Rehdens Innenverteidigung und Doppel-Sechs fehlerlos / Vorn zu harmlos – 0:0

Das kampfstarke Quadrat hält hinten den Laden dicht

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Das hätte das 1:0 sein können: Danny Arend (Mitte) luchst Neumünsters Nils Winter (links) den Ball ab und marschiert aufs Tor. Doch der Linksaußen des BSV Rehden zielte am langen Eck vorbei.

Aus Neumünster - berichtet Cord Krüger. Die Abwehrreihen dominierten – selten passte dieser im Fußball schon so oft bemühte Satz besser als während des gestrigen 0:0 des BSV Rehden im Regionalligaduell beim VfR Neumünster.

Dementsprechend chancenarm, stand am Ende wahrlich kein 0:0 der besseren Art da. „Ich glaube, für die Zuschauer war es nicht schön anzusehen“, grinste Rehdens Malte Grashoff, der daran ziemlichen Anteil hatte: Denn mit Kollege Marcel Stutter in der Doppel-Sechs sowie den beiden tadellosen Innenverteidigern Stefan Heyken und Michael Wessel bildete er ein „überragendes Defensiv-Quadrat“, lobte BSV-Trainer Alexander Kiene.

Angesichts der einsatzfreudigen Gastgeber war der mit den Schwarz-Weißen somit weiter ungeschlagene Coach nach seinem fünften Spiel gar nicht unzufrieden: „Diesen Punkt nehmen wir für unser großes Ziel, den Klassenerhalt, gerne mit.“

Mit „Klassenkampf“ umriss Kiene diese 90 Minuten – angesichts des Aufeinandertreffens zwischen dem 16. (VfR) und dem 15. (BSV) kaum anders zu erwarten. „Und bei diesem Platz hier war auch kein schöner Fußball mit Kurzpass-Spiel drin“, entschuldigte sich Wessel mit Blick auf den „Acker“ bei den 439 Zuschauern.

Dennoch hätte der BSV früh führen können, doch Stutters erster Warnschuss rauschte vorbei (2.), und nachdem Rehdens Linksaußen Danny Arend Nils Winter die Kugel in der VfR-Abwehr abgeluchst hatte, zielte er am langen Pfosten vorbei (21.). Auf der anderen Seite hatte Stutter Glück, als er Michel Harrer im Strafraum legte, Schiedsrichter Julian Lüddecke aber keinen Elfmeter pfiff. Das hatte selbst BSV-Torwart Milos Mandic anders gesehen, wie er den Zuschauern hinter dem Tor gestand. „Die Entscheidung des Schiris muss ich akzeptieren“, meinte Kiene hinterher schmunzelnd.

Vielleicht hätte Mandic den Strafstoß ja auch gehalten, aber dafür durfte er sich bei Harrers sehenswerten Seitfallzieher auszeichnen: „Milo“ wehrte den Aufsetzer ab, den Nachschuss drosch Christopher Kramer knapp daneben (37.). „Unter normalen Platzverhältnissen wäre das für Milo gar kein Problem gewesen“, verdeutlichte Wessel das holprige Hauptproblem des Nachmittags: „Auch deshalb mussten wir die Null auf jeden Fall halten. Denn es wäre echt ärgerlich gewesen, wenn wir uns hier so ein Krücken-Gegentor gefangen hätten.“

Doch dazu kam es nicht, weil die Gäste vor der Pause gut gegen den Ball anrannten und nach dem Wechsel hinten noch sicherer standen. Nur Kramer kam nach Rechtsflanke von Winter noch frei zum Köpfen (daneben/58.), und nach einem Ballverlust im BSV-Mittelfeld schoss der eingewechselte Abdel Moneem Abou-Khalil vorbei (70.).

Rehden sorgte vorn allerdings auch für herzlich wenig Gefahr – vor allem dank Innenverteidigerer Bodo Bönigk, der Abu Bakarr Kargbo als einzige Spitze fast komplett abmeldete. Zudem kamen die Standards gestern einfach nicht an, „und das ist besonders schade“, fand Trainer Kiene: „Denn mit denen haben wir in den letzten Spielen immer das eine oder andere Tor gemacht.“ So blieb's beim 0:0, weil „wir hinten keine gefährlichen Situationen mehr zulassen – vorn allerdings nach wie vor auch nicht“, grantelte VfR-Coach Uwe Erkenbrecher.

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