„Es hat wieder gekribbelt“

Neuer BSV-Rehden-Coach Schops kommt zum Optimieren

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Kommt nicht mit der Abrissbirne: „Unter dem Strich geht es darum, die erfolgreiche Arbeit der letzten Monate fortzusetzen“, sagt Rehdens Neu-Coach Maarten Schops.

Sulingen - Beim zweiten Mal hat es Zoom gemacht: Maarten Schops ist der neue Chefcoach beim Fußball-Regionalligisten BSV Rehden. Nachdem der 43-Jährige im Sommer noch Nein gesagt hatte, gab er nun sein Ja-Wort. Es ist zunächst eine Liaison auf Zeit. Die Vereinbarung gilt bis zum Saisonende im Mai. „Maarten kennt den Verein, er kennt die Strukturen“, betont Rehdens Sportvorstand Michael Weinberg. Nachdem der bisherige Trainer Heiner Backhaus zum Jahresende Reißaus genommen hatte – er coacht nun den Drittligisten Großaspach –, seien zwar einige Bewerbungen eingetrudelt, „aber wir haben nur mit Maarten Schops gesprochen“, betont Weinberg: „Uns war klar, dass er jetzt der Richtige ist. Davon sind wir fest überzeugt.“

Für Schops, der von 2009 bis Ende 2013 selbst das BSV-Trikot getragen hatte, war es „keine einfache Entscheidung“. Schließlich sei es kein Pappenstiel, als Familienvater mit Vollzeitjob einen Regionalligisten zu trainieren. „Ich habe lange hin und her überlegt“, sagt der Ex-Profi: „Aber es hat einfach wieder gekribbelt.“

Im Sommer war es noch anders. Nach vier Jahren als Cheftrainer hatte der Belgier den Landesligisten TuS Sulingen verlassen. Er wollte die „Freiheit, die Wochenenden anders zu planen, auch mal spontan mit der Familie wegzufahren. Das kenne ich nicht. Solange ich denken kann, war immer Fußball, immer was los“, erläuterte Schops damals. Deshalb ließ er den BSV Rehden, der 2019 einen Nachfolger für den zu Viktoria Berlin abgewanderten Benedetto Muzzicato suchte, auch abblitzen. Nun sind seine Akkus wieder geladen. „Ich habe in den vergangenen Monaten Zeit gehabt, um ein bisschen runterzukommen, um die Zeit mit meiner Familie noch mehr zu genießen“, sagt Schops. Nebenbei habe er aber immer „diese Leidenschaft für den Fußball“ gespürt. Deshalb wagt er nun das Abenteuer Regionalliga.

Es ist ein Engagement mit durchaus experimentellem Charakter. Schließlich hat sich an den Rahmenbedingungen – Familie, Fulltime-Job plus Fußball – nichts geändert. Insofern ist die Vereinbarung bis Saisonende nachvollziehbar. „Wir müssen erst mal schauen, ob das alles unter einen Hut zu bekommen ist“, sagt Weinberg. Bei Schops hört sich das so an: „Wir müssen in den kommenden Monaten testen, ob das vom Zeitaufwand her machbar ist.“

Bei seiner neuen Trainertätigkeit wird Schops hingegen nicht viel experimentieren. „Unter dem Strich geht es darum, die erfolgreiche Arbeit der letzten Monate fortzusetzen“, stellt der ehemalige Mittelfeldspieler klar: „Es gibt überhaupt keinen Grund, hier jetzt alles umzukrempeln.“ Es gehe ihm vielmehr ums Optimieren.

Das, was er in der Hinrunde von der Mannschaft gesehen hat, hinterließ durchaus Eindruck bei Schops. Die Spielphilosophie sagt ihm zu. Das sei auch ein Grund gewesen, zu sagen: „Ja, das passt zu mir.“ Das Team praktiziere einen Fußball, „wie ich ihn auch gerne spielen lasse“. Vor allem das strukturierte Positionsspiel und das teilweise perfekt orchestrierte Pressing der drittbesten Regionalliga-Defensive dürften Schops gefallen haben. Schließlich ist die Stabilität im Spiel gegen den Ball seit jeher eine Priorität für ihn.

Auch die erste Begegnung mit seinen neuen Spielern am Donnerstagabend stimmte den 43-Jährigen positiv: „Sie haben Spaß ausgestrahlt. Ich glaube, sie haben Bock, wieder loszulegen.“ Das sei auch wichtig. Schließlich gebe es in den kommenden Monaten „noch viel zu gewinnen“. Und dabei setzt der Neu-Coach auf Gemeinschaftsarbeit. „Ich kann beim BSV Rehden auf ein Super-Trainerteam zurückgreifen“, betont er. Besonders Co-Trainer Michael Hohnstedt wird wohl noch mehr Verantwortung bekommen: „Wir werden ständig im Austausch sein, wir sprechen auf Augenhöhe.“

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