0:0 gegen St. Pauli II

Rehden weiter nicht zu knacken

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Kämpfer im defensiven Mittelfeld: Rehdens Evin Nadaner (am Ball, gegen St. Paulis Lennart Keßner), überzeugte beim Startelf-Comeback.

Rehden - Von Cord Krüger. Zwölf Minuten vor Schluss durfte sich Sirlord Conteh Freitagabend endlich mal frei bewegen. Aber nur, weil der gefährlichste Knipser des FC St. Pauli II nun zur Auswechslung trabte. Bis dahin hatte ihn die Defensive des BSV Rehden faktisch neutralisiert. „Heute muss man aber nicht nur die Abwehr loben: Unser ganzes Kollektiv hat nach hinten gut gearbeitet – einer für den anderen“, freute sich Yannis Becker, Rehdens Kombination aus Linksverteidiger und Linksaußen. Schade nur fand der 28-Jährige, „dass wir vorne nicht ein bisschen ruhiger geblieben sind“. Weil die Offensivabteilung besonders nach der Pause einige Hochkaräter ausließ, endete das Regionalliga-Duell in den Rehdener Waldsportstätten 0:0. Immerhin kam aber auch der für Conteh eingewechselte Miguel Fernandes, in der Rückserie der Vorsaison noch mit sieben Toren einer von Rehdens Rettern im Abstiegskampf, nicht mehr durch.

„Mit dem Punkt müssen wir zufrieden sein, aber nach dem vierten Spiel zu null können wir guten Mutes nach Hannover fahren“, urteilte BSV-Trainer Benedetto Muzzicato mit Blick auf die Partie am Freitag bei Hannover 96 II. Einen Haken sieht er an der künftigen Aufgabe aber schon jetzt: „Gegen solche U  23-Mannschaften bräuchten wir vorn etwas mehr Schnelligkeit.“ Und die brachten Addy-Waku Menga, Tomislav Iivicic und der später eingewechselte Solomon Okoronkwo in ihrem Alter jenseits der 30 nicht mehr so auf den Rasen.

In den ersten 45 Minuten sahen die mehr als 400 Zuschauer einen Abnutzungskampf zwischen den Strafräumen – taktisch nicht uninteressant, jedoch rar an Chancen. Einen der wenigen Hochkaräter von Conteh vereitelte Rehdens Innenverteidiger Jakob Lewald (für Tobias Esche in die Startelf gerückt) kurz vor der Linie (43.). 25 Minuten zuvor hatte Becker den ersten Rehdener Warnschuss aufs Tor der Zweitliga-Reserve abgegeben, aber aus der Drehung knapp zu hoch gezielt. Rehdens schönster Spielzug vor der Pause brachte den Schwarz-Weißen gehörig Szenenapplaus ein: Lewald spielte aus dem Fußgelenk einen feinen 30-Meter-Pass exakt in den Lauf von Evin Nadaner. Der für den gelbgesperrten Josip Tomic ins Team gerückte Sechser legte ab auf Menga, dessen Flanke fand Ivicic – doch der köpfte haarscharf am langen Eck vorbei (31.).

Zehn Minuten nach Wiederanpfiff hätten die Platzherren führen können, als St. Paulis Keeper Korbinian Müller einen Schuss von Quentin Fouley nach vorn abklatschen ließ, Shinji Yamada aber die Kugel neben den Pfosten schob. Die Gäste blieben davon unbeeindruckt und lauerten weiter, um bei Balleroberungen schnell umzuschalten – allerdings ohne Ertrag. Müller verhinderte bei einem satten Freistoß von Becker durch rechtzeitiges Abtauchen das 0:1 (64.), Ivicic spitzelte die Kugel aus einem Meter neben den Kasten (66.) – spätestens jetzt wäre ein Rehdener Treffer verdient gewesen. Doch Ivicic fehlte Freitagabend der Killerinstinkt – auch, als er nach einem Querpass von Sturmpartner Menga am langen Eck vorbeischoss (78.). „Diese zwei Dinger hätte ,Tomi’ machen können, aber da fehlte das letzte Quäntchen Konzentration“, bedauerte Muzzicato.

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