„Das war zum Teil Arbeitsverweigerung“

Schilling nach Debakel völlig entsetzt

Rehdens Vereinsboss Friedrich Schilling nahm nach der 0:5-Klatsche seiner Mannschaft in Braunschweig kein Blatt vor den Mund. - Foto: Flügge

Braunschweig - Friedrich Schilling wollte nur noch eines: weg. Und zwar so schnell wie möglich. Der Vereinsboss des BSV Rehden hatte nach dem 0:5-Debakel seiner Mannschaft am Samstag bei Eintracht Braunschweig II einen richtig dicken Hals und sprach im Interview sogar von teilweiser Arbeitsverweigerung seiner Spieler.

Herr Schilling, was sagen Sie zu dieser Klatsche?

Friedrich Schilling: Ich bin entsetzt, erschrocken, ich bin einfach sprachlos. Was wir abgeliefert haben, war teilweise schon Arbeitsverweigerung.

Wie ist das zu erklären?

Schilling: Gute Frage. Wohlwollend kann man es damit erklären, dass wir beim ersten Tor nicht aufgepasst haben, der Elfmeter zum zweiten Tor keiner war, unser Tor nie und nimmer Abseits war. Ein schleichender Prozess eben. Aber das wäre insgesamt zu einfach.

Inwiefern?

Schilling: Wenn Du 0:2 zur Pause zurückliegst, dir dann fest vornimmst, Druck zu machen und dann doch wieder zwei schnelle Tore kassierst, dann kann irgendwas nicht stimmen. Damit waren wir erledigt. Es war einfach erschreckend.

Sie sprechen von Arbeitsverweigerung. Ein schlechteres Zeugnis kann man seinen Spielern nicht ausstellen. Warum ist in Ihrer Mannschaft derart der Wurm drin?

Schilling: Wenn ich das wüsste, würde ich es sofort abstellen. Es gibt aber einige Dinge, die man abstellen kann und muss. Wir haben vier Trainer. Die müssen sich jetzt auch mal ein paar Gedanken machen. Und ich denke, sie werden es auch tun.

Fünf Spiele, ein Punkt, 3:14 Tore – die Situation ist prekär und alarmierend.

Schilling: Natürlich, aber die Saison ist noch lang, wir haben noch viele Spiele. Auf der anderen Seite ist auch klar: Wir reden immer von der Qualität, die wir im Kader haben. Nach der Leistung in Braunschweig sollten wir das Wort Qualität lieber nicht mehr in den Mund nehmen. Ich habe keine gesehen.

Das Transferfenster ist noch bis Ende August geöffnet. Werden Sie noch neue Spieler verpflichten?

Schilling: Wir haben noch drei, vier Tage Zeit, und es ist gut möglich, dass wir noch etwas tun, um dem jetzigen Personal Druck und Feuer zu machen. Wir haben da noch einige gute Spieler an der Hand, aber es fragt sich, ob sie aus ihren Verträgen rausgelassen werden. Wenn wir einen Drittliga-Spieler verpflichten, kann das nur funktionieren, wenn der abgebende Verein dem Spieler eine Abfindung mit auf die Reise gibt. - flü

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