Wnuck im Dauerstress / Mit „Feuer und Leidenschaft“ nach Wilhelmshaven

Das Spiel eins nach Uzelac

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Debüt auf der Bank: Trainer Björn Wnuck.

Rehden - Von Arne Flügge. Es war eine Woche, die Björn Wnuck so schnell nicht vergessen wird – und die morgen (17 Uhr) mit dem Auswärtsspiel von Fußball-Regionalligist BSV Rehden beim SV Wilhelmshaven ihren letzten Höhepunkt haben wird.

Es ist nach dem Rücktritt von Trainer Predrag Uzelac das Debüt Wnucks als Interimstrainer auf der Bank des Regionalligisten. Und der 28-Jährige, der auch Coach der U 23-Mannschaft ist, räumt ein: „Es waren stressige Tage. Ich hatte einiges auf dem Zettel.“

Uzelacs Demission am Sonntag vor dem Spiel gegen Wolfsburg II nach einem heftigen Streit mit BSV-Boss Friedrich Schilling kam für Wnuck genauso überraschend wie für alle anderen auch. Den Montagvormittag verbrachte der 28-Jährige mit seiner schwangeren Frau im Krankenhaus, dann ein Gespräch mit Schilling, danach eines mit Co-Trainer Jacek Burkhardt – und schon eine Stunde später die erste Trainingseinheit mit dem Regionalligisten. Dienstag Training mit der U 23, der Rest der Woche gehörte wieder hauptsächlich der ersten Mannschaft. Heute Morgen ist Abschlusstraining mit dem Regionalligateam, am Nachmittag sitzt Wnuck als Trainer der U 23 des BSV Rehden gegen den SC Twistringen auf der Bank, bevor es dann morgen nach Wilhelmshaven geht. „Es wird nicht langweilig“, schmunzelt Wnuck: „Es war für mich klar, dass ich zur Verfügung stehe, um dem Verein in dieser schwierigen Situation zu helfen.“ Er macht aber auch keinen Hehl daraus, dass ihn die Aufgabe mächtig reizt: „Das ist definitiv schon geil, dass der Verein mir das Vertrauen schenkt. Damit stößt auch unsere Arbeit in der U 23 auf Anklang.“

Das erste Treffen am Montag mit der Regionalliga-Mannschaft nutzte Wnuck zunächst für ein längeres Gespräch. „Ich habe den Jungs gesagt, dass ich hier jetzt nichts groß umstellen oder die Rehdener Fußballwelt auf den Kopf stellen werde“, erklärt der Trainer: „Wir haben eine intakte Mannschaft mit einer klaren Handschrift und sehr viel Potenzial.“ Gleichwohl aber habe er versucht zu verdeutlichen, dass es nur mit Teamwork und Teamgeist möglich ist, die schwierige Situation zu meistern. „Ich habe versucht, das Bewusstsein zu wecken, dass wir die Situation nur gemeinsam lösen können, dass ich allein gar nichts machen kann. Ich brauche Co-Trainer Jacek Burkhardt genauso wie alle Betreuer, Physios und natürlich die Spieler“, berichtet Wnuck: „Und ich habe das Gefühl, dass jeder voll mitzieht.“

Im Training hat Wnuck versucht, der Mannschaft eine gewisse Lockerheit und auch Sicherheit zu geben. „Vielleicht auch ein bisschen ein Trotzgefühl, dass wir positiv gestimmt und gestärkt aus der Sache herauskommen“, berichtet der Trainer: „Es geht darum, eine positive Stimmung zu bekommen und inhaltlich zu arbeiten.“

Für das Auswärtsspiel morgen in Wilhelmshaven fordert Wnuck, „dass wir alle den Helm aufsetzen und mit Gemeinschaftssinn und Motivation rausgehen. Ich möchte, dass die Partie zu einer Vollgasveranstaltung wird, alles andere abgehakt ist. Das heißt: Brust raus, Feuer, Leidenschaft und Leben auf dem Platz. Wenn du 100 Prozent Leidenschaft zeigst, dann kommen die positiven Ergebnisse auch fast von alleine.“

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