BSV-Trainer Gerber macht im Heimspiel gegen Norderstedt aus der Not eine Tugend

Stürmer-Alarm in Rehden: Jetzt soll es Bolyki richten

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An vorderster Front: Andor Bolyki (links) soll morgen beim BSV Rehden in die Sturmspitze rücken.

Rehden - Von Arne Flügge. Fabian Gerber ist derzeit nicht zu beneiden. Fast wöchentlich brechen dem Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden Schlüsselspieler auf entscheidenden Positionen weg. Auch vor dem Heimspiel morgen (15.00 Uhr) gegen den FC Eintracht Norderstedt bleibt die Mannschaft nicht vom Verletzungspech verschont. Toptorjäger Abu Bakkar Kargbo (zehn Saisontreffer) muss wegen einer Adduktorenzerrung – zugezogen am Dienstag in Cloppenburg – passen.

Da auch Ramiz Pasiov wegen eines Bänderrisses ausfällt, „habe ich keinen gelernten Stürmer mehr“, seufzt Gerber. Für Routinier Andreas Gerdes-Wurpts käme nach dessen längerer Verletzung ein Einsatz von Beginn an noch zu früh. Der 35-Jährige stand beim 3:3 in Cloppenburg erstmals wieder im Kader und bekam einen Kurzeinsatz. „Andreas fehlt noch die Kraft, um über die volle Distanz zu gehen“, weiß Trainer Gerber. Also wird der 36-Jährige vermutlich aus der Not eine Tugend machen und den jungen Andor Bolyki ins Angriffszentrum beordern. „Er wäre die Alternative. Das könnte ich mir gut vorstellen“, bestätigt der Ex-Profi.

Zumal Bolyki am Dienstag nach Kargbos Verletzung diesen Part bereit übernommen und seine Sache gut gemacht hat. „Und er hat sich zudem auch mit einem Tor belohnt“, sagt Gerber. Darüber hinaus hatte Bolyki schon im Hinspiel in Norderstedt beim 3:3 getroffen. Ein gutes Omen für morgen?

Gerber hofft das, und er hat noch mehrere personelle Baustellen zu bearbeiten. Innenverteidiger Stefan Heyken steht wegen einer Virusinfektion weiter nicht zur Verfügung. „Er hat noch Sportverbot“, berichtet Gerber. Zudem droht auch Kevin Artmann auszufallen. Der Kapitän war in Cloppenburg umgeknickt und hat einen dicken Knöchel. Heute soll es noch mal einen Test geben. Gerber: „Es wäre richtig bitter, wenn Kevin auch noch ausfallen würde.“

Denn der BSV Rehden steckt mitten im Abstiegskampf. Personelle Hiobsbotschaften kann der Club nun überhaupt nicht gebrauchen. „Wir haben einige Positionen nicht doppelt besetzt. Von daher können wir in bestimmten Situationen auch nicht groß reagieren“, weiß Rehdens Trainer: „Es ist gerade eine sehr schwierige Phase, aber wir müssen das Beste daraus machen.“

Mit 35 Punkten liegt Rehden auf Platz elf. Zum ersten Abstiegsrang, den Goslar mit 32 Zählern inne hat, sind es nur noch drei Punkte Vorsprung. „Das wird noch eine ganz, ganz enge Kiste“, ahnt Gerber – und verspricht: „Trotz aller Probleme werden wir wieder eine schlagkräftige Mannschaft auf den Platz bringen, die alles raushauen wird.“ Schließlich ist jeder Punkt momentan Gold wert. Und daher hat sich Gerber auch über die „zwei hergeschenkten Punkte“ in Cloppenburg geärgert: „Das hat schon wehgetan. Es war bitter, wieder mit dem Abpfiff noch den Ausgleich zu bekommen.“

Doch das sei jetzt abgehakt. „Es ist passiert und vorbei. Wir müssen nun unsere ganze Konzentration auf Norderstedt legen und versuchen, das Beste rauszuholen.“ Denn bei nur noch fünf ausstehenden Spielen könnte dem BSV Rehden bald die Zeit davon laufen.

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