Und auf Kumpel Groß

Hohnstedt heiß auf Rehdens Heimspiel gegen Werder II

Michael Hohnstedt, Werder-Fan seit Kindesbeinen, lässt die alte Liebe heute Abend für 90 Minuten ruhen. Das gilt auch für die Freundschaft zu Christian Groß, Kapitän von Werder II. - Foto: ck
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Michael Hohnstedt, Werder-Fan seit Kindesbeinen, lässt die alte Liebe heute Abend für 90 Minuten ruhen. Das gilt auch für die Freundschaft zu Christian Groß, Kapitän von Werder II.

Rehden - Seit der Sommerpause freut sich Michael Hohnstedt auf dieses Spiel. Wenn der Kapitän des BSV Rehden heute Abend um 19.00 Uhr mit seinem Regionalliga-14. den Tabellenvierten SV Werder Bremen II empfängt, trifft er erstens auf seinen Lieblingsverein seit Kindertagen, zweitens steht ihm bei der Platzwahl einer seiner liebsten Kollegen gegenüber: Werders Käpt’n Christian Groß.

„Aber nach dem Anpfiff kennt er keine Freunde“, sagt Hohnstedt über den 29-Jährigen, mit dem er von 2014 bis 2017 drei Serien lang für Drittligist VfL Osnabrück die Knochen hinhielt.

Herr Hohnstedt, Ihr guter Kumpel Christian Groß hat am Samstag groß aufgezogen – mit vier Toren beim 5:2 gegen den VfL Oldenburg. Gab es danach Kontakt zwischen Ihnen?

Michael Hohnstedt (30): Man piesackt sich natürlich ein bisschen. Ich habe ihm geschrieben, dass die Medien da wohl einiges falsch mitbekommen hätten. Vier Tore in einem Spiel – so kannte ich ihn nicht!

Dabei kennen Sie sich schon lange. Was macht Ihre Verbindung aus?

Hohnstedt: So eine Freundschaft gibt es heute im Fußball ganz, ganz selten. Wir hatten echt schöne Jahre in Osnabrück, haben zwischen den Trainingseinheiten fast jede freie Minute zusammen verbracht. Seine Familie und meine Familie verstehen sich super. Er war auf meiner Hochzeit und ich auf seiner. Etwas Vergleichbares findet man kaum noch.

Schafft man es, diese Freundschaft auf dem Platz auszublenden?

Hohnstedt: Christian auf jeden Fall! Nach dem Anpfiff hat er die Scheuklappen auf und kennt keine Freunde mehr. Er ist ein Kämpfer, Führungsspieler und immer zuverlässig. Er gibt alles für seinen Verein und macht auch bei Werder einen tollen Job.

So wie Sie in Rehden.

Hohnstedt: Es kann schon ein bisschen hitzig werden, wenn zwei Charaktere dieser Art aufeinandertreffen. Aber wenn bei uns irgendjemand in diesem Highlight-Spiel gegen so eine Mannschaft unter Flutlicht nicht bis in die Haarspitzen motiviert ist, ist er in Rehden fehl am Platze.

Was muss denn passieren, damit Groß gegen Ihren BSV nicht so einen tollen Job macht wie am Samstag?

Hohnstedt: Normalerweise ist er doch ein blindes Huhn, was das Toreschießen angeht (lacht). Aber diesmal hat er wieder ein bisschen weiter vorn gespielt – im defensiven Mittelfeld und nicht als Innenverteidiger. Generell müssen wir gegen diese Mannschaft unsere guten Leistungen der letzten Wochen abrufen – vom 2:6 am vorletzten Sonntag gegen den VfL Oldenburg mal abgesehen. Inzwischen sind wir so weit, dass wir defensiv sicher stehen und in der Lage sind, Konter zu setzen.

Im Oldenburg-Spiel mussten Sie wegen ihrer genähten Platzwunde passen. Wie geht es Ihnen jetzt?

Hohnstedt: Gut. Beim 2:2 am Samstag gegen Holstein Kiel II habe ich auf eigene Gefahr gespielt, morgen werden die Fäden gezogen. Ich habe keine Probleme mehr.

Wie sieht es sonst personell aus?

Hohnstedt: Besser. Santiago Aloi trainiert nach seiner Fleischwunde wieder mit, Tobias Esche ist ebenfalls zurück. Lucas Lohmann fehlt noch. Aber auch das Selbstvertrauen ist zurück.

Und wie beurteilen Sie die aktuelle Punkte-Ausbeute?

Hohnstedt: Also, hätte uns jemand die Ergebnisse vom September und Oktober so vorhergesagt, hätte ich das sofort unterschrieben. Wir haben dem VfB Lübeck den zweiten Punkt der Saison in seinem Stadion abgenommen, Germania Egestorf-Langreder hat gegen uns seine erste Heimniederlage kassiert, wir haben Hannover 96 II geschlagen und jetzt einen verdienten Punkt beim 2:2 gegen eine äußerst spielstarke Kieler Zweite geholt. Schade, dass wir im ersten Drittel der Saison ein paar Zähler wegen individueller Fehler verschenkt haben. Aber ich hoffe, dass wir jetzt bis zur Winterpause über dem Strich bleiben.

ck

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