2:3-Niederlage bei Meister Wolfsburg II

Ein gefühlter Punkt

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Rehdens Kapitän Kevin Artmann verwandelte einen Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:2. n

Wolfsburg - Aus Wolfsburg berichtet Arne Flügge. Das war bitter: Fußball-Regionalligist BSV Rehden ist am Samstag zum Saisonauftakt nur knapp an einer Überraschung vorbeigeschrammt.

Die Mannschaft von Trainer Andreas Petersen bot beim Meister und haushohen Titelfavoriten VfL Wolfsburg II über weite Strecken eine ganz starke Leistung, unterlag am Ende aber hauchdünn mit 2:3 (0:2).

„Unterm Strich wäre ein Punkt verdient gewesen, zumal uns ein Tor weggenommen und Wolfsburg eines geschenkt wurde“, sagte BSV- Coach Petersen.

In einem guten Fußballspiel, in dem auch Kampf und Taktik nicht zu kurz kamen, hätte der BSV Rehden in der 14. Minute mit 1:0 vorn liegen müssen. Innenverteidiger Stefan Heyken köpfte eine Freistoßflanke von Viktor Pekrul in die Maschen, doch der Assistent wollte dabei eine Abseitsstellung gesehen haben – eine krasse Fehlentscheidung. So fiel das erste Tor auf der anderen Seite. Nach einem Fehler von Pekrul in der Vorwärtsbewegung konterte Wolfsburg die Gäste brutal aus. Robert Herrmann schloss zum 1:0 ab (18.). Und als Bastian Schulz eine weitere Unachtsamkeit in der Rehdener Defensive mit dem 2:0 bestrafte (35.), schien die Partie gelaufen.

Doch weit gefehlt. Petersen stellte personell und taktisch um, Rehden kam mit Wut und Mut aus der Kabine. Und nachdem Omar El-Zein von VfL-Keeper Matthias Hamrol im Strafraum umgesenst worden war, verwandelte BSV-Kapitän Kevin Artmann den fälligen Elfmeter sicher zum 1:2 (49).

Der Beginn einer Aufholjagd? So sollte es eigentlich sein, doch nur drei Minuten später erhöhten die Gastgeber nach einem Konter durch Dino Medjedovic auf 3:1 (52.) – ein Tor, das aber nicht hätte gegeben werden dürfen, weil der Schütze gleich mehrere Meter im Abseits gestanden hatte. Doch diesmal ließ der Assistent die Fahne unten. „Klarer geht es ja wohl nicht“, brummte Petersen.

Doch seine Mannschaft zeigte Moral, Willen – sie stemmte sich mit Macht gegen die drohende Niederlage. Nachdem Kiala Kifuta (76.) und auch Alessandro Ficara (77.) die besten Rehdener Möglichkeiten nicht genutzt hatten, traf Stefan Heyken in der 81. Minute per Kopfball nach einer Artmann-Ecke doch noch zum 2:3 – und es wurde für Wolfsburg jetzt noch einmal richtig eng.

Rehden lief nun einen Angriff nach dem anderen, ackerte, rannte, kämpfte – belohnte sich aber nicht mehr mit dem Tor zum 3:3.

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