Artmann und Pekrul fallen aus

Schock hoch zwei für BSV Rehden

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Die Befürchtungen bestätigten sich: Rehdens Kapitän Kevin Artmann fällt bis zum Saisonende aus. 

Rehden - Nur ein kleiner Kreis scharte sich gestern zum Training des BSV Rehden um seinen Trainer Björn Wnuck – zu einer Mischung aus Übungseinheit der noch wenigen Gesunden und Krisengipfel vor dem Cup-Kracher: Kapitän Kevin Artmann und sein Stellvertreter Viktor Pekrul standen nicht auf dem Platz, denn für beide ist die Saison gelaufen.

Mittelfeld-Stratege Artmann hatte zuvor seine Selbstdiagnose nach der Auswechslung am Tag zuvor gegen Regionalliga-Kontrahent SV Meppen getoppt. „Bei Kevin ist der komplette Außenband-Apparat kaputt“, fasste Wnuck die Knöchelverletzung zusammen. Heute hat der 27-Jährige einen MRT-Termin. „Da geht es nur noch darum, ob ich operiert werden muss oder nicht“, verriet Artmann.

Und als ob dies nicht schon genug der Hiobsbotschaften wäre, meldete sich kurz darauf noch Pekrul bei Wnuck ab. Der Rechtsverteidiger hatte sich in der Schlussphase gegen Meppen eine Knieblessur zugezogen und zunächst noch nichts gespürt. „Die Schmerzen kamen erst zu Hause, ,Vicky‘ hat die Nacht mit Tabletten überbrückt – und am Morgen hat der Arzt einen Innenbandriss festgestellt“, berichtete der BSV-Trainer, das „das Ganze erstmal verarbeiten muss“.

Auch Artmann klang gestern ziemlich kleinlaut. Dem Kapitän machten allerdings weniger die Schmerzen als „die „beschissene Gesamtsituation mit den vielen Verletzten“ zu schaffen. „Ich hatte schon einige Verletzungen, die sich vier oder sechs Wochen hingezogen haben. Aber das kommt vor diesem so wichtigen Spiel jetzt zur absoluten Unzeit.“

Der BSV Rehden blutet personell aus – ausgerechnet vor dem Halbfinale im Niedersachsenpokal-Halbfinale am Ostermontag bei Oberligist TB Uphusen, dessen Sieger als DFB-Pokal-Starter feststeht. Nach den Ausfällen von Stammkeeper Milos Mandic (Meniskusschaden), Außenverteidiger Dominic Krogemann (Schien- und Wadenbeinbruch), „Sechser“ Daniel Gunkel (Knochenabsplitterung und Außenbandriss), Stürmer Alexander Neumann (Muskelfaserriss), Allrounder Francis Banecki (Achillessehnen-Beschwerden) und Rechtsaußen Bryan Jordan (muskuläre Probleme) ähnelt die Liste des BSV-Lazaretts nun durch die zwei neuesten Patienten fatal einem Rehdener Spielberichtsbogen aus der Hinrunde. „Um die künftigen Aufstellungen muss ich mir jetzt keine Sorgen machen – so makaber das klingt“, seufzt Wnuck.

Also ging es gestern vor dem Training in der Teambesprechung um Grundsätzliches, „um die immensen sportlichen Verluste, die Umverteilung auf den Positionen und die Führung“, verdeutlichte Wnuck. Artmann hat da schon so einige Ideen: „Jeder muss jetzt über seinen Schatten springen und sich noch mehr in den Dienst der Mannschaft stellen – auch wenn er eine andere Position spielen soll, als er vielleicht möchte. Und die älteren Spieler müssen intensiver vorangehen, die anderen motivieren. Wenigstens für dieses eine Spiel.“ · ck

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