Rehdens Rechtsaußen unterschreibt Dreijahresvertrag bei Rot-Weiss Essen

Jeffrey Obst nicht zu halten

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Jeffrey Obst hat den BSV Rehden verlassen. Der Allrounder für die rechte Seite wechselte zu Rot-Weiss Essen.

Rehden - Von Cord Krüger. Als Trainer Alexander Kiene seine Regionalliga-Fußballer vom BSV Rehden gestern Abend zum Aufgalopp in die Sommervorbereitung bat, war einer seiner Leistungsträger der abgelaufenen Serie schon in südlichere Gefilde abgedüst. Jeffrey Obst hatte wenige Stunden zuvor einen Dreijahresvertrag beim West-Regionalligisten Rot-Weiss Essen unterschrieben. Ein herber Verlust für die Schwarz-Weißen, aber ein „aus seiner Sicht absolut nachvollziehbarer Wechsel“, urteilte Kiene.

Lange hatte der BSV versucht, Obst nach seiner starken ersten Rehdener Serie mit fünf Toren in 27 Einsätzen – meist als Rechtsaußen, aber auch als Rechts-, Links- und Innenverteidiger – zu halten. „Aber wenn ein junger Spieler wie Jeffrey die Chance hat, zu einem solchen Traditionsverein mit ganz anderen Bedingungen zu wechseln, müssen wir ihm das ermöglichen“, stellte Kiene klar. Letztlich dürfte dem 21-Jährigen das liebe Geld den Weg in den Westen geebnet haben. Denn der Mann mit einem geschätzten Marktwert von 75000 Euro hatte noch einen ein Jahr laufenden Kontrakt. Über die Höhe der Ablösesumme war gestern Abend allerdings nichts zu erfahren.

„Ich freue mich, dass der Wechsel nun zustande gekommen ist“, zitiert RWE seinen Neuzugang auf der Internetseite des Clubs: „Rot-Weiss Essen ist mit seiner Geschichte und seinem Umfeld ein unglaublich reizvoller Verein.“ Am Wochenende hatte er Kiene über seinen Weggang informiert, „den ich so fast erwartet hatte“, räumte der BSV-Coach ein. „Jetzt wünschen wir ihm alles Gute und müssen versuchen, diese Lücke zu schließen.“

Unter den gestrigen Gastspielern drängte sich da niemand sonderlich auf. Die 14 Mann aus dem letztjährigen Team zeigten da zum Trainingsauftakt im strömenden Regen mehr. „Das spricht für meine Mannschaft aus der Rückrunde“, urteilte Kiene schmunzelnd. Mindestens ebenso wichtig war ihm die gute Stimmung: „Die Jungs haben ihren Spaß über die freie Zeit mit herübergerettet – und diese Freude am Fußball brauchen wir.“

Tatsächlich herrschte diesmal in den Waldsportstätten eine spürbar bessere Laune als noch vor einem Jahr. Damals war ein knappes Dutzend des vorherigen Kaders nicht aus der Sommerpause zurückgekehrt, neun Neuzugänge mussten sich erstmal zurechtfinden. Nun scheint mehr Konstanz angesagt – und auch deshalb schätzte Offensivmann Danny Arend: „Dieses Mal wird es besser als in der letzten Hinrunde.“ Für sich selbst kann er das fast versprechen: „Damals war ich ja noch lange verletzt, jetzt kann ich die ganze Vorbereitung mitmachen.“

Gut möglich ist allerdings, dass es heute Abend nicht mehr so lustig zugeht wie gestern, als erstmal Arbeit mit dem Ball im Vordergrund stand – Siegerfoto mit den Gewinnern des Abschluss-Kicks inklusive. Heute steht nämlich der Laktattest an. Doch nach einer weiteren Einheit am Donnerstag ist der Freitag frei, ehe am Samstag der erste Test bei Landesliga-Aufsteiger TuS Bersenbrück steigt. Dann reist vielleicht schon ein neuer zweiter Torhüter mit, wie Trainer Kiene mit einem vielsagenden Lächeln andeutete: „Es sieht gut aus. Vielleicht tut sich da noch etwas in dieser Woche.“

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