Rehdens Ex-Trainer hat „buntes Paket“ geschnürt – mit DFB-Job und Lehrerstelle

Zwischen Werder und Schule: Björn Wnuck saugt alles auf

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Björn Wnuck hat sich eine neue Richtung verordnet: Der Ex-Coach des BSV Rehden will künftig im Nachwuchsbereich arbeiten – und das an mehreren Fronten, auch für Rehdens Talente.

Rehden - Von Cord Krüger. Björn Wnuck kommt zurzeit viel rum – zwischen Rehden und Bremen, und an Nachmittagen wie am Donnerstag zwischen Werders U15, U17 und U19. „Da leide ich schon mal an Reizüberflutung“, gesteht der 29-Jährige, der zuletzt den BSV Rehden trainiert hatte und nun spannende Tage als Hospitant in Werder Bremens Nachwuchsleistungszentrum durchläuft.

Wnuck saugt alles auf, was er an Impulsen der dortigen Übungsleiter mitbekommt. „Das Wichtigste muss ich einfach mitschreiben, denn es wäre schade, das zu vergessen. Also sind schon so einige Zettel zusammengekommen.“ Wnuck will lernen – für neue Aufgaben.

Zum 1. September beginnt er seine Arbeit als DFB-Stützpunkttrainer des Kreises Vechta in Bakum. Parallel dazu übernimmt er Verantwortung im Jugendtrainertam des JFV RWD Rehden – und zusätzlich leitet er einmal wöchentlich als Honorar-Lehrkraft die Fußball-AG der Ganztagsschule Rehden. „Ich habe mir da ein buntes Paket geschnürt.“

Wegen seiner fehlenden A-Lizenz hatte er den Fußball-Regionalligisten verlassen müssen – und die will der gebürtige Wilhelmshavener nun schnellstmöglich nachholen. Zunächst muss der C-Lizenz-Inhaber dafür natürlich den B-Schein machen. „Das erledige ich im Oktober und November.“ Die Zeit bis dahin ohne Fußball – für ihn unvorstellbar.

Neuer Schwerpunkt: Nachwuchsarbeit

Ein Engagement bei einem anderen Club hat sich „irgendwie nicht so ergeben, weil mal dieses oder jenes nicht so hundertprozentig gepasst hat“, sagt Wnuck. Auch, weil der junge Familienvater mit seiner Frau und den beiden kleinen Kindern in Rehden wohnen bleiben will und ein neuer Verein schon erreichbar bleiben sollte.

Beim BSV wurde zwar durch den kurzfristigen Weggang von Pawel Biesiada die Trainerstelle der Zweiten frei – doch zu einer Rückkehr in jenes Team, das Wnuck in seiner ersten Saison als Coach gleich in die Aufstiegsrunde zur Landesliga geführt hatte, kam es nicht. „Diese Aufgabe bot sich für Daniel Gunkel an – und der wird das gut machen“, ist er vom Ex-Profi und bisherigen Mittelfeldmann der Ersten überzeugt. Außerdem „wollte ich mehr über die Nachwuchsarbeit wissen“.

Also rief Björn Wnuck bei Thomas Wolter an, unter dem er bei Werders Amateuren sein erstes Jahr im Herrenbereich bestritten hatte, ehe der damalige Stürmer über den Brinkumer SV und den VSK Osterholz-Scharmbeck 2009 zum BSV Rehden kam. „Ich habe Thomas gefragt, ob ich bei Werder hospitieren könnte – und er hat sofort zugesagt. Ich kann so lange bleiben, wie ich möchte, aber ich habe gehört, dass viele nach zwei Wochen genug haben.“ Nicht etwa wegen Monotonie, sondern anscheinend aus Gründen besagter Reizüberflutung. „Gleich trainiert die U23, am Nachmittag sind dann wieder die Jugendteams dran – alles hochinteressant.“ Frank Bender, den Wnuck zu Bremer Zeiten schon als Co-Trainer genoss, leitet derzeit die U16. „Er und die anderen Trainer gehen vieles mit für mich neuen Ansätzen an – von der Leistungsdiagnostik über Sprungkraft-Einheiten bis zu Schnelligkeitsübungen.“ Auch in diesen Klassen gibt es schon Laktattests, jedoch nicht auf der Tartanbahn oder dem Laufband, „sondern immer wieder zwischen dem ,Vier gegen vier‘“, erzählt der Hospitant. So, wie er es sagt, scheint festzustehen, dass er einiges davon auch im Vechtaer DFB-Stützpunkt und in den Leistungsmannschaften des Jugend-Fördervereins (JFV) Rehden-Wetschen-Diepholz einbringt. „Wir bauen ein individuelles Förderprogramm auf“, erläutert der in Rehden bestens bekannte „Neue“: „Zusammen mit den Trainern suchen wir uns Jungs aus, die eine spezielle Schulung als Mittelfeldspieler durchlaufen – oder als Offensivkraft. Ein anderes Mal nehmen wir uns gesondert den Defensivverbund vor und fördern Viererketten-Arbeit. Mein Fokus liegt auf dem Nachwuchs.“ Und darauf freut sich Björn Wnuck hörbar.

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