Rehdens Trainer will morgen Abend in Meppen „tollen Trend fortsetzen“

Kiene hofft auf Stutter und setzt auf bewährtes System

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Szene aus dem Hinspiel, das am 3. Oktober mit 1:1 endete: Morgen bekommen es Rehdens Viktor Pekrul und Danny Arend (von rechts) erneut mit dem SV Meppen zu tun. Auch Jens Robben und Martin Wagner (v.l.) sind dann wieder dabei.

Rehden - Morgen Abend beim SV Meppen kann dem BSV Rehden gar nichts passieren! Das jedenfalls legt ein Blick in die Historie nahe: In bisher drei gemeinsamen Regionalliga-Jahren brachte der Traditionsverein aus dem Emsland noch keinen Sieg gegen die Schwarz-Weißen zustande, bekam aber im ersten Viertliga-Duell gegen den BSV mit 0:5 mächtig Haue. Es folgten vier Unentschieden, und ein weiteres wäre im nächsten Aufeinandertreffen am Freitag ab 19.30 Uhr in der Meppener Hänsch-Arena durchaus möglich. Denn – Achtung, nächste Statistik – in den sechs Spielen unter Trainer Alexander Kiene nahm Rehden auswärts immer einen Punkt mit.

Zuzüglich der drei Heimsiege und des 3:3 zu Kienes BSV-Premiere gegen Braunschweig II bedeutet dies zwölf Zähler aus sechs Partien in diesem Jahr. „Und diesen tollen Trend wollen wir fortsetzen“, hofft Kiene. Natürlich hätte er auch nichts gegen einen Auswärtssieg einzuwenden und formuliert die Vorgabe allgemein: „Es wäre super, wenn wir auch aus Meppen etwas Zählbares mitnehmen könnten.“ Dass dies beim Tabellenfünften vor dessen stets starker Heimkulisse nicht einfach wird, weiß der A-Lizenz-Inhaber. „Aber wir freuen uns drauf: Unter Flutlicht in diesem Stadion vor so vielen Zuschauern – darauf brennt jeder Fußballer.“

Von den Statistiken lässt sich Kiene dabei ebenso wenig blenden wie von der jüngsten 0:2-Niederlage des SVM bei Eintracht Braunschweig II. Und selbstverständlich ist er sich im Klaren darüber, dass Meppens Trainer Christian Neidhart am Samstag bei Rehdens 2:0 über den Hamburger SV II von der Tribüne aus ganz genau hingesehen hat. Dennoch will der 37-Jährige nichts verändern, nur um den Gegner zu überraschen: „Es gibt keinen Grund, unsere taktische Ausrichtung zu verändern“, urteilt er mit Blick auf sein 4-2-3-1-System. Fraglich ist nur, ob Marcel Stutter nach seiner am Samstag zugezogenen Knöchel-Risswunde auflaufen kann. Doch der Ex-Profi hat am Dienstag wieder das Lauftraining aufgenommen, gestern Abend sollte ein Belastungstest mit Ball folgen. „Marcel ist einer dieser Spielertypen, die der ganzen Mannschaft guttun“, lobt Kiene den Mann in der Doppel-Sechs vor der Abwehr, der „ebenfalls mit entscheidend dazu beigetragen hat, dass wir die letzten beiden Spiele zu null beendet haben. „Diese Null müssen wir auch in Meppen so lange wie möglich halten.“

Sollte es für Stutter nicht reichen, stünde im defensiven Mittelfeld als Nebenmann von Rückkehrer Malte Grashoff (nach abgebrummter Gelb-Sperre) Matthias Tietz parat. Ihnen allen – auch Jeff Gyasi als Grashoffs Vertreter vom Samstag, bescheinigt der BSV-Coach sein volles Vertrauen: „Jeder von ihnen hat bisher dermaßen überzeugt, dass sich unser Kevin Artmann vorne sicher fühlt und so starke Leistungen wie gegen Hamburg abrufen kann“, sagt Kiene über Rehdens „Zehner“, der am Samstag beide Tore schoss. Einem Einsatz Artmanns steht nichts im Wege, der Kapitän hat seine muskulären Probleme endgültig abgeschüttelt.

Also bekommt es der 28-Jährige mit einer „sehr robusten Defensive zu tun“, wie Kiene warnt: Vor allem Innenverteidiger Dennis Geiger sowie Johan Wigger und Jens Robben in der Doppel-Sechs hat Kiene als „sehr robuste und athletische Leute“ ausgemacht. Vorn droht vor allem Gefahr durch Meppens hängende Spitze Max Kremer sowie die Außenspieler Martin Wagner und Daniel Latkowski. „Wir müssen also von der ersten Minute an präsent und wach sein“, fordert Kiene. Schließlich soll Rehdens Serie halten: „Es ist eine tolle Momentaufnahme, und wir wollen weiter jeden Punkt sammeln. Denn gerettet sind wir noch lange nicht.“

ck

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