Djumo und Yesilova Torschützen und Vorbereiter gegen Hannover 96 II

Rehdener Chancenwucher beim 2:2

Schnell unterwegs – und erfolgreich: Rehdens Stürmer Bocar Djumo (2. v. l.) traf zum 1:1 und bereitete das 2:1 vor. Am Ende gab’s für ihn und Kollege Josip Tomic (l.) zum Regionalliga-Start des BSV ein 2:2 gegen Hannover 96 II – hier mit Pascal Schmedemann (M.) und Martin Wagner (r.).
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Schnell unterwegs – und erfolgreich: Rehdens Stürmer Bocar Djumo (2. v. l.) traf zum 1:1 und bereitete das 2:1 vor. Am Ende gab’s für ihn und Kollege Josip Tomic (l.) zum Regionalliga-Start des BSV ein 2:2 gegen Hannover 96 II – hier mit Pascal Schmedemann (M.) und Martin Wagner (r.).

Rehden – So wirklich mochte sich Emre Yesilova gestern Abend nicht über sein starkes Regionalliga-Debüt für den BSV Rehden freuen. Der Neuzugang hatte gegen Hannover 96 II zwar das 1:1 vorbereitet und das 2:1 selbst erzielt, am Ende stand für die Schwarz-Weißen in ihren Waldsportstätten aber nur ein 2:2 (1:1) zu Buche. „Unsere beiden Gegentore fielen zu einem Zeitpunkt, als wir klar besser waren – und wir haben sie unnötig kassiert“, ärgerte sich der Außenspieler, „und gerade nach dem 2:1 hatten wir Chancen ohne Ende.“ Ähnlich sah es sein Trainer Andreas Golombek: „Nach einem Standard ein Tor zu fangen, ist immer ärgerlich. Da müssen wir uns besser aufteilen.“ Gleichwohl zollte er seinen Fußballern Respekt, „dass sie das Ding gedreht und Mut bewiesen haben.“ Nach Yesilovas Führung beklagte aber auch der Fußballlehrer den Chancenwucher: „Da hätten wir den Sack zumachen müssen.“

Golombek musste ohne den mit Rückenproblemen kämpfenden Kapitän Addy-Waku Menga und den unter Adduktorenbeschwerden leidenden Marco Kaffenberger auskommen. „Ausgerechnet gegen Hannover – das ärgert mich“, gestand Angreifer und 96-Schreck Menga, der in den jüngsten drei Duellen gegen die „Roten“ fünfmal getroffen hatte.

So stürmten Alen Suljevic und Bocar Djumo von Beginn an, Kaffenbergers rechte Abwehrseite übernahm Denis Schütte. „Wir wollten kein Risiko eingehen“, schilderte „Kaffe“: „Ich trainiere zwar schon seit dieser Woche wieder mit, merke es aber noch ein bisschen. Unser Kader ist groß genug – da bin ich dann lieber am Freitag gegen meinen Ex-Verein Werder II fit.“

Seine Kollegen legten gut los, ein womöglich als Flanke gedachter Ball von Linksverteidiger Rhami Ghandour zwang Gäste-Schlussmann Pascal Kokott gleich zur ersten Rettungstat (im Flug über den Querbalken gelenkt/2.). Doch bereits nach der ersten Chance jubelten die Gäste: Einen Freistoß von Jahn Herrmann aus halblinker Position köpfte Marlon Morgenstern unbedrängt zur Führung ein (10.). Rehden brauchte eine gute Viertelstunde, um sich von dem Schreck zu erholen, griff danach beherzter an – doch meist hatte Hannovers Abwehr die Bemühungen vor dem Strafraum entschärft. Erst in Minute 26 musste Kokott wieder eingreifen – im Rauslaufen gegen Suljevic. Erneut Kokott lenkte einen Schlenzer von Yesilova über die Latte (33.) – die Platzherren waren zurück im Spiel. Und Sekunden vor dem Halbzeitpfiff wurden ihre Mühen belohnt: Yesilova flankte von links in den Fünfmeterraum, dort stand Bocar Djumo blank und köpfte im Hocken das 1:1 (45.)!

Das gab Golombeks Team Auftrieb – so sehr, dass Yesilova keine 120 Sekunden nach Wiederanpfiff das Spiel komplett drehte: Jaroslav Lindner hatte den Ball flink durch die Mitte getragen, Djumo steil geschickt und der nach links raus zu Yesilova gepasst. Der wiederum lief fast bis zur Grundlinie, schoss aus spitzem Winkel, Kokott war noch mit den Füßen dran – aber von dort trudelte der Ball ins lange Eck hinter die Linie. Reingemurmelt zum 2:1 (47.)! „Dem Keeper durch die Beine – aber wie so ein Tor fällt, ist am Ende egal“, meinte der Schütze. Sieben Minuten später verpasste Lindner freistehend ebenso das 3:1 wie kurz darauf Djumo (56.). Und weiter rollte die Rehdener Umschalt-Maschine. Dabei glänzte der erst 17-jährige Keeper Kokott gegen Tomic (61.) und Lindner (63.) mit Glanzreflexen.

Da musste ja die alte Fußballer-Binsenweisheit eintreten, dass derjenige bestraft wird, der seine Chancen nicht nutzt: Hannover durfte ungestört über links durch, Thilo Töpken nahm im Zentrum Maß und glich aus (65.). „Das macht er natürlich gut, sich noch mal zu drehen und dann abzuziehen“, musste Golombek anerkennen. In der Schlussphase hatte Töpken sogar noch das 3:2 auf dem Fuß, doch das vereitelte BSV-Torwart Lukas Godula (86.). „Am Ende müssen wir den Punkt so mitnehmen und es am Freitag gegen Werder II besser machen“, blickte Golombek bereits auf Freitagabend ab 18.30 Uhr voraus.

Von Cord Krüger

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