Nullnummer in Egestorf

BSV Rehden: Mit „Safety first“, aber ohne „Matchglück“

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Eine gute Organisation ist wichtig: Lennart Madroch verhinderte nach einem Eckball am kurzen Pfosten stehend das späte 0:1.

Barsinghausen - Der Auftakt ist geschafft. Endlich. 112 Tage nach dem 0:1 in Havelse durften die Fußballer der BSV Rehden mal wieder ein Pflichtspiel in der Regionalliga bestreiten. Dass dieses dann zu einer müden Nullnummer beim 1. FC Germania Egestorf/Langreder geriet, war BSV-Trainer Benedetto Muzzicato schnurzpiepegal.

„Wir haben den ganzen Februar nicht gescheit trainieren können. Und wir mussten gegen einen Gegner ran, der bereits zwei Spiele absolvieren konnte, der deshalb schon im Rhythmus ist. Daher muss ich sagen, dass ich mit dem Punkt sehr zufrieden bin.“

Mit der ersten Dreiviertelstunde nach der Mammut-Winterpause war Muzzicato allerdings nicht so einverstanden. Er hatte seine Schwarz-Weißen in einem „defensiv ausgerichteten“ 3-4-3-System auf den Egestorfer „Acker“ geschickt. Dass die Rehdener es erst einmal etwas gemächlicher angingen, hatte einen simplen Grund. „Wir wussten einfach nicht genau, wo wir wirklich schon stehen“, betonte der Coach. Daher: Safety first.

Egestorf bereitwillig den Ball überlassen

Die Gäste überließen Egestorf bereitwillig den Ball, erst knapp hinter der Mittellinie begannen die Rehdener mit einem zaghaften Pressing. Allerdings stimmten die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen, Egestorf fand keine freien Räume, weshalb das Spiel sich in einem Mittelfeldgeplänkel verlor. Bei Ballgewinnen wollte Rehden eigentlich zügig über Miguel Fernandes und Philipp Kürble umschalten. „Die beiden haben sich heute allerdings ein bisschen schwer getan“, sagte Muzzicato.

Zur Pause ging Kürble runter, Spielmacher Josip Tomic kam. Als nach einer Stunde Fernandes für Stürmer Fabian Lokaj weichen musste, stellte Muzzicato auf ein 3-4-1-2-System um. Und die Gäste hatten jetzt ihre beste Phase. Viktor Pekrul eroberte mit einer starken Grätsche den Ball, von der rechten Grundlinie passte der Rehdener Routinier auf Lokaj, doch aufgrund eines Platzfehlers verpasste der 21-jährige Mittelstürmer (72.). 

Vier Minuten später kam Mittelfeldmotor Corvin Behrens im Strafraum aus halbrechter Position zum Abschluss, doch sein Schuss schlug nur im Außennetz ein. „Mit ein bisschen Matchglück hätte es sogar ein Auswärtssieg werden können“, sagte Muzzicato mit Blick auf diese Szenen.

Rehden-Keeper klärt in höchster Not

Aber auch auf der Gegenseite wurde es nun knapper. Rehdens Keeper Milos Mandic klärte in höchster Not einen 25-Meter-Schuss von Hendrik Weydandt (80.), beim folgenden Eckball stand Lennart Madroch auf der Linie goldrichtig. Somit blieb es bei der Nullnummer.

Für die Gastgeber, die als Siebter längst frei von Abstiegssorgen sind, war es bereits das dritte Remis in Serie. Für Rehden war es ein ordentlicher Start ins neue Fußballjahr, wenngleich die Situation im Tabellenkeller an diesem Wochenende nicht besser wurde für das Muzzicato-Team. Der VfB Oldenburg zog mit einem Sieg in Hildesheim nun auch nach Punkten an den Schwarz-Weißen vorbei, Altona 93 sitzt ihnen durch einen Erfolg in Norderstedt im Nacken. 

Doch Muzzicato ist guter Dinge für den heißen Frühling. „Wenn wir mit dieser Intensität weitermachen, werden wir uns künftig auch belohnen“, ist sich der 39-Jährige sicher: „Von der Körpersprache her war das heute bereits eine andere Rehdener Mannschaft.“ - wie

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