Rehdens Offensivmann zurück, doch Kevin Artmann fällt auch in Lübeck aus

Option mit gewissen Waffen: Paul Kosenkow ist wieder fit

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Da läuft er wieder: Paul Kosenkow hat seine Grippe abgeschüttelt und dürfte morgen im Auftritt des BSV Rehden beim VfB Lübeck im Kader stehen – wenn auch nicht als Kandidat für die Startelf.

Rehden - Von Cord Krüger. Abfahrt im Morgengrauen, Heimkehr mit dem letzten Abendlicht: Auf geht's zum VfB Lübeck! Und weil die Fußballer des BSV Rehden in ihrem Abstiegskampf der Fußball-Regionalliga gar keine Zeit für Lustreisen haben, musste Trainer Alexander Kiene ihnen nicht lange erklären, dass „wir bei einem so langen Tag natürlich möglichst punkten wollen“. Keine leichte Aufgabe, die er seiner Mannschaft vor dem morgigen Auftritt ab 14 Uhr beim Tabellenfünften stellt, doch Rehden startet mit dem Rückenwind aus elf Spielen ohne Niederlage in den hohen Norden.

Darüber hinaus „haben wir zuletzt bewiesen, dass wir auch auswärts in großen Stadien vor vielen Fans bestehen können“, verdeutlicht Kiene in Erinnerung an das 2:1 beim SV Meppen Ende März. Doch da war Kapitän Kevin Artmann noch dabei – und für morgen in Lübeck „wird es für ihn nicht reichen“, verriet Kiene gestern. Seit dem Meppen-Spiel laboriert der offensive Mittelfeldmann an einer Muskelverhärtung in der rechten Wade. „Er wird weiter behandelt und trainiert individuell, aber vor nächster Woche ist für ihn an Mannschaftstraining nicht zu denken“, verdeutlicht Kiene: „Unser nächstes Ziel mit ihm ist das Heimspiel in der Woche darauf gegen den Goslarer SC.“

Artmanns Vertreter Moses Lamidi, am Sonntag Torschütze beim 2:0 gegen den TSV Havelse, darf sich also wieder Chancen auf einen Einsatz von Beginn an ausrechnen. Kienes Aussage, dass es „streng genommen keinen Grund gibt, die Startelf zu verändern“, dürfte die Hoffnung des 27-Jährigen nähren. „Aber für das, was wir bisher erreicht haben, waren alle aus diesem Kader nötig“, unterstricht der BSV-Coach, der außer Artmann und dem an seinem Schlüsselbeinbruch operierten Jeff-Denis Fehr keine Ausfälle zu beklagen hat. Serhan Zengin ist nach abgeklungener Erkältung und ausgeheilter Blessur ebenso wieder einsatzfähig wie Paul Kosenkow, der am Wochenende mit einer Grippe flach lag. „Durch Paul habe ich jetzt eine Option mehr für die Offensive“, urteilt Kiene. Denn wenn nämlich gegen Havelse Stürmer Abu Bakarr Kargbo oder Lamidi ausgefallen wären, „hätte ich nicht mehr adäquat reagieren können“. Kosenkow hingegen „hat diese gewissen Waffen, um ein Auswärtsspiel erfolgreich zu gestalten“. Dazu zählt er neben der Schnelligkeit des Außenspielers auch sein Gespür dafür, „in die Schnittstellen zu gehen und dort für Gefahr zu sorgen“.

Doch auch Rehden droht Ungemach durch schnelle Offensivkräfte – allen voran in Gestalt des elffachen Torschützen Stefan Richter und Lübecks hängender Spitze Kevin Wölk. „Deshalb werden wir aber an unserer Philosophie nichts ändern und mutig nach vorn spielen. Wir wollen diese tolle Entwicklung und unseren Lauf fortsetzen.“

In Lübeck wissen sie, wie sich solche Serien anfühlen, seit Ostern kennen die bis dato zehn Mal unbesiegten VfB-Kicker allerdings auch das Gefühl, wenn ein solcher Lauf abrupt endet – nach dem 0:3 beim abstiegsbedrohten Goslarer SC. In der Woche darauf gaben die Marzipanstädter noch eine 2:0-Führung gegen Eintracht Braunschweig II aus der Hand und mussten sich mit einem 2:2 begnügen. Dennoch: Der BSV hat am Samstag in der Hansestadt ein ganz dickes Brett vor der Brust. Verzichten muss VfB-Trainer Denny Skwierczynski auf Defensivmann Aleksander Nogovic, der in Braunschweig seine zehnte (!) Gelbe Karte sah und damit gesperrt ist.

ck

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