„Selbstreflektion ist ein wichtiges Gut“

Petersen tritt nach, Kompp kontert

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Rehdens Sportvorstand Markus Kompp.

Rehden - Von Arne Flügge. So schnell kann’s gehen. Andreas Petersen hat bereits einen neuen Job gefunden. Der Trainer, der am späten Sonntagabend bei Fußall-Regionalligist BSV Rehden zurückgetreten war, heuerte gestern Mittag beim Nordost-Regionalligisten TSG Neustrelitz an. Zuvor hatte der 54-Jährige aber noch via „Bild“-Zeitung gegen seinen alten Arbeitgeber nachgetreten.

„Das war eher Volkssport als ein professionelles Unternehmen“, sagte Petersen über die Bedingungen in Rehden: „Ich war der einzige Profi hier im Club, habe aber jeden Tag bis 18.00 Uhr nur rumgehangen und konnte nix tun.“

Eine Aussage, die beim BSV Rehden natürlich für Aufregung gesorgt hat. „Ich habe bereits mit einigen Spielern gesprochen. Auch sie konnten das nicht verstehen“, sagte BSV-Sportvorstand Markus Kompp: „Wenn er nachlegt, alles sei hier unprofessionell, dann ist das eine Frechheit.“ Kompp vermutet, dass Petersen nun eher Gründe „für seinen Misserfolg“ sucht. „Wenn das sein Fazit der letzten vier Monate ist und er sich dann besser fühlt, dann wünsche ich ihm in Neustrelitz jetzt viel Spaß“, erklärte der 32-Jährige. Dabei habe es für Petersen doch gar keinen Grund gegeben, jetzt nachzukarten. Kompp: „Er hatte den Vertrag in Neustrelitz doch schon in der Tasche, und ich kann Herrn Petersen nur sagen, dass Selbstreflektion ein wichtiges Gut ist.“

Am Sonntag (15.00 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Eintracht Norderstedt wollen die Rehdener nun unter Interimscoach Daniel Gunkel „versuchen, etwas auf den Platz zu zaubern, Herrn Petersen zu zeigen, dass ,Volkssport’ auch leistungsstark sein kann, wenn der richtige Trainer an der Seitenlinie steht“, ergänzte Kompp. Natürlich, so der Sportvorstand, sei Petersen nicht allein für die sportliche Misere beim BSV Rehden verantwortlich, „aber es ist auch nicht richtig, uns den Schwarzen Peter zuzuschieben, weil er hier in Rehden gescheitert ist“.

Die Suche nach einem neuen Trainer laufe ganz gut, wie Kompp berichtet: „Es haben einige Lust, den BSV Rehden zu trainieren, auch wenn’s nur ,Volkssport‘ ist. Wir lassen uns aber Zeit. Denn der Schuss muss sitzen.“ Jetzt genieße erstmal Ex-Profi und U23-Trainer Daniel Gunkel (34) das volle Vertrauen und die Rückendeckung.

Andreas Petersen wurde gestern im Rahmen einer Pressekonferenz bei der TSG Neustrelitz vorgestellt und führt die Mannschaft bereits am Samstag im Heimspiel gegen Bautzen auf den Platz. Allerdings nicht mit Co-Trainer Danny König, sondern mit Co-Trainer Ersan Parlatan, wie der Club vermeldete. Kommentar Markus Kompp dazu: „Wenn Herr Petersen in Neustrelitz jetzt mit einem neuen Co-Trainer arbeitet, ist die Frage erlaubt, wie schmerzhaft es wirklich für ihn war, dass wir Danny König entlassen haben.“ Nach Königs Rauswurf hatte Petersen erklärt, es fühle sich an, als hätte man ihm einen Arm abgeschnitten.

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