Trainer kündigt beim Regionalligisten und übernimmt den TSV Havelse

Schock für Rehden: Kiene geht zur Konkurrenz

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Alexander Keine verlässt den BSV Rehden und heuert beim Konkurrenten TSV Havelse an.

Rehden - Von Cord Krüger. Das ist ein Schock – für alle Spieler, Offiziellen und Fans des BSV Rehden: Der Regionalligist steht ab heute ohne Cheftrainer da! A-Lizenz-Inhaber Alexander Kiene teilte BSV-Vereinsboss Friedrich Schilling mit, dass er sein Vertragsverhältnis auflösen und künftig als Trainer beim direkten Liga-Konkurrenten TSV Havelse arbeiten wolle.

„Ich bin mega-enttäuscht“, sagte Rehdens Vizekapitän Viktor Pekrul am Nachmittag in einer ersten Reaktion: „Hätte er ein Angebot aus der 3. Liga bekommen und es angenommen, wäre das vielleicht noch nachvollziehbar gewesen. Aber so hat er sich ja nicht verbessert“, urteilte Pekrul mit Blick auf den zwei Plätze tiefer als Rehden geführten Tabellenzehnten.

Kiene kann die Enttäuschung verstehen. „Schließlich war es ein enges Verhältnis zur Mannschaft, und ich hatte mit Rehden die intensivste Zeit meiner bisherigen Trainerlaufbahn – mit ganz vielen schönen Erlebnissen“, verdeutlichte der 37-Jährige in Erinnerung an die Zeit seit seinem Start im Januar. Damals hatte er den BSV auf dem vorletzten Platz übernommen und dank einer bärenstarken Aufholjagd doch noch vor dem Abstieg bewahrt. Rehden kam als Rückrunden-Dritter ins Ziel. Doch schon damals fragte sich der Lehrer während mancher seiner fast täglichen Fahrten zwischen dem Rehdener Trainingsplatz und seinem Wohnort Hannover, „wie lange man diesen Aufwand noch betreiben kann“. Kiene stieg jedoch nicht als Retter aus, sondern fühlte sich an seinen Eineinhalbjahresvertrag gebunden, stellte den Kader für die aktuelle Serie zusammen – und lässt ihn nun auf Platz acht zurück. „Der Zeitpunkt ist ungewöhnlich“, gibt der Lehrer zu, „doch am Ende spielten auch familiäre Gründe eine Rolle.“ „Und wäre Havelse zurzeit nicht auf Trainersuche gewesen, wäre er noch bei uns“, ist sich Schilling sicher.

Kiene, bereits als Spieler beim TSV Havelse aktiv und dort zum Kapitän gereift, tritt die Nachfolge des vor gut zwei Wochen entlassenen Fußballlehrers Stefan Gehrke an. Damit hat der 37-Jährige nun deutlich kürzere Wege.

„Uns jetzt so im Stich zu lassen, ist gewissenlos“, schimpfte Rechtsverteidiger Pekrul: „Der Trainer hat hier alles bekommen, was er wollte. Dass der Aufwand mit den weiten Fahrten von Hannover enorm ist, stimmt schon – aber das wusste er von Anfang an. Dann hätte er sich besser nach der letzten Saison verabschieden sollen.“ Stattdessen tat er es jetzt. ck

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