Rehdens Trainer freut sich über Aufstellungs-Alternativen / Morgen zu St. Pauli II

In Kienes großem Kader darf sich niemand sicher fühlen

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Selbst sein Stammplatz ist nicht mehr sicher: Rehdens Michael Wessel saß am Samstag auf der Bank. Doch das kann morgen im Spiel beim FC St. Pauli II schon wieder anders sein.

Rehden - Wie muss sich dieser erste Sieg des BSV Rehden nach fünf Monaten angefühlt haben? Welche Last muss von den Regionalliga-Fußballern nach dem 2:1 am Samstag über FT Braunschweig abgefallen sein, als sie nach vier Monaten wieder die Abstiegszone verließen? Die Antwort von Trainer Alexander Kiene klingt bemerkenswert unaufgeregt: „Die Stimmung ist gut – aber das war sie auch in den letzten Wochen.“ Er hatte also keine Last, seine Kicker wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen. Der Blick auf Rehdens morgigen Gastgeber gilt da als mahnendes Beispiel: „Der FC St. Pauli II war nach der Hinrunde Sechster und muss jetzt nach zwei Niederlagen schleunigst wieder punkten“, sagt Kiene vor dem Auftritt bei der Zweitliga-Reserve ab 14 Uhr in Norderstedt.

Wegen dieses Drucks auf beiden Seiten erwartet der BSV-Coach ein „intensives Match: St. Pauli wird alles in die Waagschale werfen.“ Zudem warnt er vor den „vielen guten Individualisten“ im Team des Tabellenzehnten. Umso mehr freut er sich über entscheidende Fortschritte in seiner Mannschaft: „Wir haben unseren Kader jetzt so weit, dass wir auf jede Situation und jeden Gegner reagieren können.“ Lediglich der am Meniskus verletzte Matthias Tietz fällt aus, Serhan Zengins Einsatz ist wegen einer Wadenverhärtung fraglich.

Zu spüren bekam diesen personellen Luxus jetzt Michael Wessel: Rehdens Inbegriff an Konstanz verpasste in den vergangenen fast drei Regionalliga-Jahren bis Samstag nur fünf Spiele – zwei davon wegen Sperren, drei wegen Blessuren. Gegen Braunschweig saß der Innenverteidiger erstmals auf der Bank, weil Jeff Gyasi im Training „mehr Athletik und Dynamik gezeigt hat“, berichtete Kiene über den November-Neuzugang, der deshalb in die Startelf rückte. Der zuvor sechs Monate lang vereinslose 26-Jährige hat seinen Trainingsrückstand also anscheinend überwunden. Doch das müsse laut Kiene nicht bedeuten, dass der Deutsch-Ghanaer deshalb auch morgen spiele: „Das ist wieder ein völlig anderes Spiel und eine andere Ausgangslage, nach der ich dann versuche, bestmöglich aufzustellen.“ Wer gegen St. Paulis Top-Torschützen Erdogan Pini (sechs Treffer) die besten Eigenschaften mitbringt, will der A-Lizenz-Inhaber erst nach dem Abschlusstraining entscheiden.

Ein anderer, Jeff-Denis Fehr, darf sich nach langem Reservisten-Dasein ebenfalls wieder Chancen auf einen Einsatz ausrechnen: Am Samstag hatte ihn Kiene für die letzte halbe Stunde eingewechselt – und der 20-Jährige leitete prompt das 2:1 ein. „Der Junge ist sehr talentiert, jetzt bringt er seine guten Trainingsleistungen aber auch endlich im Wettkampf auf den Platz.“ Vielleicht bekommt Fehr, als Kabinen-DJ schon lange für den richtigen Sound zuständig, ja erneut die Chance, es auch mal im Freien „krachen“ zu lassen.

ck

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