Rehdens Trainer Alexander Kiene muss morgen gegen Lüneburg vor allem Abwehr umbauen

Das flexible, funktionierende Kollektiv

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Aldin Kljajic (r.) dürfte jetzt wieder als Linksverteidiger spielen.

Rehden - Immerhin haben nicht noch weitere Fußballer des BSV Rehden aus dem Derby beim VfB Oldenburg Blessuren davongetragen. Doch das 0:0 beim Regionalliga-Konkurrenten war am Sonntag ohnehin verlustreich genug, so dass BSV-Trainer Alexander Kiene für das morgige Heimspiel ab 15 Uhr gegen den Lüneburger SK seine Viererkette auf zwei Positionen verändern muss.

Denn Linksverteidiger Kresimir Matovina wird erst heute aus Oldenburg zurückerwartet – so lange musste er nach seinem Kiefer-, Nasenbein- und Jochbeinbruch im Krankenhaus bleiben. Er fällt damit ebenso aus wie Abwehrchef Stefan Heyken, der wegen eines Muskelfaserrisses früh vom Rasen des Marschwegstadions humpelte. Ansonsten meldeten sich alle am Sonntag eingesetzten Akteure gesund zurück. Und denen zollte Kiene erstmal ein dickes Lob: „Wie die Jungs diese personellen Rückschläge weggesteckt und sich als Mannschaft für diesen Punkt zerrissen haben, war ganz stark. Das Team funktioniert.“

Und dieses Team, wünscht sich der 37-Jährige, soll jenen Punkt aus Oldenburg morgen „mit einem Sieg vergolden“ – selbst wenn er weiß, dass dies ganz schwer wird: „Lüneburg hat eine lauf- und kampfstarke Mannschaft – mit Kwasi Okyere Wriedt als robustem, zentralen Stürmertypen und Ali Moslehe als weiterem Angreifer, der ein Spiel allein entscheiden könnte“, schildert Kiene seine Beobachtungen. Zudem lobt er die starke Abwehr mit drei Innenverteidigern, die in den bisherigen fünf Spielen nur sechs Gegentore zuließ. Diese Defensive geht sehr körperbetont zu Werke – eine gute Möglichkeit, die Standards in Tornähe zu suchen. „Das trainieren wir ohnehin immer, weil wir gute Schützen wie Kevin Artmann, aber auch lange Kerls mit der nötigen Kopfballstärke haben“, verdeutlicht Kiene. Einer dieser langen Kerls – nämlich Heyken – fehlt allerdings. Seinen Part in der Innenverteidigung dürfte wieder Jeff Gyasi einnehmen, die dadurch entstehende Lücke in der Doppel-Sechs könnte Matthias Tietz schließen – obwohl der eigentlich weiter als Linksaußen-Vertretung für Muskelfaserriss-Patient Danny Arend gebraucht würde. „Danny ist gerade ins Aufbautraining gestartet, für Samstag wird das noch nichts“, sagt Kiene. Serhan Zengin könnte an diese Stelle treten. Fest steht nur: An Matovinas Stelle dürfte Aldin Kljajic auf der linken Seite verteidigen. Ansonsten ist Rehden weiter zur Flexibilität gezwungen. „Wir haben zuletzt mit vier gelernten Sechsern im Mittelfeld gespielt“, erinnert Kiene an die jüngste Startelf mit Gazi Siala als Rechtsaußen, Tietz als Linksaußen sowie Gyasi und Marcel Stutter in der Doppel-Sechs.

Immerhin bekommt der A-Lizenz-Inhaber nun eine Option mehr für die Offensive: Jeff-Denis Fehr hat seine Sperre nach dem Platzverweis in der Partie beim FC St. Pauli II abgebrummt – eine Zwangspause, die für Lüneburgs Leon Packheiser gerade erst begann: Er sah am Sonntag die Rote Karte. Ebenfalls beim FC St. Pauli, allerdings nach dem Abpfiff – wegen Schiedsrichterbeleidigung. LSK-Trainer Elard Ostermann muss damit erstmals auf seinen von Rot-Weiß Erfurt gekommenen Mittelfeldmann verzichten.

ck

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