„Richtig gute Performance“

1:0 beim VfB Oldenburg: Rehden macht Traumstart ins Fußball-Jahr perfekt

Der sitzt: Shinji Yamada (links) schließt Rehdens schönsten Spielzug zum 1:0-Siegtreffer ab. Foto: Vogler
+
Der sitzt: Shinji Yamada (links) schließt Rehdens schönsten Spielzug zum 1:0-Siegtreffer ab.

Oldenburg - Von Daniel Wiechert. Als Shamsu Mansaray Rot (48.) sah, wurde es merklich unruhiger auf der Gäste-Bank. Chefcoach Benedetto Muzzicato steckte mit seinem Trainerstab die Köpfe zusammen. Wenig später zog Co-Trainer Sven Apostel einen 60-Meter-Sprint zu den Auswechselspielern an, die sich bereits warmliefen. Allen war klar: Jetzt muss mehr als 40 Minuten extrem stark verteidigt werden, um die 1:0-Führung zu retten.

Und die Spieler des BSV Rehden lieferten. Die Verteidiger Kevin Kalinowski, Jakob Lewald und Augusto Canzian da Silva waren die Türme in der Abwehrschlacht, die Eingewechselten brachten Tempo für Entlastungsangriffe (Tim Rieckhof), Ballsicherheit (Josip Tomic) und noch mehr Zweikampfstärke (Tobias Esche). Rehdens 1:0 (1:0)-Erfolg beim Regionalliga-Konkurrenten VfB Oldenburg war wahrlich ein Gemeinschaftsprojekt aus Team und Trainern.

Muzzicato ballte nach dem Schlusspfiff beide Fäuste. Wenig später sprach er „von einer richtig guten Performance“ seiner Mannschaft: „Wir gehen verdient in Führung. Nach der Pause machen wir uns dann selbst das Leben schwer.“

Mansaray durfte sich angesprochen fühlen. Der Winter-Neuzugang war kurz nach der Halbzeit ungestüm Oldenburgs Kifuta bei einem Konter in die Parade gerauscht. „Er weiß selbst, dass er da Scheiße gebaut hat“, sagte der 40-jährige BSV-Coach auf der Pressekonferenz, machte den 19-Jährigen jedoch nicht rund: „Die Rote Karte war bitter. Aber man muss Shamsu auch einen Lernprozess zugestehen.“ Muzzicato betonte vielmehr, dass Mansaray im ersten Abschnitt gut gespielt habe: „Er hat viel Bewegung in unser Spiel hineingebracht.“

Überhaupt war es a la bonne heure, was die Schwarz-Weißen in der ersten Halbzeit im Marschweg-Stadion abgeliefert hatten. Muzzicato begann mit der gleichen Elf, die in der Vorwoche für den 1:0-Erfolg gegen den Meister Weiche Flensburg gesorgt hatte. Rehdens Pressing funktionierte von Beginn an, zwang die Oldenburger zu riskanten Pässen. Da aber auch die Gastgeber kaum Räume anboten, blieben Torchancen lange aus.

In der 34. Minute versuchte es Quentin Fouley mit einem direkten Freistoß, doch VfB-Keeper Dominik Kisiel war zur Stelle. Zwei Minuten später setzte sich Mansaray im Oldenburger Strafraum gegen drei Gegenspieler durch, erneut parierte Kisiel, ehe sein Teamkollege Angelos Argyris den Nachschuss von Santiago Aloi blockte. Als dann Evin Nadaner einen Kopfball (43.) nach Flanke von Yannis Becker rechts vorbeiköpfte, war Rehdens Führung überfällig. Diese fiel praktisch mit dem Pausenpfiff. Der starke Aloi eroberte im Mittelfeld den Ball, spielte auf Mansaray, der auf Addy-Waku Menga weiterleitete. Rehdens Routinier schickte Shinji Yamada mit einem perfekt getimten Schnittstellenpass auf die Reise – und der Japaner vollendete aus halbrechter Position flach ins rechte Eck zum 1:0 (45.).

Nach der Pause zog dann Mansaray den Stecker für Rehdens Angriffsspiel. Zu zehnt wurde es eine Abwehrschlacht. Oldenburg war nun am Drücker, viel mehr als hohe Bälle in den Strafraum fiel den Gastgebern aber nicht ein. Und so durfte Rehden schlussendlich feiern.

„Wir hätten noch zwei Stunden spielen können. Ein Tor hätten wir nicht mehr gemacht“, sagte VfB-Kapitän Kai Bastian Evers, der im Vorjahr noch für Rehden unterwegs war. Sein Trainer Marco Elia sah es ähnlich. „Wir haben es heute gegen einen kampfstarken Gegner spielerisch nicht hingekriegt.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

USA raten zum Tragen von Masken - Trump will nicht

USA raten zum Tragen von Masken - Trump will nicht

Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Erfolgsgeschichte: Mit dem Octavia begann Skodas Aufstieg

Erfolgsgeschichte: Mit dem Octavia begann Skodas Aufstieg

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Kommentare