0:1 – BSV Rehden verliert in Wolfsburg

Zwei Bälle im Spiel – und das Tor wird doch gegeben

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Stark auf der Außenposition: Rehdens Jeff-Denis Fehr (vorn) bot in Wolfsburg eine gute Leistung.

Wolfsburg - Von Arne Flügge. Alexander Kiene war außer sich. Selten hat man den Trainer von Fußball-Regionalligist BSV Rehden so aufgewühlt erlebt wie am Samstag nach der knappen 0:1 (0:0)-Niederlage bei Meisterschaftsfavorit VfL Wolfsburg II. Grund für Kienes Aufregung war das Gegentor in der 90. Minute.

Ein Treffer, der nicht hätte zählen dürfen, weil zwei Bälle im Spiel waren. Die Rehdener fühlten sich nach einer tollen Leistung damit um den Lohn ihrer Arbeit und einen verdienten Punkt gebracht.

„Das war eine ganz krasse Fehlentscheidung, die das Spiel entschieden hat“, klagte Kiene. Als die beiden Bälle auf dem Feld lagen, hätte sich Schiedsrichterin Susann Kunkel (SV Eichede) sogar noch umgeschaut und das bemerkt, so der Rehdener Trainer weiter. Dennoch ließ sie weiterspielen. Während einige BSV-Spieler ziemlich irritiert waren, auf welchen Ball sie sich nun konzentrieren sollte, führte Wolfsburg einen Einwurf schnell aus, die Kugel kam zu Hilal El-Helwe, dessen Querpass Dino Medjedovic zum späten 1:0-Siegtreffer verwertete. „Es ist mir unverständlich, warum die Schiedsrichterin das Spiel hat weiterlaufen lassen. Wir sind damit um einen verdienten Punkt gebracht worden“, schimpfte Kiene. Selbst Wolfsburgs Trainer Valerien Ismael räumte ein, dass der Treffer nicht hätte anerkannt werden dürfen.

Susann Kunkel sah das anders, sehr zum Leidwesen des BSV Rehden und dessen Trainer. Kiene: „Das war nicht ihre einzige Fehlentscheidung. Es hatte bereits vorher vier, fünf Situationen gegeben, in denen sie gegen uns entschieden hat.“

Um so bewundernswerter, dass die Gäste nach dem Gegentor in der 90. Minute nicht die Köpfe hängen ließen, sondern in der Nachspielzeit mit Macht auf den Ausgleich drängten. Kiene brachte in Andreas Gerdes-Wurpts noch einen Stürmer. Und fast wäre diese Einwechslung auch von Erfolg gekrönt worden. Zunächst schoss „AGW“ nur hauchzart am Tor vorbei (90.+2), ehe Rehdens Angreifer nach einem Freistoß von Viktor Pekrul das Gehäuse per Kopfball nur um Zentimeter verfehlte (90.+3). „Leider sind wir für unseren Mut in der Schlussphase nicht belohnt worden“, sagte Rehdens Co-Trainer Sandy-Peter Röhrbein.

In einem insgesamt sehr guten Regionalligaspiel hatte der BSV Rehden in der 23. Minute die erste Chance, doch ein Kopfball von Stefan Heyken klatschte nur an die Latte. Elf Minuten später verhinderte BSV-Keeper Milos Mandic mit einem Klasse-Reflex gegen Gergely Bobal den Einschlag. Pech dann für Rehden, dass Heyken kurz vor der Pause verletzungsbedingt raus musste.

Nur zwei Minuten waren nach dem Wechsel gespielt, als Wal Fall nach einem Freistoß des starken Jeff-Denis Fehr frei vor VfL-Keeper Alexander Brunst auftauchte, jedoch scheiterte. Auch ein Kopfball von Abu Bakarr Kargbo (54.) fand nicht sein Ziel, ehe auf der anderen Seite erneut Mandic gegen Bobal rettete. Es war die beste Phase der Rehdener, die aber weiterhin im Abschluss Pech hatten: Danny Arends Linksschuss strich knapp neben das Tor (62.).

Und als alles dann auf ein gerechtes Remis hinauszulaufen schien, kam die folgenschwere 90. Minute...

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