Rehdens Trainer kickt in Hannovers Traditionself und will morgen die U23 ärgern

Kienes Liebe zu den „Roten“ muss morgen kurz ruhen

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Pure Entschlossenheit – wie hier am Gesichtsausdruck von Rehdens Kapitän Kevin Artmann (beim Schuss) abzulesen – wird auch morgen gegen Hannover 96 II nötig sein, wenn die Serie des bisher ungeschlagenen Trainers Alexander Kiene halten soll.

Rehden - Von Cord Krüger. Au weia! Alexander Kiene kämpft morgen gegen seinen eigenen Verein. 2009 hatte sich der heutige Trainer des BSV Rehden der Traditionsmannschaft von Hannover 96 angeschlossen, „weil ich mal wieder Lust hatte, selbst Fußball zu spielen“, berichtet der 37-Jährige: „Mein Pass liegt also bei den ,Roten‘!“ Weil Kiene aber seit seinem Amtsantritt in Rehden vor gut zwei Monaten keine Zeit mehr zum Kicken hat, liegt diese Leidenschaft derzeit etwas auf Eis. Trotzdem ist der Auftritt am Samstag ab 15 Uhr in den Rehdener Waldsportstätten gegen Regionalliga-Konkurrent Hannover 96 II für Kiene ein ganz besonderer.

„Mit Jens Rehhagel bin ich eng befreundet“, sagt er über den 41-Jährigen, der das Nachwuchsleistungszentrum des Bundesligisten leitet. Er wird wahrscheinlich mit anreisen – und Sören Osterland ganz sicher: Auch zum Trainer der U23 pflegt der BSV-Coach einen kurzen Draht. „Wir haben erst Anfang der Woche zusammen telefoniert“, schildert der A-Lizenz-Inhaber. Um das anstehende Duell ihrer beiden Teams ging es dabei nicht – doch das musste auch nicht sein, denn Kiene kennt den morgigen Gegner ziemlich genau: „Ich habe diese Mannschaft in der Hinrunde öfter gesehen.“ Oft genug, um klarzustellen: „Hannover steht in der Tabelle aktuell unter Wert da. Es wird ein schweres Spiel.“

Vor allem die Offensive mit dem schon zehnfachen Torschützen Roman Prokoph im Sturm sowie einem starken Mittelfeld in Person von Jung-Profi Sebastian Ernst (sieben Treffer in 20 Regionalliga-Einsätzen) und Mike Bähre (5) berge „erhebliche Qualität und Gefahr“. Umso mehr komme es bei dieser „schweren Aufgabe“ wie zuletzt beim FC St. Pauli II auf ein kompaktes Rehdener Kollektiv an: „Das beginnt schon an vorderster Front mit konsequenter Arbeit gegen den Ball: Wir müssen früh anlaufen, damit der Gegner sein Kombinationsspiel nicht aufziehen kann.“ Zudem mahnt der Trainer eine „gute Verbindung zwischen Abwehr und den vorderen Reihen“ an. Im defensiven Mittelfeld wünscht er sich weiter solch „aggressive Momente von Spielertypen wie Marcel Stutter und Malte Grashoff“. Es klingt stark nach einer Stammplatz-Garantie für die beiden Abräumer in der Doppel-Sechs – und das macht die Rückkehr für Matthias Tietz in die Startelf nicht leichter. Bis sich der 25-Jährige von den Folgen seiner Meniskus-Operation erholt hat, dauert es aber sowieso noch bis mindestens Ende des Monats. Nicht so lange fällt Winter-Neuzugang Serhan Zengin aus, dessen Verletzung sich als Muskelfaserriss entpuppte. „Ich denke, dass Serhan nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, schätzt sein Coach.

Alle anderen im Kader sind fit – und laut Kiene heiß darauf, an ihre gute zweite Halbzeit vom Samstag beim FC St. Pauli II (1:1) anzuknüpfen: „Wie St. Pauli besteht auch Hannovers Nachwuchs aus sehr gut ausgebildeten Spielern – aber wir wollen uns diesen meiner Ansicht nach wirklich wertvollen Punkt aus der Vorwoche jetzt vergolden.“ Dafür bedürfe es neben der geforderten „Kompaktheit“ auch der nötigen „fußballerischen Elemente“ und mehr Effektivität vor dem Tor: „Im Spiel nach vorn müssen wir unser hohes Tempo nutzen – und die Torchancen. Denn viele Gelegenheiten werden wir gegen solche U23-Mannschaften nicht bekommen“, warnt der BSV-Coach.

Wenn das alles passt, wird es für den in Hannover wohnenden Kiene ein richtig schönes Wiedersehen mit Rehhagel und den weiteren Kumpels „seines“Clubs.

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