Außenspieler zum Auftritt bei SV Drochtersen

Stojanovic – Hoffnungsträger für Rehdens Offensiv-Präsenz

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Rehdens Marko Stojanovic (am Ball) dürfte sich am Sonntag in Drochtersen seines Startelf-Platzes sicher sein. Ob es für Mittelfeld-Kollege Lennart Madroch (dahinter) reicht, steht noch nicht fest. Dem Sechser machen Hüftbeuger-Beschwerden zu schaffen.

Rehden - Von Cord Krüger. Bewundernswert, dass Benedetto Muzzicato überhaupt noch an sein Handy geht. Denn in unschöner Regelmäßigkeit erreichen den Trainer des BSV Rehden neue personelle Hiobsbotschaften.

Am Donnerstag wartete er gespannt auf das Ergebnis der Knie-Untersuchung von Außenspieler Mirhad Mehanovic. Zwei Tage zuvor hatten Augustino Canzian da Silva und Lennart Madroch das Training abbrechen müssen. „Unter Umständen kommen wir auf zehn Ausfälle“, verdeutlicht Muzzicato vor dem Regionalliga-Duell am Sonntag um 15.00 Uhr bei der SV Drochtersen/Assel.

Allerdings hegt der Italiener noch die leise Hoffnung, dass die Physiotherapeuten die Adduktorenbeschwerden von Abwehrspieler da Silva und die Hüftbeuger-Probleme von Defensiv-Allrounder Madroch noch rechtzeitig in den Griff bekommen.

Verletzung weniger gravierend

Für den beim 1:1 vor knapp zwei Wochen in Hildesheim verletzten Mehanovic reicht es definitiv nicht. „Mirhad konnte das Knie nicht mehr beugen. Mit etwas Ruhe ging es besser, aber Näheres muss ein MRT-Termin zeigen“, schildert der BSV-Coach. Auch der letztmals rotgesperrte Abwehrchef Michael Wessel, der am Fuß verletzte Zehner Kevin Artmann, Stürmer Francky Sembolo (Muskelfaserriss) und Sechser Kai Bastian Evers fallen aus – obwohl sich die gut eine Woche alte Adduktorenverletzung des Kapitäns als nicht so gravierend wie zunächst befürchtet darstellt.

Nur gut für die Schwarz-Weißen, dass Marko Stojanovic nach seiner abgebrummten Gelb-Rot-Sperre nun wieder ins Team zurückkehrt. Selbst in Bestbesetzung des Kaders wäre der Offensivmann eine Option für die Startelf gewesen, lässt der A-Lizenz-Inhaber durchblichen: „Marko kann mit seiner individuellen Klasse und mit seinem starken linken Fuß ein Spiel entscheiden.“ So weit die Schwärmerei. „Aber ich möchte von ihm noch viel häufiger sehen, dass er die Bälle fordert.“ Dafür plant er mit ihm auf der linken oder rechten Außenbahn. „Im zentralen Mittelfeld oder in der eigenen Hälfte ist ein Freigeist wie er verschenkt.“

„Mehr Präsenz im letzten Drittel“

Ganz vorn könnte Ex-Profi Addy-Waku Menga nach auskurierter Oberschenkelzerrung zu seinem dritten Einsatz kommen. Beim jüngsten 0:1 gegen Jeddeloh am Freitagabend saß der Stürmer schon auf der Bank – „aber nur, um seine Moral zu stärken“, räumt Muzzicato ein. Ob er sich vor dem Drochtersen-Spiel fit fühlt, „werden wir zwei vorher besprechen. Und wenn ein Mann wie Addy mit seiner Erfahrung sagt, dass er sich gut fühlt, wird er auch spielen.“

Mit dem Ex-Osnabrücker in der Spitze erhofft sich sein Chef „mehr Präsenz im letzten Drittel“. Daran haperte es zuletzt auch gegen Aufsteiger Jeddeloh. „Unsere Chancen waren da, aber wir wussten nicht viel damit anzufangen“, bedauert Muzzicato: „Das ist eine Frage der Qualität.“ Und des Tabellenstands. Denn dass ein Kicker eines Vorletzten mit anderem Selbstvertrauen abschließt als ein Kollege aus oberen Regionen, liegt für Muzzicato ebenfalls auf der Hand: „Wir haben viele falsche Entscheidungen getroffen.“

Mit der Einstellung und der Arbeit gegen den Ball im von ihm aus der Personalnot heraus gewählten 4-1-4-1-System war er hingegen zufrieden. Auf die richtige Mentalität komme es auch am Sonntag beim 13. an, „einer sehr gut eingespielten Mannschaft mit enormer Physis“, mahnt Muzzicato. Besonders warnt er vor dem ehemaligen Rehdener Stürmer Alexander Neumann, bisher in allen zehn Saisonspielen von Anfang bis Ende dabei und mit fünf Treffern bester Schütze der Kehdinger: „Auf Alex ist Drochtersens Spiel zugeschnitten.“

Darüber hinaus gibt es für die dienstälteren Rehdener im Team ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Kollegen Marius Winkelmann. Von Januar 2013 bis Januar 2015 stand der Mittelfeldmann zwei Jahre lang in Diensten der Schwarz-Weißen.

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