Rehdens Trainer vom Platz gestellt

Premiere für Zaungast Petersen

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Vom Trainer zum Torhüter: Andreas Petersen wurde vom HSV-Ordner an den Rand des Geschehens geleitet.

Rehden - Noch nie musste Andreas Petersen vorzeitig vom Platz. „Wirklich: Noch nie“, beteuerte der Chefcoach des BSV Rehden: „Ich habe zwar nach diesem einen Vorfall mit dem Trainer von Wacker Nordhausen meinen Ruf weg“, erinnerte er an den handfesten Kollegen-Clinch vor knapp einem Jahr zu Magdeburger Zeiten, „aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Gestern im Regionalliga-Spiel des BSV beim HSV II war es allerdings so weit. Kurz vor der Pause reklamierte der 54-Jährige auf Foul des bereits verwarnten Matti Steinmann, als Schiri-Assistent Enno Thiele auf ihn zulief. „Er rief: Hey, Sportsfreund“, schilderte Petersen, „und ich habe nur gesagt: „Nichts, Sportsfreund – das war Foulspiel!“ Thiele hob die Fahne, Schiedsrichter Mario Bernhardt kam zu ihm an die Linie, und nach einer kurzen Unterredung schickte er Petersen auf die Tribüne. Ein HSV-Ordner wies ihm den Weg – allerdings dann doch nicht ganz weit entfernt vom Geschehen. Petersen durfte vor der Pforte zu den Rängen stehen bleiben. „Es haben ja alle mitbekommen, dass ich gar nichts gemacht hatte“, erklärte der „Sünder“ seine „Duldung“. Auf dem Weg in die Pause sprach er die Referees an. „Ich habe gesagt, dass es wohl besser wäre, wenn jetzt alle herunterkühlen – Schiris und Trainer“, berichtete Petersen schmunzelnd. So kam es auch – und für seine Leistung nach der Pause bekam Bernhardt ein Lob vom „Vertriebenen“: „Im zweiten Durchgang hat er gut gepfiffen.“

Und Rehden gut gespielt. Da könnte man den Trainer doch öfter mal vorzeitig vom Platz nehmen, oder? Auf diese scherzhafte Frage reagierte Rechtsverteidiger Viktor Pekrul nur mit einem Grinsen: „Nein, alles gut, er hat uns super eingestellt. Und der Schiri hatte in dieser Szene einfach nicht den Mumm, Steinmann die Gelb-Rote Karte zu zeigen.“

ck

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