Rehden verliert trotz zweier Comebacks und Berater Gerber gegen Drochtersen

Alles vergebens

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Vier gegen Jeff: Rehdens Jeff-Denis Fehr (2. von links) ist an Drochtersens Florian Nagel (links) vorbei, findet aber keine Lücke gegen Kapitän Sören Behrmann und den späteren Torschützen Jasper Gooßen (rechts).

Rehden - Von Cord Krüger. Am Ende half alles nichts. Kein Franz Gerber, der mit seiner Erst- und Zweitliga-Erfahrung dem geschockten BSV Rehden nun als Berater zur Seite steht. Kein guter Vorsatz im Regionalliga-Team, nach Trainer Alexander Kienes spontanem Abgang zur Liga-Konkurrenz eine Trotzreaktion zu zeigen. Und keines der Comebacks von Abwehrchef Stefan Heyken und Sechser Marcel Stutter nach langen Verletzungen. Am Ende stand nur die Null auf der falschen Seite. Nach der 0:1 (0:0)-Niederlage des BSV gegen Aufsteiger SV Drochtersen/Assel sammelte der bisherige Co-Trainer und jetzige Interimscoach Sandy Peter Röhrbein seine Spieler vom Rasen und schickte sie in die Kabine. Kein Spielerkreis mehr wie unter Kiene. Der hätte auch nicht mehr geholfen.

Böse war Röhrbein seinem Rumpfteam aber nicht: „Es lag nicht daran, dass die Mannschaft nicht wollte“, stellte der 33-Jährige klar. „Sie wollte eine Reaktion zeigen, und sie hat wirklich alles versucht.“

Und das sah zunächst auch richtig gut aus. Jeff-Denis Fehr, bisher selten mit der Chance, von Beginn an ranzudürfen, zeigte als Rechtsaußen früh seine Schnelligkeit: Sein Klasse-Solo endete auf Kosten einer Ecke, diesen Standard schoss er selbst, kam nach Kopfball-Ablage von Andreas Gerdes-Wurpts wieder an den Ball und knallte ihn an den Pfosten (8.). „Da hatten wir Glück“, gestand Drochtersens Trainer Enrico Maaßen. Und danach hatte er Ruhe. Denn fortan leisteten sich die Gastgeber viele unpräzise Pässe – die Folge eines stetig steigenden Drucks, denn die Gäste ließen durch gute Arbeit gegen den Ball kaum noch etwas zu. „Das war ein Gegner, der eklig gespielt hat“, urteilte BSV-Torwart Milos Mandic mit einer Portion Anerkennung über den engagierten Auftritt der Gäste. Deren Stürmer Alexander Neumann, bis Sommer 2014 noch in Rehdener Diensten, wollte dem nicht widersprechen: „Für die Zuschauer war das heute bestimmt ziemlich unansehnlich. Aber wir sind eben neu in der Liga und haben uns daher defensiv organisiert.“

Trotzdem tauchte Neumann mehrfach vor Mandic auf, zwang ihn nach einer Viertelstunde zur ersten Glanzparade. Nach 30 Minuten verhinderte der BSV-Keeper gegen Oliver Iannou den Rückstand. „Die sind mir zu oft durchgekommen“, grantelte Mandic. Doch seine Vorderleute arbeiteten insgesamt solide – Innenverteidiger Heyken mit acht gewonnenen Kopfballduellen vor der Pause ebenso wie sein abgeklärter Nebenmann Wal Fall, der Michael Wessels Part im Abwehrzentrum vertrat. „Micha“ musste nämlich für den gesperrten Aldin Kljajic als Linksverteidiger ran. „Das habe ich zuletzt in der Jugend gespielt“, gab der 28-Jährige zu. Dafür erledigte er diesen Job prima, hielt seine Seite sauber und blitzte sogar mehrfach als Linksaußen auf. „Micha hat das gut gemacht“, lobte auch Röhrbein, selbst wenn Wessel haderte: „Meine Flanken kamen nicht so an.“

Fraglich allerdings, ob es dort immer Abnehmer gegeben hätte. Der SV stand in der Abwehr bombensicher, Stürmer Andreas Gerdes-Wurpts köpfte nur einmal gefährlich, doch Patrick Siefkes parierte (72.).

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 0:1, weil Neumann im Zentrum zu frei war, den rechts noch besser postierten Jasper Gooßen bediente – und der ins lange Eck abzog (71.). Dabei blieb's. Trotz Röhrbeins Umstellung auf eine Dreier-Abwehrkette zugunsten der Einwechslung von Nachwuchs-Angreifer Bilal Abdallah. Trotz Stutters Einschalten in die Offensive. Am Ende half alles nichts.

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