Zu Gast beim SV Werder Bremen II

2:2 – schnelle Gegentore verderben Rehden den Jubel

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Jubel bei Marius Winkelmann nach seinem Tor zum 2:1. Rehdens „Sechser“ machte ein Klassespiel. ·

Bremen - Von Arne Flügge.  Es war ein Wechselbad der Gefühle, durch das sich Fußball-Regionalligist BSV Rehden am Mittwoch beim 2:2 (0:0) im Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen II selbst jagte. Zwei Mal ging die Mannschaft von Trainer Björn Wnuck in Führung, zwei Mal musste sie kurz darauf den Ausgleich schlucken. „

Die Gegentore waren unnötig, und wir haben sie viel zu schnell bekommen. Darüber wird noch zu reden sein“, kündigte Wnuck an.

Immerhin bauten die Rehdener ihre eindrucksvolle Serie von jetzt sechs Spielen in Folge ohne Niederlage aus, setzten sich damit in der Spitzengruppe der Regionalliga fest. Dennoch wusste Wnuck nicht so recht, ob es in Bremen nun ein Punktgewinn war oder sein Team zwei Zähler verschenkt hatte. „Von beidem etwas“, meinte der 28-Jährige dann diplomatisch – und hatte damit Recht.

Denn unter den Augen der gesamten Werder-Geschäftsführung plus Chefcoach Robin Dutt dominierten die Bremer vor 500 Zuschauern in der ersten Halbzeit die Partie. Und Rehden hatte es Milos Mandic zu verdanken, dass die Null stand. Der Keeper hielt zwei Mal gegen Davie Selke (10.) und Onel Fernandez (11.) glänzend. „Wir haben uns zu oft unter Druck setzen lassen“, monierte Mittelfeldspieler Daniel Gunkel. Und Wnuck räumte ein: „Spielerisch ist Werder das Beste, was ich bisher in der Regionalliga gesehen habe. Sie haben das in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht und uns immer wieder vor Probleme gestellt.“

Ganze 29 Sekunden waren in Durchgang zwei gespielt, da ging der BSV Rehden aber mit 1:0 in Führung. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld stürmte Danny Arend über rechts los, spielte in den Rücken der Bremer Abwehr auf Francis Banecki, der den Ball zur Rehdener Führung in die Maschen setzte. „Ein blitzsauberes Tor“, lobte Wnuck den schnellen Angriff seiner Mannschaft.

Doch nur sieben Minuten später glich Werder zum 1:1 aus. Julian von Haacke stand mutterseelenallein im Strafraum und staubte ab, nachdem Mandic einen Hernandes-Schuss noch glänzend pariert hatte.

Jetzt wurden die Visiere hochgeklappt. Und wiederum nur fünf Minuten später ging Rehden erneut in Front. Gunkel führte einen Freistoß schnell aus, der überragende Marius Winkelmann nahm den Ball an und lupfte ihn über den herausstürzenden Bremer Keeper Raphael Wolf hinweg ins Tor. „Daniel hat mich rufen hören. Ich habe dann kurz geguckt – und es hat gepasst“, strahlte Winkelmann.

BSV Rehden mit einem Remis bei Werder Bremen II

Doch die Freude währte nicht lang. Fast im Gegenzug (60.) fiel das 2:2 durch Davie Selke, allerdings aus klarer Abseitsposition heraus. „Dass es Abseits war, ist natürlich bitter“, meinte Gunkel, „aber wir haben auch zweimal gepennt. Das darf uns nicht passieren. Dann nehmen wir hier vielleicht noch mehr mit.“ So aber hatte Rehden am Ende noch Glück, nicht doch noch den finalen K.o. zu bekommen, als der eingewechselte Taiki Hirooka gegen Jeffrey Obst auf der Linie klärte (87.) und damit den Punkt noch rettete.

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