Rehdener Pokal-Helden starten heute bei Meister Wolfsburg II in die Saison

Der Ernst des Lebens

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Bot zuletzt im defensiven Mittelfeld eine gute Leistung: Rehdens Taiki Hirooka (rechts).

Rehden - Von Arne Flügge. Andreas Petersen ist ein alter Hase im Trainergeschäft – und doch verspürt der Coach von Fußball-Regionalligist BSV Rehden vor dem Saisonauftakt heute (14.00 Uhr) bei Meister VfL Wolfsburg II „dieses Kribbeln im Bauch. Die Anspannung geht langsam los“, sagt der 54-Jährige.

Vier Wochen lang hat der Trainer intensiv mit der Mannschaft in der Vorbereitung gearbeitet. „Alle haben mitgezogen, der Konkurrenzkampf wurde angenommen. Da hat sich ein geiles Team zusammengerauft und sich verdient mit dem NFV-Pokal belohnt“, berichtet der BSV-Trainer: „Das war der Anfang. Doch darauf dürfen wir uns nicht ausruhen, das wäre der größte Fehler. Jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Und wir wollen beweisen, dass Rehden im Fußball eine gute Adresse ist.“

Beim 2:1-Sieg in Braunschweig hätten schon viele Mechanismen gegriffen – allerdings gibt es auch noch einiges zu verbessern. „Aber wir arbeiten daran“, so Petersen, der die Wolfsburger klar in der Favoritenrolle sieht. In der vergangenen Saison ist der BSV Rehden dort mit 1:8 baden gegangen. Grund genug für die Spieler, die damals dabei waren, auf Wiedergutmachung zu drängen. „Sie werden sicherlich noch mit Wut und Ärger in das Spiel gehen. Auf der anderen Seite sind 50 Prozent der Mannschaft davon gänzlich losgelöst“, erklärt Petersen.

Die richtige Mischung also, um dem Favoriten ein Bein zu stellen? Warum nicht. „Wir wollen aus Wolfsburg etwas mitnehmen. Sicherlich dürfen wir nicht ins offene Messer laufen, aber wir dürfen uns auch nicht verstecken und uns am eigenen Strafraum einigeln“, fordert der Rehdener Trainer. Getreu dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Und: „Wir müssen uns eine gute Strategie zurecht- und unsere Unbekümmertheit, unseren Teamgeist an den Tag legen“, fordert Petersen: „Wir müssen mutig sein und selbst Chancen kreieren.“

Die Balance zwischen mutiger Offensive und sicherer Defensive wird dabei natürlich eine Menge Kraft und Energie kosten, „denn Wolfsburg ist ein ganz anderes Kaliber als FT Braunschweig“, weiß Petersen. Daher müsse sein Team gewillt sein, jeden Weg zu machen und „die Bereitschaft haben, dem Gegner weh zu tun, es ihm schwer zu machen“.

Wenn das alles passt und auch die Entschlossenheit wieder da ist, bis zur letzten Minute alles zu geben, „dann ist vielleicht eine Überraschung möglich“, hofft der BSV-Coach: „Aber dafür muss wirklich alles richtig passen.“

Co-Trainer Danny König hat die Wolfsburger zuletzt bei einem Test gegen Jena beobachtet. Nach einer 3:1-Führung verloren die VW-Städter noch mit 3:5. „Da wurde aber nach der Pause richtig durchgewechselt“, so Petersen. Zudem hätten noch einige Spieler gefehlt. Der Wolfsburger Bundesligist ist nun aber aus seinem Trainingslager zurück, „und da wird es sicherlich Abstellungen aus der Ersten geben“, vermutet Petersen. Doch davor ist ihm nicht bange: „Ich möchte immer gegen die beste Mannschaft spielen.“

Beim BSV Rehden konnte Keeper Milos Mandic noch nicht richtig trainieren. Er hatte im Pokalspiel einen Pferdekuss bekommen. „Milos wurde physiotherapeutisch aber sehr gut behandelt. Ich habe ein gutes Gefühl, dass er dabei sein wird“, ist Petersen optimistisch.

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