BSV Rehden träumt von einer Pokalüberraschung gegen Zweitligist VfR Aalen

Hoffnung auf einen Tag, an dem Überragendes passiert

+
Rehdens Christian Pauli (helles Trikot) soll gegen Aalen seine Zweitliga-Erfahrung in die Waagschale werfen.

Rehden - Von Arne Flügge. Die Vorfreude ist riesig, der Rasen bereits getestet, das Ambiente in Cloppenburg aufgesaugt. Jetzt heißt es, die Füße stillzuhalten, nicht nervös zu werden, sich voll und ganz zu fokussieren, noch mal gut zu trainieren. Denn Fußball-Regionalligist BSV Rehden hat die ganz große Hoffnung, dass Sonntag ein Tag wird, an dem Überragendes, Sensationelles passieren kann: der Einzug in die zweite DFB-Pokalrunde.

Zu Gast ab 14.30 Uhr (live bei Sky) in der Cloppenburger TimePartner-Arena ist Zweitligist VfR Aalen. Ein harter Brocken, ein schier unüberwindbares Hindernis. Doch Rehdens Trainer Andreas Petersen glaubt daran, dass seine Mannschaft dies aus dem Weg räumen kann. „Jeder hat doch Träume, wir haben sie auch“, sagt der 54-Jährige, „in einem einzigen Spiel ist alles möglich. Wenn du aber nur daran denkst, dich gut aus der Affäre zu ziehen, dann verlierst du das Spiel auch. Wir müssen aber an uns glauben. Vor so einem Spiel darfst du auch schon mal positiv arrogant sein.“

In einem Pokalspiel, so der Rehdener Trainer, sind Mannschaften schon oft über sich hinausgewachsen, haben plötzlich Leistungen abgerufen, zu denen sie im Liga-Alltag kaum fähig sind. „Und so einen Tag brauchen wir“, sagt Petersen: „Wir müssen eine herausragende Leistung abrufen.“ Der Trainer weiß aber auch, dass der VfR Aalen im Kräftevergleich David gegen Goliath einen schlechten Tag haben muss. „Bringen wir beide 100 Prozent, haben wir kaum eine Chance“, weiß der Trainer.

Es zeichne aber den Pokal aus, dass es dort immer wieder Überraschungen gibt. „Man muss sich doch nur mal vorstellen, der BSV Rehden würde in die zweite Runde einziehen. Das wäre doch der absolute Wahnsinn“, meint Petersen: „Wir haben diese einmalige Chance, und die wollen wir natürlich auch nutzen.“

In zahlreichen Gesprächen und Analysen über jeden einzelnen Aalener Spieler hat Petersen seine Mannschaft heiß gemacht. „Wir haben uns eingeschworen, und wir werden uns auch bis zum Anpfiff weiter auf das Spiel einschwören“, kündigt der 54-Jährige an: „Ich möchte, dass jeder meiner Jungs den Zusammenhalt der ganzen Mannschaft verkörpert – ob er nun spielt oder auf der Bank sitzt.“

Und dann wurde der Rehdener Coach sogar etwas pathetisch: „Wir sind die sympathischen Feierabend-Fußballer aus Rehden, die gegen einen Zweitligisten, zu etwas Großem berufen wurden. Diese Sympathien müssen wir weitertragen, indem wir ein richtig gutes Spiel abliefern und die Zuschauer sagen: Rehden schauen wir uns gerne wieder an.“

Nur wird gegen den haushohen Favoriten aus Aalen der Glaube allein nicht reichen, um den Berg wunschgemäß zu versetzen. „Wir sind fußballerisch besser. Das müssen wir ausnutzen“, sagt Aalens Mittelfeldspieler Manuel Junglas. Und daher fordert BSV-Coach Petersen, nicht naiv zu Werke zu gehen: „Wir brauchen elf harte Arbeiter auf dem Platz. Wir müssen auch mal ekelig, giftig und aggressiv sein.“

Mehr zum Thema:

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Mega-Zoff nach Ekel-Prüfung - So war Tag Zehn im Dschungelcamp

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Entsetzen bei Bad Boys nach WM-Aus

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Retter geben Hoffnung auf Lawinen-Überlebende nicht auf

Meistgelesene Artikel

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Turniersieg – und Njie ist ein Rehdener

Kommentare