Menga – das Lachen ist zurück

Rehdens Kapitän akzeptiert die neue Rolle und spielt wieder – wohl auch gegen Altona 93

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Wieder wichtig: Rehdens Addy-Waku Menga (36) spielt und trifft.

Bei der Frage, was denn aktuell mit ihm los sei, muss Addy-Waku Menga schallend lachen. „Wenn ich es wüsste, würde ich es sagen“, meint er feixend. Der 36-jährige Stürmer ist bestens gelaunt. Weil er spielen darf. Weil er trifft. Und weil er einfach wieder richtig wichtig ist für den Fußball-Regionalligisten BSV Rehden.

Rehden – Dass nach seinem zweiten Startelf-Einsatz der Saison in Jeddeloh nun am Samstag (15.00 Uhr) im Heimspiel gegen Altona 93 gleich der dritte folgt, steht so gut wie fest. „Ich bin drin im Team – und gehe davon aus, dass ich auch drin bleibe“, sagt Menga. Sein Trainer Heiner Backhaus sieht bei dieser Personalie „wenig Gründe zu wechseln“. Kapitän und Coach sind sich also einig. 

Seine dritte Saison in Rehden hatte „ein bisschen holprig“ begonnen. Sagt Menga selbst. Mit Backhaus sei ein neuer Trainer mit einer neuen Philosophie gekommen: „Er hat viel auf junge und schnelle Spieler gesetzt. Das klappt ja auch gut.“ Vorbei die Zeiten, in denen das BSV-Spiel auf den Ex-Profi zugeschnitten war. Damit musste der ehrgeizige Osnabrücker, nach eigener Aussage „Sportler durch und durch“, erst mal klarkommen. „Ich war enttäuscht, weil nicht mehr so viel Platz für mich da war“, gesteht Menga: „Aber ich habe mich damit auseinandergesetzt und meine neue Rolle mittlerweile akzeptiert.“ Kritik an Backhaus formuliert er nicht: „Der Trainer hat mir immer alles erklärt – und ich habe es angenommen.“ 

Doch nun ist die Situation eben „ein bisschen anders – auch, weil Tomislav Ivicic verletzt ist“, weiß Menga. Laut Backhaus hat zudem das Spiel bei Hannover 96 II vor drei Wochen entscheidend dazu beigetragen, dass es bei Menga wieder läuft. Er habe seinen Routinier vor der Partie „in den Schwitzkasten genommen“, erzählt der 37-Jährige, ihm klargemacht, was er von ihm erwartet. Menga schoss als „Joker“ prompt sein erstes Saisontor (danach traf er auch noch gegen Drochtersen und in Jeddeloh) – und Backhaus lobt: „Seit dem Tor ist er wie verwandelt. Dass Addy nicht mehr so viel sprintet wie Bocar Djumo oder Shamsu Mansaray, ist klar. Das geht biologisch auch gar nicht. Aber wenn er Vollgas gibt und totale Bereitschaft zeigt, ist er einer unserer Besten. Ich glaube, im Moment ist er glücklich.“ 

„Ich bin glücklich, wenn ich auf dem Platz stehe. Das ist einfach so. Und wenn ich treffe, bin ich noch glücklicher. Deshalb bin ich momentan sehr zufrieden.“ Rehdens Torjäger Addy-Waku Menga

Menga stimmt zu – ohne zu zögern. Er trainiere gut und bekomme dafür aktuell am Wochenende seine Belohnung in Form von Einsatzzeit, sagt er. Zuletzt in Jeddeloh stellte Backhaus den Deutsch-Kongolesen, der so lange wie möglich weiterspielen will, als Zehner auf. Eine gute Idee – finden beide. „Er hat das sehr ordentlich gemacht“, urteilt der Trainer. „Ich fühle mich dort auch wohl“, ergänzt Menga: „Da kann ich die Bälle verteilen und tödliche Pässe spielen. Und wenn ich dann mal vorm Tor bin, weiß ich, dass ich die auch Dinger reinmache.“ Diesen Instinkt kann Rehden, momentan starker Siebter in der vierten Liga, auch gegen den Tabellen-14. Altona aus Hamburg gut gebrauchen. „Das ist eine junge und intensive Mannschaft, die uns komplett fordern wird“, prophezeit Backhaus und fügt an: „Ich denke nicht, dass es ein feines Spiel wird.“ Nach zuletzt zehn Punkten aus vier Spielen werden die Rehdener den Platz in ihren Waldsportstätten mit extrem viel Selbstvertrauen betreten. Dabei sein wird Stammkee- per Nick Borgman, der in Jeddeloh wegen einer Verhärtung im Oberschenkel kurz vor Schluss ausgewechselt worden war. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Backhaus: „Es ist alles gut bei ihm, er trainiert wieder.“ 

Gleiches gilt für Quentin Fouley, über dessen Rückkehr sich der Coach freut: „Er ist immer für einen Geistesblitz gut.“ Auch Mohammed Salifou zählt wieder zum Kreis der Kader-Kandidaten. Fehlen wird lediglich Ivicic – und das, wie Backhaus mutmaßt, „wohl noch drei Wochen“.

Hintergrund: Janowsky muss passen

Nein, es ist bisher absolut nicht die Saison des Robin Janowsky. Nach seinem Wechsel vom BSV Rehden zu Altona 93 bringt er es bei den Hamburgern gerade mal auf drei Einsatzminuten. Mehrfach stand der gebürtige Bassumer, dessen Familie in Harpstedt lebt, nicht mal im Kader. Und nun fällt auch noch das Wiedersehen mit dem BSV flach – weil der 22-jährige Verteidiger flach liegt. „Mir blutet das Herz, aber ich bin leider nicht dabei, weil ich eine Bronchitis habe und noch die ganze Woche krankgeschrieben bin“, sagt Janowsky. Nicht viel besser sieht übrigens die Bilanz von Evin Nadaner (27), einem weiteren Ex-Rehdener, bei Altona aus. Der Mittelfeldmann hat – auch aus Verletzungsgründen – 37 Minuten (verteilt auf zwei Einsätze) vorzuweisen.

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