Goslar weckt böse Erinnerungen / Wnucks Freude über den kleinen Bären

Das Spiel zum Vergessen ist noch nicht aus den Köpfen

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Szene aus der vergangenen Saison: Rehdens Alexander Neumann (Mitte) steht in Goslar auf verlorenem Posten.

Rehden - Von Arne Flügge. Am Ende flogen Plastikflaschen in Richtung Ersatzbank – Ausdruck tiefer Frustration. 60 Minuten lang hatte der BSV Rehden in der Fußball-Regionalliga beim Goslarer SC verdient mit 1:0 geführt – dann der Einbruch und am Ende noch eine 1:4-Schlappe.

Das war in der vergangenen Saison. Und Goslars Trainer Mario Block ist sich vor dem Duell am Sonntag (15 Uhr) in Goslar sicher: „Das passiert Rehden nicht noch einmal.“

Denn das Spiel zum Vergessen ist noch immer nicht ganz raus aus den Köpfen der Rehdener Spieler. Zumindest bei denen nicht, die damals auf dem Platz standen. Da gibt es noch etwas richtig zu stellen. „Das war die schlimmste und traurigste Niederlage der letzten Saison“, erinnert sich beispielsweise Stürmer Alexander Neumann: „Eine Stunde lang hatte man nicht das Gefühl, dass Goslar irgendetwas reißen könnte – und dann das.“

Am Sonntag werden die Karten gegen den aktuellen Tabellenführer nun neu gemischt. Mit einem Erfolg in Goslar könnte die Schmach der Vorsaison endgültig getilgt werden. Acht Punkte aus den jüngsten vier Spielen – die Brust der Rehdener ist breit. „Wir können sehr selbstbewusst sein und auch beim Tabellenführer gewinnen“, gibt sich Neumann zuversichtlich: „Es ist ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Wille und Tagesform entscheiden werden. Und ich bin überzeugt, dass wir der Sieger sein werden.“

Für Neumann selbst lief es zuletzt gar nicht so gut. Beim 3:0 gegen den FC St. Pauli II saß er 90 Minuten auf der Bank. „Ich kann das nachvollziehen. Ich konnte nicht die Leistungen abliefern, die auch ich mir vorgestellt habe. Ich weiß, dass da mehr kommen muss und auch mehr kommen kann“, berichtet der 23-Jährige. Mit seiner Nichtberücksichtigung habe Trainer Björn Wnuck ihn wachgekitzelt: „Es lief jetzt im Training schon viel besser. Der Kopf ist freier.“

Auch bei Wnuck. Der BSV-Coach ist gestern stolzer Papa eines Sohnes geworden. Mutter Nadine geht es gut, „und auch der Kleine ist putzmunter“, strahlt der 28-Jährige. Der Kleine heißt Bjarne, auf norwegisch bedeutet das „kleiner Bär“. Das passt. Denn Papa Björn (Übersetzung: „Bär“) hat ebenfalls einen nordischen Namen.

Also geht Wnuck nun befreit und beschwingt in das Auswärtsspiel. „Wir müssen wieder 100 Prozent Leidenschaft an den Tag legen und unseren Plan, sauberen und guten Fußball zu spielen, umsetzen. Das ist die Grundvoraussetzung für einen Erfolg.“ Den Wnuck seiner Mannschaft auch beim Spitzenreiter zutraut. „Natürlich haben wir Respekt vor Goslar. Aber wir haben keinen Bammel“, erklärt der Coach: „Wenn wir wieder diese Leidenschaft auf den Platz bringen und kompakt gegen den Ball arbeiten, ist es schwer, uns auszuhebeln.“

Personell muss der BSV Rehden auf Younes Chaib (Adduktorenprobleme) verzichten. Dafür ist Florian Stütz wieder dabei.

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