Rehdens Rechtsverteidiger trifft in Cloppenburg

2:1 – Pekrul Held im Pokal

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Gefährlich: Rehdens Neuzugang Christian März (M.) setzt sich hier gegen Gerrit Thomes (l.) und David Niemeyer durch, scheitert aber am Innenpfosten.

Cloppenburg - Aus Cloppenburg berichtet Cord Krüger-  Was für ein Fight! Mehr als eine Stunde sah es gestern Abend gar nicht gut aus für den BSV Rehden, der beim kampfstarken BV Cloppenburg in der ersten Runde des Niedersachsenpokals einem 0:1 hinterher lief.

Doch binnen drei Minuten drehte die Mannschaft von Trainer Alexander Kiene das Spiel – mit dem 1:1 von Andreas Gerdes-Wurpts (69.) und einem feinen Freistoß-Treffer von Viktor Pekrul (72.). Nun steht am Mittwochabend die nächste Reise zu einem Regionalliga-Kontrahenten an: Der SV Meppen wartet im Achtelfinale.

„Ich freue mich megamäßig, dass wir weitergekommen sind“, strahlte Gerdes-Wurpts: „Wir hatten zwar ein bisschen auch das Glück des Tüchtigen, aber es hat gereicht. Jetzt sind wir noch dabei, und das ist das, was zählt.“ Sein Torwart Milos Mandic, in der Schlussphase mit zwei Super-Paraden Retter des Siegs, atmete ebenfalls durch: „Das war schon mal ein spannender Saisonauftakt. Aber nach der Halbzeit hatten wir gar nichts mehr zu verlieren und sind super zurückgekommen.“

Kiene hatte diesen Krimi geahnt: „Es ist alles eingetreten, was wir den Jungs vorher gesagt haben: Unser Gegner war motiviert, stand kompakt und hat über Konter und Standards seine großen Qualitäten gezeigt. Wir haben uns zurückgekämpft, aber an einigen Dingen müssen wir noch arbeiten“, urteilte der 37-jährige.

Der A-Lizenz-Inhaber musste auf drei Stammkräfte verzichten. Der an der Schulter lädierte „Sechser“ Marcel Stutter saß nur für den Notfall auf der Bank – ebenso wie Stürmer Abu Bakarr Kargbo, der unter Knieproblemen leidet. Und Abwehrchef Stefan Heyken war wegen seines Lehramtsstudiums unabkömmlich. Für ihn rückte Jeff Gyasi aus der Doppel-Sechs ins Abwehrzentrum. Davor agierten nun Matthias Tietz und Neuzugang Gazi Siala. In der Spitze stürmte der Ex-Cloppenburger Andreas Gerdes-Wurpts – doch den hatte sein Ex-Kollege Gerrit Thomes gut im Griff.

Ohnehin brauchte der BSV etwas, um seine Ordnung zu finden, bis Christian März für den ersten Aufschrei der knapp 350 Zuschauer sorgte: Der Mittelfeldmann setze sich gegen Thomes und David Niemeyer durch und knallte das Leder an den linken Innenpfosten (25.). „Da hatten wir das Kommando und hätten in Führung gehen müssen“, ärgerte sich Kiene. Stattdessen suchte Cloppenburg die Standards – und bekam sie, weil das BSV-Defensivzentrum angesichts der Ausfälle nicht so sicher agierte wie sonst. Nach einem Freistoß von Kristian Westerveld zog Niemeyer ab, und Mandic rette grandios per Faustabwehr (36.). Bei der folgenden Ecke hatte „Milo“ aber nichts zu halten: Die Hereingabe von Jonas Wangler donnerte Kristian Westerveld neben den rechten Pfosten in die Maschen – 1:0 (37.)! „Da müssen wir eher am Ball sein“, monierte Kiene.

Zur Pause brachte er Jeff-Denis Fehr für März – und mit dem später ebenfalls eingewechselten Kargbo samt Umstellung auf ein 3-5-2-System belebte dies die Offensive. Allein das 1:1 war Kargbos Einsatz wert: „Überragend, wie Abu den Ball reingebracht hat“, urteilte Gerdes-Wurpts, der mit Danny Arend energisch drauf ging. BVC-Keeper Christian Meyer zog ebenfalls nicht zurück – und bekam das schmerzhaft zu spüren. Das Stocher-Tor (69.) als Co-Produktion von „AGW“ und Arend zählte, Rehden wollte mehr – und bekam es: Nach einem Foul an Arend schnappte sich Pekrul die Kugel, zirkelte sie aus 17 Metern in den Winkel zum 2:1 (72.) und war danach nicht mehr einzufangen. In der Schlussminute reagierte Mandic nach einem Lattenkracher von Christian Willen glänzend und fischte den Abpraller sicher weg. Das war's. Zum dritten Mal in vier Jahren hatte der BSV seinen Pokalauftakt gegen den BVC gemeistert.

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