Rehdens neue Bremer sind schon Kader-Kandidaten

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Vielleicht kommt es morgen wieder zum Duell zwischen Rehdens Alexander Neumann (M.) und Cloppenburgs Tim Hofmann. Der BSV-Stürmer hat jedenfalls unter der Woche mit drei Toren im Test gegen Sudweyhe Selbstvertrauen getankt. ·

Rehden - Fast täglich setzt sie sich aus Bremen in Richtung Rehden in Bewegung – die Karawane jener Kicker aus der Hansestadt, die beim BSV im Regionalliga-Kader stehen.

„Ja, stimmt“, schmunzelt Trainer Björn Wnuck, „das sind einige.“ Der Kleinbus des Clubs ist schon länger voll besetzt, durch die drei Winter-Neuzugänge Idrissa Sow, Mehmet Ali Fidan und Dennis Janssen muss sich nun wohl eine weitere Fahrgemeinschaft bilden. Dennoch bleibt Rehdens erstes Liga-Spiel morgen ab 15 Uhr gegen den BV Cloppenburg „ein echtes Derby – da müssen wir von Anfang an das Gaspedal durchtreten“, fordert Wnuck den vollen Einsatz.

Seine Stammkräfte aus der Bremer „Kolonie“ muss der BSV-Coach nicht an die Brisanz dieses Duells gegen die kampfstarken Südoldenburger erinnern – denn Mittelfeldlenker Kevin Artmann, Torwart Milos Mandic, Rechtsverteidiger Viktor Pekrul und Defensiv-Allrounder Dominic Krogemann sind ohnehin stets bis in die Haarspitzen motiviert. Und bei den „Neuen“ macht er sich ebenfalls keine Sorgen. Obwohl erst seit knapp einer Woche fest in Rehden, hat Wnuck einen guten Eindruck vom Trio gewonnen. „Alle kämen schon für den Kader infrage“, stellt der Trainer klar.

Obwohl Janssen das vergangene halbe Jahr ohne Verein überbrücken musste. Doch der Rechtsverteidiger hielt sich nach der Insolvenz des FC Oberneuland bei der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV) fit und trainierte ab Herbst bei Bremen-Liga-Spitzenreiter Bremer SV mit. „Seine Leistungen sind absolut solide“, sagt Wnuck über den 23-Jährigen: „Er bringt ein sicheres Pass-Spiel mit und zeigt gute Flanken.“

Stürmer Sow muss noch kräftemäßig zulegen – „trotz seiner enormen Präsenz“, urteilt Wnuck über den 22-jährigen Senegalesen aus der Oberliga Mittelrhein, der mit seinen 1,95 Metern eine ziemliche Kante darstellt. Seine Vorzüge: „Er kann die Bälle festmachen, gut ablegen und sich vorn durchsetzen.“ Ein „Wühler“ im Strafraum – das hat Rehden in der Hinrunde gegen manche Türme in der Innenverteidigung gefehlt.

Sows neuer Offensivkollege Fidan dürfte ebenfalls noch an der Umstellung von der Bremen- auf die Regionalliga zu knabbern haben, „aber 24 Tore in 18 Spielen muss man auch da erstmal schießen“, zeigt sich Wnuck begeistert über den „starken Zug zum Tor“, den der Ex-Blumenthaler entwickelt.

Ihnen und allen Arrivierten im Team des Tabellensiebten attestiert Wnuck einen guten Job in der heute endenden Wintervorbereitung: „Es war eine hohe Intensität, aber keiner hat gemurrt – und alle haben zugelegt.“ Vor allem im athletischen Bereich registrierte der 29-Jährige einen Gewinn: „Wir sind noch spritziger geworden.“ Darüber hinaus „haben wir unser Umschaltspiel verbessert und andere taktische Sachen vertieft.“

Im letzten Test beim TuS Sudweyhe (7:1) hatte Wnuck aufs übliche Durchwechseln verzichtet. „Ich wollte die Jungs zum Zug kommen lassen, mit denen ich auch fürs Cloppenburg-Spiel plane“, erklärt er. Also dürfen sich der dreifache Torschütze Alexander Neumann, Vierfach-Vorbereiter Artmann und Krogemann als Rechtsverteidiger ihrer Sache sicher sein? „Nicht alle“, wiegelt Wnuck ab – auch, weil er bis auf den rotgesperrten Kiala Kifuta aus dem Vollen schöpfen kann: „Wir trainieren noch bis Samstag, und komplett lasse ich mir nicht in die Karten schauen.“ · ck

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