Oldenburg-Spiel arg gefährdet

BSV Rehden: Mandic und Stojanovic verletzt

Da fliegt er wieder: Weil sich Rehdens Stammtorwart Milos Mandic am Dienstag im Training verletzt hat, kommt Philip Faderl am Samstag zu seinem fünften Regionalliga-Einsatz. Es sei denn, die Witterung macht den Platz in den Waldsportstätten endgültig unbespielbar.

Rehden - Reicht es – oder reicht es nicht? Nach dem Dauerregen zu Beginn der Woche steht das Regionalliga-Derby des BSV Rehden am Samstag ab 14.30 Uhr in den Waldsportstätten gegen den VfB Oldenburg arg auf der Kippe.

„Natürlich wollen wir spielen“, stellt Rehdens Trainer Benedetto Muzzicato klar, „aber nicht auf einem so matschigen Platz wie am Sonntag in Havelse. Das hatte mit Fußball und Taktik nicht viel zu tun“, urteilte der 39-Jährige, ohne damit aber die 0:1-Niederlage entschuldigen zu wollen. Was ihn weiter stört, ist die Harmlosigkeit seiner Offensive. „Und da muss ich in der Winterpause meinen Kader optimieren.“

Schon jetzt aber plagen ihn personelle Sorgen – ebenfalls größtenteils wegen der miesen Witterung. Mittelfeld-Arbeiter Corvin Behrens und Rechtsverteidiger Viktor Pekrul haben ihre Infekte zwar abgeschüttelt und stünden zur Verfügung. Doch weil die Plätze der Waldsportstätten am Dienstagabend gesperrt waren, musste Muzzicato auf Lauftraining umsteigen. Und dabei passierte es: Torwart Milos Mandic und Linksaußen Marko Stojanovic zogen sich Muskelfaserrisse zu und fallen definitiv aus. Für Mandic muss nun also Philip Faderl zwischen die Pfosten – er kommt zu seinem fünften Saisoneinsatz. Mittelfeldmann Dennis Schmidt klagt seit dieser Einheit über muskuläre Probleme und spielt für Samstag ebenso keine Rolle wie Kevin Njie, der schon angeschlagen ins Havelse-Spiel gegangen war.

„Überragende Kicker“

Dies galt ebenso für Addy-Waku Menga. Doch der am Sonntag zur zweiten Hälfte ausgewechselte Zehner zeigte sich im Training „schon erheblich leichtfüßiger“, wie Muzzicato beobachtet hatte. Auch Kevin Artmann habe „ein gutes Training abgeliefert“, urteilt der A-Lizenz-Inhaber. Beide bezeichnet er als „überragende Kicker“. Allerdings gibt er zu bedenken, dass „sie eben verletzungsanfällig sind. Das erschwert einem Trainer die Planung.“

Gut für Muzzicato, dass er seit Sonntag eine Option mehr fürs offensive Mittelfeld hat. Denn der zur Pause eingewechselte Neuzugang Rilind Neziri zeigte zwei Tage nach seiner Verpflichtung ein „gutes Debüt“, lobt der Übungsleiter den 22-Jährigen: „Er war sofort im Spiel, hatte mehrere gute Szenen und eine echte Torchance. Und das, obwohl ihm ein halbes Jahr Wettkampf-Praxis fehlt“, sagt er über den Mann, der bis Sommer für den schleswig-holsteinischen Oberligisten Strand 08 gespielt hatte. Neziri sei für Samstag durchaus schon ein Kandidat für die erste Elf, „denn wir holen ja niemanden für die Ersatzbank oder die Tribüne“. Doch wenn der Linksfuß erst mal „mehr trainiert hat, unsere Laufwege und die Mannschaft kennengelernt hat, werden wir an ihm viel Freude haben“.

„Bisher haben wir schon einiges verbessert“

Für ihn und seine Kollegen gibt es aber noch einiges zu tun. „Bisher haben wir schon einiges verbessert, wir haben Struktur bei der Arbeit gegen den Ball und Routine in verschiedenen Systemen bekommen – und wir kreieren auch Chancen“, verdeutlicht Muzzicato. Doch erneut stellte er seine Männer auf eine harte Winter-Vorbereitung ein, um ab Februar aus der Gefahrenzone zu kommen.

In der steckt neben Rehden auch der VfB Oldenburg. Das ohnehin stets mit Spannung erwartete Derby gewinnt dadurch noch mehr an Brisanz. Vorab warnt der 39-jährige BSV-Coach vor einer Reihe begnadeter Fußballer bei den „Blauen“: Dino Fazlic „ist in meinen Augen ein Super-Sechser“, der sechsfache und damit aktuell gefährlichste Torschütze Daniel Franziskus „ist immer für einen Treffer und viele Ideen gut“. Zudem schätzt er Außenspieler Daniel Richter und den Ex-Rehdener Thorsten Tönnies auf der linken Seite, beim BSV einer der Aufstiegs-Macher von 2012, in Oldenburg seit Jahren als Kapitän fester Eckpfeiler.

„Ansonsten interessiere ich mich nicht sehr für unsere jeweiligen Gegner, sondern ich muss mich auf meinen Kader konzentrieren“, sagt der Coach der Schwarz-Weißen. Mit dem hat er angesichts immer neuer Ausfälle ohnehin genug zu tun. Doch ein 0:0 wie im Hinspiel würde niemandem helfen. 

ck

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