Rehdens Serie reißt in Norderstedt / Gelb-Rote Karte für Obst / Kargbos Ehrentor

Schwache erste Halbzeit eiskalt bestraft – 1:3

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Rehdens Jeffrey Obst (2.v.r.) sah gestern in Norderstedt wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Norderstedt - Von Arne Flügge. 13 Spiele in Folge war der BSV Rehden ungeschlagen – gestern hat’s den Fußball-Regionalligisten wieder einmal erwischt. Aufgrund einer schwachen ersten Halbzeit unterlag die Mannschaft von Trainer Alexander Kiene bei Eintracht Norderstedt mit 1:3 (0:3), kassierte damit die erste Rückrunden-Niederlage und hat drei Spieltage vor Schluss nur noch vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

„Wir haben das Spiel ganz klar in den ersten 45 Minuten verloren“, sagte Kiene, „da haben wir die entscheidenden Prozente nicht auf den Platz gebracht.“ Alles, was die Rehdener in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte, war plötzlich nur noch in Ansätzen zu erkennen. „Wir hatten keine Zweikampfpräsenz, keine Aggressivität und Handlungsschnelligkeit. Der Gegner war einfach einen Tuck galliger und aggressiver“, fasste der Rehdener Coach zusammen.

Bereits in der 16. Minute ging Norderstedt mit 1:0 in Führung. Yaya Kunath hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, und dessen Hereingabe verwertete Linus Meyer zum 1:0. „Dem Tor sind allerdings zwei klare Fouls an Michael Wessel und Kresimir Matovina im Mittelfeld vorausgegangen“, monierte Kiene: „Das war bitter, denn wir hatten gerade Zugriff aufs Spiel bekommen.“ Nur vier Minuten später liefen die Rehdener dann in einen Konter. Kapitän Kevin Artmann klärte im Mittelfeld nicht energisch genug, Meyer legte den Ball auf Jan Lüneburg, der zum 2:0 vollstreckte. Und als erneut Meyer nach fast dem selben Strickmuster in der 37. Minute mit seinem zweiten Tor zum 3:0 traf, war die Vorentscheidung gefallen. „Wir haben einfach zu wenig Gegenwehr gezeigt“, ärgerte sich auch Co-Trainer Sandy Röhrbein. Auf der anderen Seite „war Norderstedt im Abschluss heute unheimlich effektiv und hat uns eiskalt bestraft“, fügte Chefcoach Kiene hinzu. Rehden hingegen hatte bis auf einige Standards in der Offensive wenig zu bieten.

Kiene reagierte zur Pause, stellte um, brachte Matthias Tietz und Paul Kosenkow für Stefan Heyken und Kresimir Matovina. Jeffrey Obst rückte auf die Linksverteidigerposition, Jeff Gyasi ersetzte Heyken als Manndecker, Tietz übernahm dessen Position auf der Sechs, und Kosenkow spielte nun im rechten offensiven Mittelfeld.

Rehden kam dann auch gut aus der Pause und hatte in der 49. Minute die Riesenchance zum Anschlusstreffer, doch Abu Bakarr Kargbo traf nach einer Rechtsflanke von Viktor Pekrul per Kopfball nur die Unterkante der Latte. Der Beginn einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit? Nein! Denn nur sieben Minuten später sah Rehdens Jeffrey Obst wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. „Damit war das Spiel eigentlich gegessen“, meinte Röhrbein. Immerhin verkauften sich die Gäste nach dem Wechsel wesentlich besser und kamen in der 89. Minute durch Kargbo nach Vorarbeit des eingewechselten Moses Lamidi zum Ehrentreffer. „Die Leistung in der zweiten Halbzeit stimmt mich positiv“, sagte Kiene, „die Mannschaft hat da eine sehr gute Mentalität gezeigt“, so Kiene.

Jetzt gelte es, sich wieder zu sammeln und ab heute „den Blick nach vorn zu richten und dann volle Pulle im Heimspiel am Samstag gegen Oldenburg wieder einen Sieg einzufahren“, gab sich der BSV-Trainer schon wieder kämpferisch.

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