BSV Rehden will gegen Neumünster endlich die dummen Gegentore vermeiden

Raus aus dem Objektiv der versteckten Kamera

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Die Köpfe gingen zuletzt auch bei Rehdens Christian Pauli (li.) und Omar El-Zein runter. Im Heimspiel morgen gegen den VfR Neumünster hofft der BSV Rehden nun auf die Trendwende – und damit den ersten Heimsieg der Saison.

Rehden - Von Arne Flügge. Bislang hatte Andreas Petersen nicht viel zu meckern gehabt. Sicherlich: Fußball-Regionalligist BSV Rehden hat einige Punkte liegen gelassen, doch in den Spielen hatten Einsatz und Leidenschaft gestimmt. Zuletzt beim 1:3 bei Hannover 96 II hatte der Coach allerdings „erstmals das Gefühl, dass sich die Truppe nicht zerrissen hat, kein Selbstvertrauen und die Hosen voll hatte“. Im Heimspiel morgen (15.00 Uhr) gegen den VfR Neumünster hofft der 54-Jährige nun wieder auf eine kämpferische Rehdener Mannschaft.

Dabei dürfen sich seine Spieler aber nicht von der jüngsten 2:7-Klatsche Neumünsters gegen Eintracht Braunschweig II verleiten lassen. „Das müssen wir komplett ausblenden“, fordert Petersen, „bisher war Neumünster richtig gut in die Saison gekommen.“ Die Pleite gegen Braunschweig sei sicherlich ein Rückschlag gewesen, doch Rehdens 1:3 in Hannover ebenfalls. Von daher gebe es keinen Grund, Neumünster jetzt zu unterschätzen.

Auf der anderen Seite ist Angst auch fehl am Platz. „Wir wollen uns endlich mit dem ersten Heimsieg belohnen“, sagt Petersen, „und dieser Aufgabe stellen wir uns. Wir wollen nicht jammern, sondern wir wollen klotzen.“ Einsatz, Leidenschaft und die Gier nach dem Tor – das sind die Tugenden, die der BSV Rehden morgen in die Waagschale werfen soll. „Wir waren zuletzt zu lieb, müssen mehr Überzeugung an den Tag legen“, so Petersen. Er weiß aber auch: „Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen zu erledigen ist.“

Dass nach den vorher zum Teil unglücklichen Punktverlusten die Köpfe seiner Spieler etwas heruntergegangen sind, ist für den BSV-Trainer verständlich, doch das „muss jetzt abgehakt sein. Wir müssen nach vorn schauen.“

Und da wartet im VfR Neumünster eine sehr unangenehme Ausgabe. Petersen erwartet daher auch keinen fußballerischen Hochgenuss. „Ich denke, es wird ein ekeliges Spiel. Neumünster wird destruktiv sein und auf Konter setzen“, vermutet der Trainer: „Für uns heißt das, mit Geduld und Spucke an die Arbeit zu gehen.“

Zudem muss die richtige Balance zwischen Angriff und Verteidigung gefunden werden. Vor allem die vielen individuellen Patzer, die zuletzt immer wieder zu Gegentoren geführt haben, sollen endlich abgestellt werden. „Wir haben unsere Gegentore analysiert. Da war doch keines dabei, von dem man sagen muss: Hut ab, das war ein tolles Ding“, berichtet Petersen. Vielmehr haben sich die Rehdener die Tore durch Nickligkeiten selbst anzukreiden. „Wir haben doch nur dämliche Tore bekommen, alle in der Kategorie versteckte Kamera“, sagt Petersen. Und dann sei es doch klar, wenn der eine oder andere Spieler „mit dem Selbstvertrauen runter ist“. Petersen, der morgen weiter auf Kevin Artmann und Stefan Heyken verzichten muss, ist derzeit also auch als Psychologe gefragt.

Im Training hat die Mannschaft in dieser Woche aber schon eine gute Reaktion auf die Niederlage in Hannover gezeigt. „Alle waren voll dabei, das macht richtig Spaß“, so der Coach, „die Spieler sind weiterhin lernwillig und wissbegierig.“ Jetzt soll aber auch endlich der Lohn für die vielen Mühen folgen.

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