0:1 – Ronaldo Felix Junior unterläuft böser Patzer

Rehden verliert nach „brutalem Ballverlust“

Häufig zu ballverliebt: Mit einem ungestümen Dribbling leitete Ronaldo Felix Junior St. Paulis Konter ein, der zum 1:0-Siegtreffer führte. - Foto: Krüger
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Häufig zu ballverliebt: Mit einem ungestümen Dribbling leitete Ronaldo Felix Junior St. Paulis Konter ein, der zum 1:0-Siegtreffer führte.

Hamburg - Benedetto Muzzicato hielt mit seinem Frust nicht hinter dem Berg. „Am Ende fahren wir wieder mit null Punkten nach Hause. Das hat die Mannschaft heute nicht verdient“, sagte der Trainer des Fußball-Regionalligisten BSV Rehden nach dem 0:1 (0:0) beim FC St. Pauli II. Vor allem die Entstehung des Tor des Tages nervte Coach und Spieler.

35 Meter vor dem Pauli-Tor kam Ronaldo Felix Junior an den Ball, ging unverständlicherweise ins Dribbling und ließ sich von Felix Xaver Schütt die Kugel abluchsen. Den folgenden Konter schloss der kurz zuvor eingewechselte Dario Kovacic zum 1:0 ab. „Das war ein brutaler Ballverlust, das darf einfach nicht passieren“, ärgerte sich Muzzicato.

Doch es war symptomatisch. Mit seiner fahrlässigen Spielweise provoziert Ronaldo zu häufig gefährliche Ballverluste. „Er darf da einfach nicht ins Dribbling gehen. Er hatte doch alle Zeit der Welt, um den Ball auf die andere Seite zu verlagern“, seufzte Muzzicato. Genau das habe er dem Brasilianer zuletzt in vielen Gesprächen versucht einzubläuen: „Wir haben ihm immer wieder klar gemacht, dass er schneller abspielen muss.“

Dass die Schwarz-Weißen im zehnten Saisonspiel die sechste Niederlage kassierten, lag aber auch daran, dass sie – mal wieder – zu freigiebig mit ihren Chancen umgegangen waren. Beispielsweise in der 25. Minute. Last-Minute-Neuzugang Santiago Aloi setzte sich auf der rechten Seite durch, zog in die Mitte, flankte auf den langen Pfosten, wo Evin Nadaner zum Flugkopfball ansetzte. „Warum macht er da einen Flugkopfball?“, sagte Muzzicato: „Den kann er auch mit der Innenseite nehmen.“ Auf der anderen Seite setzte Robin Meißner einen Heber etwas zu hoch an. Zehn Minuten vor der Pause ließ dann Stürmer Solomon Okoronkwo die Chance zur Rehdener Führung ungenutzt.

Von den Gastgebern, die zu Hause in dieser Saison noch ungeschlagen sind, kam nicht allzu viel. Überhaupt waren Strafraumszenen gestern Nachmittag Mangelware. „Die Mannschaften haben sich neutralisiert“, sagte Muzzicato treffend. Und der Coach freute sich über den geordneten Auftritt seines Teams: „Taktisch war das sehr gut von uns.“ Nur eben nicht in der spielentscheidenden Szene. „So einen Ballverlust darfst du nicht haben. Da musst du dann auch einfach mal ein 0:0 mitnehmen“, betonte der 39-Jährige, der auch die „fehlende Durchschlagskraft“ bemängelte.

Und die Aufgaben werden für Rehden nicht leichter. Am Samstag ist Hannover 96 II zu Gast. Das Team aus der Landeshauptstadt steht ebenfalls sehr stabil in der Defensive, kassierte in zehn Partien lediglich acht Gegentore.

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