Muzzicato geht in die Feinjustierung

BSV Rehden: Das Streben nach Unberechenbarkeit

Ein Vielspieler: Lennart Madroch stand bisher in jeder Regionalliga-Partie unter Trainer Benedetto Muzzicato auf dem Platz. - Foto: ck
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Ein Vielspieler: Lennart Madroch stand bisher in jeder Regionalliga-Partie unter Trainer Benedetto Muzzicato auf dem Platz.

Hamburg - Benedetto Muzzicato erteilt seinen Spielern ein Höhenflug-Verbot. „Ich lasse jeden draußen, der auch nur im Ansatz denkt, dass wir schon etwas erreicht hätten“, knurrt der Trainer des BSV Rehden. Durch zwei Siege in Serie haben sich die Schwarz-Weißen zwar etwas Luft verschafft zu den drei derzeit fixen Abstiegsplätzen, doch Muzzicato fordert auch mit Blick auf das Auswärtsspiel bei Altona 93 (heute/19.30 Uhr): „Die letzten Ergebnisse sind gar nichts wert, wenn wir jetzt nachlassen.“

Muzzicatos Motiv für die deutliche Ansage ist klar. Heute Abend ein Sieg gegen den Vorletzten und am Ostermontag im Heimspiel gegen das Schlusslicht VfV Borussia 06 Hildesheim erneut nachlegen – dann dürfte Rehden wirklich dem gröbsten Schlamassel entflohen sein.

Und wer Rehdens Auftritt in Jeddeloh verfolgt hat, der weiß, dass das Muzzicato-Team auf einem guten Weg ist. Die Gäste hatten die Ammerländer mit einem forschen Auftritt überrumpelt, führten nach 33 Minuten mit 3:0. „Unser Matchplan ist da wirklich voll aufgegangen“, sagt Muzzicato. Konstruktiv statt destruktiv hieß die Marschroute.

„Bis zum Winter ging es nur ums Überleben“

Diese neue Proaktivität sei aber nicht unbedingt als Fingerzeig für die kommenden Aufgaben zu verstehen, denn Muzzicatos langfristiges Ziel ist klar gesteckt. „Es geht immer darum, einen Plan B zu haben, was mögliche Systemumstellungen angeht“, erklärt der 39-Jährige, der eine spielerische Unberechenbarkeit anstrebt: „Wir wollen den jeweiligen Gegnern die Analysen so schwer wie möglich machen.“ 

Mittlerweile könne in der täglichen Arbeit auch an den kleineren taktischen Stellschrauben gedreht werden. „Bis zur Winterpause ging es nur ums Überleben“, verdeutlicht der Trainer, warum es zunächst elementar war, für eine bessere Organisation auf dem Platz zu sorgen. Insgesamt sieht der Trainer seine Mannschaft auf einem „guten Weg, die Spielidee bei Ballbesitz zu verbessern. Das ist jedoch ein Prozess, der länger dauert.“

Madroch „immer richtig gut“

Der Tabellen-15. kommt aber nicht nur systematisch immer unberechenbarer daher. Auch die Aufstellungen wechseln bei Muzzicato häufig. Der Matchplan stünde immer über persönlichen Befindlichkeiten. So dürfe sich „Josip Tomic Stammspieler schimpfen, auch wenn er jetzt gegen Jeddeloh mal nicht begonnen hat, weil die Spielidee eine andere war“, erklärt der Coach.

Lennart Madroch blieb hingegen bisher unangetastet. Der 27-Jährige ist der einzige Feldspieler, der bisher in jeder Regionalliga-Partie unter Trainer Muzzicato auf dem Platz stand. „Egal auf welcher Position er spielt, er macht es immer richtig gut“, lobt der Coach. In der Winterpause wurde Madroch in den Mannschaftsrat befördert. „Dieses Mehr an Verantwortung tut ihm gut“, stellt Muzzicato klar. Zudem habe der Mittelfeldspieler auch noch einmal körperliche Fortschritte gemacht: „Er wirkt jetzt spritziger.“ - wie

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