FC Sulingen siegt 1:0 bei Bezirksliga-Reserve – trauriger Abschied für Jannik Schilling

Rehden II trickst, Kafemann knipst

+
Klug: Sulingens Simon Beuke klärt hier vor Rehdens Idrissa Sow, der insgesamt zu wenig zeigte.

Rehden - Von Cord Krüger. Die Kiste, die Dirk Meyer aus dem Vereinsheim des BSV Rehden schleppte, war so bunt gemixt wie seine Mannschaft am Samstag.

Bier, Alster, Cola und Fanta von Trainer Meyer zur Belohnung für einen FC Sulingen, der mit den Altherren-Leihgaben Stefan Rosenthal und Jens Nuttelmann sowie Niklas Krämer, Dennis Schröder und Christian Stechmann aus der Zweiten bei Bezirksliga-Konkurrent BSV Rehden II mit 1:0 (0:0) gewonnen hatte. Beim Abstellen des Kastens erntete Sponsor Meyer Anerkennung von Rehdens Jannik Schilling: „Das ist mal ein vernünftiger Trainer“, klopfte der BSV-Spielertrainer seinem Kollegen auf die Schultern. „Manchmal ja“, entgegnete der FC-Coach.

Damit meinte er weniger seine Entscheidung, Benjamin Barth weiter vorn beginnen „und dort wilde Sau spielen zu lassen“, wie er seinen Befehl an Barth formulierte: „Das hat nicht so gut geklappt.“ Also beorderte er Barth nach 23 Minuten zurück auf die Rechtsverteidiger-Position. Dessen Vorgänger Alexander Poda rückte nach vorn – und es lief für beide besser. FCS-Keeper Tobias Plümer hatte zuvor einen Freistoß von Erdin Ramic entschärfen müssen (6.) und ebenfalls gegen Ramic eine Glanzparade gezeigt. Auf der anderen Seite klärte Rehdens Philipp Nüßmann auf der Linie einen Kopfball von Simon Beuke (9.), und Svend Kafemann zielte knapp drüber (20.). Das war's aber schon an Hochkarätern bis kurz vor der Pause, als Plümer erst einen Freistoß von Dennis Janssen entschärfte (38.) und gegen Janssens Regionalliga-Teamkollegen Jeff-Denis Fehr glänzte (43.).

„Das reicht nicht gegen so eine kompakt und gut stehende Truppe wie Sulingen“, urteilte Schilling hinterher: „Ich spreche immer vorher an, dass wir geradliniger spielen sollen – nicht so viel klein-klein. Stattdessen bieten wir Tiki-Taka und bringen den Ball nicht rein.“

So ging es nach dem Wechsel weiter, als Ramic wiederum in Plümer seinen Meister fand (55.). Dann hatte Schilling genug gesehen und wechselte sich zum zweiten Mal in diesem Jahr selbst ein – trotz des wohl nicht mehr komplett zu reparierenden linken Knies. „Immerhin bin ich jetzt so weit, dass es für eine halbe Stunde reicht – aber nur unter Schmerzen“, schilderte der 23-Jährige. Es war gleichzeitig sein Abschiedsspiel als Interimscoach, denn der Student absolviert jetzt ein viermonatiges Praktikum bei einer Frankfurter Steuerberatungs-Kanzlei, und heute übernimmt Pawel Biesiada das Team (siehe Extra-Text). „Ich hoffe, er kann das Ruder noch herumreißen und macht es besser als ich“, wünschte sich Schilling, der sich nach der schwierigen Saison mit der Beförderung von Ex-Coach Björn Wnuck zum Erstherren-Coach und dem Ausstieg von Co-Trainerkollege Maarten Schops aber nichts vorwerfen muss. Auch in seinem Auftritt am Samstag zeigte Schilling eine engagierte Leistung mit bissigen Zweikämpfen und vielen klugen Pässen. Sulingens 1:0 durch den bis dato komplett abgemeldeten Kafemann, der Janssen überlief und „selbst überrascht war, dass er nicht nachkam“, konnte aber auch Schilling nicht verhindern (73.).

Das könnte Sie auch interessieren

Rajoy kündigt Regierungsabsetzung in Katalonien an

Rajoy kündigt Regierungsabsetzung in Katalonien an

Artistisches Abschlusstraining

Artistisches Abschlusstraining

Krause-Sause in der Halle 7

Krause-Sause in der Halle 7

Krause-Sause in der Halle 7

Krause-Sause in der Halle 7

Meistgelesene Artikel

Comeback von Rehdens Sechser im Kellerduell möglich

Comeback von Rehdens Sechser im Kellerduell möglich

Bittere Pillen für Rehden

Bittere Pillen für Rehden

Kommentare