pfosten. Dort stand Joseph Boyamba völlig frei und drückte den Ball ohne Mühe über die Linie.

Doch wie schon in der Vorwoche gegen Goslar brachte die Führung keine Ruhe ins Rehdener Spiel. Die Mannschaft verlor wieder einmal den Faden. Schilksee hatte jetzt viele Standards. „Wir haben förmlich um das Gegentor gebettelt“, monierte Fossi. In der 37. Minute war es dann soweit: Marcel Stutter soll seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall gebracht haben – Elfmeter. „Eine zu harte Entscheidung. Den muss man nicht geben“, sagte Fossi. Doch alles Klagen half nichts. Jan-Niclas Bräunling verwandelte eiskalt zum 1:1-Pausenstand.

In der Halbzeit schwor Trainer Gerber seine Mannschaft dann noch einmal intensiv auf die zweiten 45 Minuten ein. Mit Erfolg. Rehden war dominant, ließ allerdings einmal mehr eine Vielzahl an glasklaren Möglichkeiten aus. Bis sich Joker Pasiov aus 20 Metern ein Herz fasste.

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