Sehnenanriss unter dem Fuß zwingt Danny Arend zur Pause / „Frustrierend“

Rehdens Uhrwerk steht für drei Monate still

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Spezialschuh am linken Fuß, die Krücken Griff bereit: Rehdens Offensivmann Danny Arend wird die Vorbereitung und die Pokal-Highlights verpassen.

Rehden - Von Arne Flügge. Nein, das Auftakttraining seiner Mannschaft wollte Danny Arend nicht verpassen. Oder besser gesagt: Der Offensivspieler des BSV Rehden wollte zumindest dabei sein. Also schwang er sich auf sein Rad, die Krücken auf den Gepäckträger geschnallt und mit dem Spezialschuh am linken Fuß in die Pedale getreten. An Training war freilich nicht zu denken. Wegen eines Sehnenanrisses unter dem Fuß muss der 26-jährige Dauerläufer des Fußball-Regionalligisten drei Monate pausieren.

Und das fällt ihm natürlich schwer. Denn Danny Arend ist Fußballer durch und durch. Er ist immer heiß. Und als er dann seine Kollegen beim ersten Training beobachtete, wirkte er schon ein wenig traurig. „Nicht dabei zu sein, ist frustrierend und richtig Kacke“, sagte er: „Ich würde jetzt gerne mitmachen.“

Die Verletzung hatte sich Arend am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison in der Partie bei Victoria Hamburg (6:0) zugezogen – ohne Fremdeinwirkung. „Ich habe ein Knacken gespürt und sofort gemerkt, dass da was kaputt ist. Und dann auch gleich dieser stechende Schmerz“, erinnert sich Arend, stets einer der Leistungsträger im Rehdener Team. Vier Wochen trägt Arend nun diesen Spezialschuh, zwei Wochen „muss das Ding noch dranbleiben“, sagt er. Und dann wird eine Kernspintomografie Aufschluss darüber geben, wann der Fußballer mit seiner Reha beginnen und wann er wieder ins Training einsteigen kann.

„Ich muss jetzt abwarten, was die Bilder ergeben, dann weiß ich mehr“, sagt der Rehdener Dauerläufer, „ich hoffe, dass ich bald wieder spielen kann.“

Denn für einen Fußballverrückten im positiven Sinne wie Arend ist es eine Strafe, nicht gegen den Ball treten zu dürfen. Mehr noch. Er wird die gesamte Vorbereitung verpassen – und obendrein auch das NFV-Pokalfinale am 23. Juli bei FT Braunschweig sowie das DFB-Pokalspiel des BSV Rehden Anfang August gegen Zweitligist VfR Aalen. „Das ist schon richtig, richtig bitter“, seufzte Arend.

Die erste Zeit nach der Verletzung sei für ihn daher „auch sehr schwierig gewesen“. Doch dann hat er sich wieder aufgerappelt. „Es bringt doch nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Irgendwann geht’s auch weiter – und dann werde ich wieder Vollgas geben“, verspricht Arend. So ist er, Danny Arend, der Kämpfer, der Fußballer mit Herz und Seele.

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