Rehdens Trainer „stolz auf die Jungs“ – und das Sieger-Bier wird nachgeholt

Manchmal wild, aber mutig: So macht es Petersen Spaß

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Grensenloser Jubel bei den Verantwortlichen und den Spielern des BSV Rehden nach dem erstmaligen Gewinn des NFV-Pokals.

Und Cord Krüger - Von Arne Flügge. BRAUNSCHWEIG/REHDEN Alles war angerichtet für die zu solchen Siegerehrungen obligatorischen Bierduschen. Die Riesen-Pils-Pokale standen randvoll auf dem Rasen, die ersten Spieler des BSV Rehden griffen nach dem 2:1 (1:0)-Sieg am Mittwochabend im Landespokalfinale bei den „Freien Turner“ Braunschweig zu den Gläsern – doch da schritt Andreas Petersen energisch ein: „Kein Bier für die Spieler“, rief der BSV-Trainer quer durchs Getümmel der Kicker-Traube: „Ihr müsst morgen arbeiten – und danach trainieren wir.“

Sprach's – und flüchtete vor der drohenden Bierdusche. Die wiederum verhinderte Vorsitzender Friedrich Schilling: „Nicht wegkippen! Ich trink das!“ So kam es dann auch – fast bis zum benetzten Boden. Petersen staunte nicht schlecht, hatte sich aber schnell wieder gefangen – und ordnete seinen Fußballern nach der Medaillenübergabe zehn Minuten Auslaufen an.

Die dadurch gewonnene Ruhe erlaubte dem Coach ein erstes Genießen seines zweiten Landespokal-Siegs binnen sechs Wochen. Vom 1. SC Magdeburg hatte er sich mit dem Sachsen-Anhalt-Cup verabschiedet, nun ein Pflichtspiel-Einstand nach Maß bei seinem neuen Club. „Da macht die Arbeit richtig Spaß – und es war ein hartes Stück Arbeit“, räumte der A-Lizenz-Inhaber nach diesem „Spiel auf Augenhöhe“ ein, „das manchmal etwas wild von beiden Seiten war – aber ich bin richtig stolz auf die Jungs. Alle hatten sich für heute Urlaub genommen – und nach hinten raus noch mal den Mut und die zweite Luft aufgebracht.“

Das eine oder andere Haar fand Petersen allerdings doch in der Suppe: „In der ersten Halbzeit hatten wir die besseren Chancen. Aber es hätte zur Pause genauso gut 4:2 stehen können, denn die Braunschweiger hatten auch ihre Hundertprozenter.“

Das war auch seinem Co-Trainer nicht entgangen: „Wie wir mit unseren Möglichkeiten umgegangen sind, war teilweise unseriös“, bemängelte Danny König: „Auf so etwas warten unsere Konkurrenten in der Regionalliga nur – und nutzen das aus.“

Auch Kapitän Kevin Artmann, mit einem Infekt und unter Tabletten in dieses Finale gegangen und nach einer Stunde durch die Auswechslung von seinem Kampf erlöst, monierte: „Wir waren vorn zu schlampig. Es hätte schon früh 2:0 stehen müssen – dann wäre Ruhe gewesen.“

Dem konnte Omar El-Zein, Schütze des frühen 1:0 und anschließender Pechvogel mit zwei Aluminium-Treffern, nicht widersprechen. Der Stürmer sprach trotzdem von einem „verdienten Sieg, weil wir bis zum Schluss unsere Möglichkeiten hatten“. Eine davon nutzte der eingewechselte Kiala Kifuta, der als zweite Spitze viele Lücken riss und die FT-Abwehr stark beschäftigte. Sein Tor zum 2:1 sah Petersen als „das i-Tüpfelchen“ des Abends an – und das diesmal verbotene Sieger-Bier werde nachgeholt, versprach der Coach: „Wenn wir erst am Sonntag beim VfL Wolfsburg II hätten ran müssen, wäre vielleicht das eine oder andere erlaubt gewesen, aber wir holen das zur richtigen Zeit nach. Bis dahin trinke ich eins für meine Leute mit…“

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