Spätes 2:2 nach 2:0-Führung in Meppen

Bitter: Zehn Rehdener retten sich nicht ins Ziel

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Rehdens Jeff Gyasi (am Ball) kann sich hier gegen seinen Gegenspieler durchsetzen, sah aber später die Ampelkarte.

Meppen - Von Cord Krüger. Das ist unglaublich bitter für den BSV Rehden! Bis zur 90. Minute führte der Fußball-Regionalligist gestern Abend vor 1265 Zuschauern beim haushohen Favoriten SV Meppen mit 2:1, doch am Ende musste die Mannschaft von Trainer Franz Gerber in ein 2:2 (0:2) einwilligen. „Trotzdem: Kompliment an die Jungs“, urteilte Gerber hinterher: „Sie haben bis zuletzt alles reingeworfen, doch das Meppener Anschlusstor fiel zu früh.“

Nach 45 Minuten hatte es noch 2:0 für sein Team gestanden – und das hochverdient: Rehden zeigte bis dato die besseren Offensivaktionen. Danny Arend ging gleich zu Beginn zwei Mal allein auf SVM-Keeper Benjamin Gommert zu, zielte aber einmal haarscharf vorbei (1.) und verlor den Ball in der nächsten Szene gegen Janik Jesgarzewski (3.). Zudem spitzelte Johan Wigger eine flache Hereingabe von Gazi Siala noch kurz vor dem einschussbereiten Arend weg (5.). Doch nach 14 Minuten durften die Gäste jubeln: Eine Ecke von Viktor Pekrul verlängerte der nach einer Achillessehnenblessur ins Team zurückgekehrte Michael Wessel auf den ebenfalls genesenen Abu Bakarr Kargbo. Dessen Schuss wehrte Gommert noch ab, aber Stefan Heyken drückte den Ball über die Linie. Das gab den Schwarz-Weißen Selbstvertrauen, sie hielten den Tabellenfünften zweikampfstark in Schach, so dass die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart lange zu keiner echten Chance kam.

Stattdessen klingelte es auf der anderen Seite: Jeff-Denis Fehr setzte sich über links durch, bediente Kargbo per Steilpass, und der hämmerte die Kugel rechts oben in den Winkel (36.) – 0:2. Meppen reagierte wütend, aber nicht effektiv. Der knapp neben den langen Pfosten gesetzte Schuss von Marc Schnier war die einzig brenzlige Situation für Rehdens Torwart Milos Mandic vor der Pause (42.).

Nach dem Wechsel hatte Marcel Stutter das 3:0 auf dem Fuß, doch er lenkte die Kugel an die Unterkante der Latte (54.). „Wenn der reingegangen wäre, wären die Meppener wohl nicht mehr zurückgekommen“, meinte Gerber. So aber kamen sie zurück – und wie! Mandic musste bei einem Versuch von Schnier sein ganzes Können aufbieten (56.), Viktor Maier ballerte freistehend drüber (58.), Stutter rettete auf der Linie gegen Wigger (59.). Der BSV geriet arg ins Schwimmen. Als dann noch Jeff Gyasi über den Ball trat, Jesgarzewski dabei übel traf und dafür Gelb-Rot sah (62.), „mussten wir uns weiter zurückfallen lassen – ganz klar“, verdeutlichte Gerber. Das ging lange gut. Eine Viertelstunde vor Schluss reagierte Mandic stark gegen Maier. Dann allerdings war Rehdens Nummer eins machtlos, als Patrick Posipal eine Hereingabe von Schnier zum 1:2 einschob (80.).

Jetzt wurde es hektisch, Schiri Hass schickte den meckernden SVM-Coach Neidhart auf die Tribüne. Und von dort sah er, dass der von ihm eingewechselte Erdogan Pini zum 2:2 einschob. Sebastian Schepers hatte durch die Schnittstelle auf Posipal gepasst. „Der Ball darf nicht so einfach an zwei Mann vorbei in den Strafraum kommen“, ärgerte sich Heyken. Posipals Versuch parierte Mandic, doch den Abpraller versenkte Pini. „Am Ende mussten wir froh sein, dass das Spiel nicht noch drei Minuten länger ging“, gab Gerber angesichts des SVM-Dauerfeuers in der Schlussphase zu. Dennoch sprach Neidhart hinterher von einem „gefühlten Sieg für uns“.

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