Nur kein Waterloo in Jeddeloh – dann kommt Cloppenburg zum Cup-Duell

Start frei zur Jagd auf frische Fleischtöpfe

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Rehdens Kapitän Kevin Artmann (hier vor Danny Arend) rechnet heute Abend beim SSV Jeddeloh mit einem rassigen Pokal-Fight. ·

Rehden - Von Cord Krüger. In seiner Karriere ist Kevin Artmann schon weit herumgekommen. Sogar am Küstenkanal kennt er sich aus. „Ja, ich war schon mal beim SSV Jeddeloh“, erinnert sich der Kapitän des BSV Rehden schmunzelnd an das Freundschaftsspiel vor 13 Monaten – damals noch mit ihm im Trikot des FC Oberneuland: „Ein Hexenkessel erwartet uns nicht gerade, aber es war ein kleiner, unebener Platz. Nicht ganz angenehm. Doch das ist okay.

Jeddeloh als Gastgeber will daraus sicher seine Vorteile ziehen“, schätzt der 27-Jährige, der heute mit dem BSV erneut ins Ammerland reist. Diesmal handelt es sich ab 19 Uhr jedoch um mehr als einen Test: Das Achtelfinale im Niedersachsenpokal soll die Jagd auf den erneuten Startplatz im DFB-Pokal eröffnen.

Denn gewinnt der Regionalligist beim Oberligisten, steht genau eine Woche später der Viertelfinal-Kracher gegen den Regionalliga-Konkurrenten BV Cloppenburg an. Niemand im Lager der Schwarz-Weißen sieht das heutige Duell daher als lästige Pflicht an. Zu sehr lockt das Duell gegen die Südoldenburger in den eigenen Waldsportstätten – ein Los ganz nach dem Geschmack von Vereinsboss Friedrich Schilling, der sich ein „attraktives Heimspiel“ im Cup gewünscht hatte: „Es muss ja nicht gleich gegen den VfL Osnabrück sein…“

Doch besteht angesichts der breiten Rehdener Brust nach dem 0:5-Achtungserfolg gegen Triple-Sieger Bayern und dem 2:0 über Regionalliga-Vizemeister Havelse nicht die Gefahr, schon vor dem Duell beim klassentieferen SSV an die nächste Runde zu denken? „Nein, stellt BSV-Trainer Predrag Uzelac klar: „So denkt keiner von meinen Jungs. Wir trainieren ganz normal wie vor jedem Spiel.“ Um nichts dem Zufall zu überlassen, hatte er zusammen mit Betreuer Boris Ekmesic den Gegner am Samstag beobachtet – im Oberliga-Heimspiel gegen den TSV Ottersberg. Uzelacs Eindrücke: Der Platz ist so wie bereits von Artmann geschildert – „und sehr eng“, beschreibt der 47-Jährige. Zudem sah er einen kompakt auftretenden SSV, der am Ende gegen die Ottersberger mit 1:0 gewann. „Wir müssen aufpassen“, warnt der Kroate trotz des starken Auftritts seiner Mannschaft gegen den TSV Havelse: „Jedes Spiel ist anders.“

Für Artmann und Oberneuland reichte es damals im Test zu einem 6:0. Je einmal trafen übrigens die ebenfalls nun in Rehden spielenden Dominic Krogemann und Gökhan Aktas, doch die haben heute nicht die besten Einsatzchancen. „Gökhan wird aber im Kader stehen“, verrät der BSV-Coach. Ob er den flexibel einsetzbaren Offensivmann, der am Samstag beim 1:1 der U 23 in Wetschen traf, zu einem Teilzeiteinsatz kommen lässt, will Uzelac nicht ausschließen. „Aber wir müssen es langsam angehen lassen, Gökhan war 15 Monate verletzt.“

Auch bei Marius Winkelmann, dem – bis zu seinem vierfachen Bänderriss – bärenstarken „Sechser“ der abgelaufenen Rückrunde, sei Vorsicht geboten. Gegen Bayern und Havelse kam der 22-Jährige für 30 und 20 Minuten zum Einsatz. „Er braucht noch Zeit, doch er wird sich wieder heranarbeiten“, weiß sein „Chef“: „Das ist ein fleißiger Junge.“ Nicht infrage kommen für heute die noch angeschlagene Neuzugänge Brian Jordan und Younes Chaib, dessen Oberschenkelverletzung vom Sonntag sich aber „nur“ als Zerrung und nicht als Muskelfaserriss entpuppte. Der Rechtsaußen muss jedoch mindestens eine Woche pausieren. Länger dauert es bei Francis Banecki, dessen Achillessehnen-Schmerzen die Ärzte nun mit einer weiteren Spritzen-Therapie zuleibe rücken: „Fünf oder sechs hat er schon bekommen, 20 werden es“, sagt Uzelac.

Insgesamt steht ihm also außer Chaib der komplette Kader vom Sonntag zur Verfügung. „Das ist gut, aber in der Startelf könnte es auf der einen oder anderen Position Veränderungen geben“, orakelt der Kroate – ohne natürlich näher ins Detail gehen zu wollen.

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